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Fernbusbahnhof
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Alaska Russisch-Amerika

Alaska war einstmals Teil des russischen Imperiums. Am 30. März 1867 aber verkaufte der Zar die riesige, fast menschenleere Landmasse an Amerika. Spuren russischen Lebens haben sich bis heute in Alaska erhalten.

Chugach Mountains
Der russische Staat betrachtete Russisch-Amerika in den 1860er-Jahren als Verlustgeschäft und verscherbelte für 7,2 Millionen Dollar die gewaltige Landmasse an Amerika, exakt 4,74 Dollar pro Quadratmeter. Am 30. März 1867 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und die Fahne des russischen Zaren über Russisch-Amerika eingeholt. Alaska gehörte fortan Amerika. Die amerikanische Presse spottete damals über ihre Politiker, die sich für viel Geld von den Russen eine "Eiskiste" haben andrehen lassen. Bildrechte: IMAGO
Chugach Mountains
Der russische Staat betrachtete Russisch-Amerika in den 1860er-Jahren als Verlustgeschäft und verscherbelte für 7,2 Millionen Dollar die gewaltige Landmasse an Amerika, exakt 4,74 Dollar pro Quadratmeter. Am 30. März 1867 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und die Fahne des russischen Zaren über Russisch-Amerika eingeholt. Alaska gehörte fortan Amerika. Die amerikanische Presse spottete damals über ihre Politiker, die sich für viel Geld von den Russen eine "Eiskiste" haben andrehen lassen. Bildrechte: IMAGO
Alte russische Kirche aus Holz in Ninilchik auf der Kenai Halbinsel in Alaska, USA
Bis heute haben sich Spuren russischer Lebensweise, russische Worte und Traditionen im 49. Bundesstaat der USA erhalten. Markanteste Beispiele - die russisch-orthodoxen Kirchen in Alaska. Im Bild eine alte Kirche aus Holz in Ninilchik auf der Halbinsel Kenai. Bildrechte: IMAGO
Grab auf dem russisch-orthodoxen Friedhof bei der alte russischen Kirche in Ninilchik auf der Kenai Halbinsel in Alaska, USA.
Gleich hinter der Kirche befindet sich der russisch-orthodoxe Friedhof. Ninilchik ist die älteste russische Siedlung in Alaska. 1847 bereits ist sie von Russen, die in Alaska arbeiteten, gegründet worden. Heute wohnen hier noch etwa 1.000 Menschen, aber nur noch wenige sprechen Russisch. Bildrechte: IMAGO
Polarlicht (Aurora borealis)
Russisch-orthodoxe Kirche mit Polarlicht in einem Dorf auf der Halbinsel Kenai. Bildrechte: IMAGO
Einheimische Tlingit-Indianer in Alaska
Die Ureinwohner Alaskas, die Tlingit-Indianer, haben an die 400 russische Worte in ihre Sprache übernommen, etwa: Chleb (Brot), Tschai (Tee) oder Maslo (Butter). Viele der jungen Tlingit wissen nicht einmal mehr, dass dies russische Worte sind. Sie halten die russischen Worte für althergebrachte Worte ihres Stammes. Bildrechte: IMAGO
Fluß und Berge
Die fast menschenleere Halbinsel Kenai war einstmals nur von russischen Jägern bewohnt, die im Auftrag der "Russisch-Amerikanischen Alaska Compagnie" Otter und Zobel fingen. (Im Bild: Der "Russische Fluß" und der "Russische Berg".) Bildrechte: IMAGO
Kodiak Erskine Haus
In Kodiak steht das älteste Haus Alaskas - das Baranow-Haus. Baranow war Mitte des 19. Jahrhundert Chef der "Russisch-amerikanischen Alaska Compagnie". Das Haus wurde damals als Lager für Seeotterfelle genutzt. Heute beherbergt es ein Museum. Samoware werden gezeigt, Perlen, Ikonen und russische Volkskunst. Bildrechte: IMAGO
Junaeau
Das "Russische Haus" in der Kleinstadt Junaeau. Es gibt russische Volkskunst und Lebensmittel, zu allerdings gepfefferten Preisen. Bildrechte: IMAGO
Diomedes-Inseln
In der Mitte der Beringstraße ragen zwei felsige und fast vegetationslose Inseln aus dem Wasser heraus. Die kleinere heißt Little Diomede und gehört zu Amerika. Die größere gehört Russland und heißt Ratmanow-Insel. Für die Amerikaner ist es Big Diomede. Knapp 4 Kilometer sind die beiden Eilande voneinander entfernt. Und genau in der Mitte verläuft die Grenze zwischen Russland und Amerika, zwischen Alaska und Sibirien. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Kreuzfahrtschiff fährt auf der Behringstraße an den Diomede Inseln vorbei.
Doch die Entfernung zwischen beiden Inseln ist eigentlich noch viel größer: Zwischen Little Diomede und der Ratmanow-Insel verläuft nämlich die Datumsgrenze - 12 Stunden beträgt der Zeitunterschied zwischen den Inseln. Die Bewohner auf der Ratmanow-Insel sind denen auf Little Diomede stets einen halben Tag voraus. Es sind übrigens Iniut, die auf den Eilanden wohnen. Es gibt noch viele Verwandtschaftsbeziehungen über die Staatsgrenzen hinweg. Eine direkte Verbindung zwischen den beiden Inseln gibt es jedoch nicht. Besuche auf der jeweils anderen Insel müssen in den Provinzhauptstädten Alaskas und Sibiriens beantragt werden. Wenn die Genehmigung erteilt ist, können die Besuche stattfinden - sommers mit dem Boot, im Winter führt der Weg übers Eis. (Bild: Ein Kreuzfahrtschiff zwischen Little Diomede und der Ratmanow-Insel.) Bildrechte: dpa
Stalin
Russische Nationalisten neigten stets dazu, den Verlust Alaskas zu betrauern. Stalin selbst ließ duch seinen Geheimdienst verbreiten, Alaska sei gar nicht verkauft worden. Dergleichen Berichte seien üble Verleumdungen des Klassenfeindes. In Wahrheit habe man den Amerikanern Alaska nur für 100 Jahre verpachtet. Bildrechte: dpa
Russisch orthodoxer Priester vor St. Nicholas Kirche in Eklutna in Alaska
Eklutna ist eine winzige Siedlung in der Nähe von Anchorage. In den 1840er-Jahren siedelten sich in der weltabgeschiedenen Landschaft Missionare aus Russland an. Noch heute lebt ein russisch-orthodoxer Geistlicher in Eklutna. Bildrechte: IMAGO
Lincoln Street und Kathedrale in Sitka
Sitka, unter dem Namen Nowo-Archangelsk einstmals Hauptstadt von Russisch-Amerika, ist heute eine Kleinstadt mit 8.000 Einwohnern. Auf der Hauptstraße, der Lincoln-Street, reiht sich ein russisches Souvenirgeschäft ans andere. Im Hintergrund die St. Michaels-Cathedrale. Bildrechte: IMAGO
USA, Alaska, Sitka. St. Michael s Cathedral.
Die Ikonosta der russisch-orthodoxen St. Michaels Cathedrale in Sitka. Bildrechte: IMAGO
Eine DC-3
Eine alte Douglas DC-3 aus Alaska auf dem Flugplatz von Anadyr in Sibirien. Anadyr liegt auf der anderen, der russischen Seite der Beringstraße. 2015 war eine Flugverbindung zwischen Alaska und Sibirien eingerichtet worden. Bildrechte: IMAGO
Erinnerungszeichen auf einer Douglas DC-3
Die temporäre Verbindung ALSIB (Alaska-Sibirien), die über die Beringstraße führte, sollte an den gemeinsamen Kampf der USA und der Sowjetunion gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg erinnern. Bildrechte: IMAGO
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