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Künftige US-Regierung Ex-General soll Trumps Heimatschutzminister werden

Auch für den Posten des Heimatschutzministers soll der gewählte US-Präsident Donald Trump einen Ex-General ausgewählt haben. US-Medien zufolge soll John Kelly das Superministerium übernehmen. Trump und sein Team.

Donald Trump hält eine Rede
Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat einen Monat nach der Wahl einen Gutteil seiner Regierungsmannschaft benannt. Der Republikaner muss bis zum Amtsantritt am 20. Januar sein Kabinett besetzen und auch die Chefs vieler Bundesbehörden ernennen. Bildrechte: Getty Images
Donald Trump hält eine Rede
Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat einen Monat nach der Wahl einen Gutteil seiner Regierungsmannschaft benannt. Der Republikaner muss bis zum Amtsantritt am 20. Januar sein Kabinett besetzen und auch die Chefs vieler Bundesbehörden ernennen. Bildrechte: Getty Images
Donald Trump und der ehemalige General der US Marines John Kelly
John Kelly soll der neue Heimatschutzminister unter Donald Trump werden. Der Ex- General des U.S. Marine Corps gilt als Hardliner, der sich für eine rigorose Absicherung der US-Außengrenzen und einen Weiterbetrieb des umstrittenen Gefangenenlagers in Guantanamo einsetzt. Der 66-jährige kommandierte einst die US-Truppen im Irak und verlor seinen Sohn bei einem Militäreinsatz in Afghanistan. Der Anfang 2016 pensionierte Vier-Sterne-General leitete zuletzt das Südkommando der US-Streitkräfte. An der Spitze des Heimatschutzministeriums mit seinen 240.000 Beschäftigten wäre Kelly nicht nur für die Terror-Bekämpfung und die Grenzsicherung, sondern auch für die von Trump geforderte Abschiebung hunderttausender illegaler Einwanderer zuständig. Bildrechte: dpa
James Mattis
Der kriegserfahrene Ex-General James Mattis wird unter Trump der neue Verteidigungsminister der USA. Der 66-jährige Vier-Sterne-General trägt den Spitznamen "Verrückter Hund", den er in seinen Einsätzen in Afghanistan und im Irak erworben hat. Mattis hatte zuletzt immer wieder die Außenpolitik von Präsident Obama etwa in Afghanistan und Syrien als schwach kritisiert. Bildrechte: dpa
Steven Mnuchin (designierter Finanzminister USA)
Steven Mnuchin soll neuer Finanzminister unter Trump werden. Der 53-jährige Milliardär hat 17 Jahre lang als Investmentbanker für Goldman Sachs gearbeitet. Trump hatte die US-Bank im Wahlkampf wegen ihrer Verbindungen in die Politik als "Government Sachs" heftig kritisiert. Das hinderte Mnuchin nicht daran, als Finanzchef die Spenden für die Trump-Kampagne einzusammeln. Nach seiner Zeit bei Goldman Sachs gründete Mnuchin den Hedgefonds Dune Capital, der als einer der großen Profiteure der Immobilienkrise gilt. Auch gehörte er zu den Käufern der abgestürzten Immobilienbank Indymac, die als OneWest später mit Gewinn weiterverkauft wurde und der man vorwirft, zahlreiche Eigenheimbesitzer in die Zwangsvollstreckung getrieben zu haben. Erfolg hatte der zweifachgeschiedene Vater dreier Kinder, der jüdischen Glaubens ist, auch als Investor in großen Hollywood-Filmproduktionen wie "X-Men" oder "Avatar - Aufbruch nach Pandora". Die Nominierung von Mnuchin als Finanzminister kann als Signal an die Wall Street gedeutet werden, dass Trump doch kooperieren will. Bildrechte: dpa
Wilbur Ross (designierter Handelsminister USA)
Wilbur Ross soll Wirtschafts- und Handelsminister unter Trump werden. Der 79-Jährige übernimmt damit ein Schlüsselressort, auf das nach Trumps Wahlkampfreden gegen freien Welthandel mit großer Aufmerksamkeit geschaut wird. Der Milliardär war wie der designierte Finanzminister Mnuchin früher Investmentbanker und erfolgreicher Investor in der Stahl- und Kohlebranche. Seine Spezialität: Angeschlagene Unternehmen der Stahl- und Kohleindustrie restrukturieren. Dabei hat er sich einen Ruf als "König des Bankrotts" erworben. Von Bewunderern wird er als Retter von Arbeitsplätzen gefeiert. Kritiker werfen ihm allerdings seine harten Sanierungsmethoden vor. Auch Ross dürfte zum US-Establishment gezählt werden, dem Trump im Wahlkampf mit seinen Attacken gegen das "System", gegen die Verquickung von Politik- und Finanzelite, eigentlich den Kampf angesagt hatte. Bildrechte: dpa
Michael Flynn
Michael T. Flynn wird Trumps Sicherheitsberater. Der 59-Jährige war Fallschirmjäger, als Drei-Sterne-General der Army in Afghanistan im Einsatz und von 2012 bis 2014 der Chef des Militärgeheimdienstes. Flynn ist der hochrangige ehemalige Geheimdienstler, der öffentlich die US-Unterstützung für gemäßigte Rebellen in Syrien einräumte. Flynn kritisierte zudem, dass dies zu spät und unzureichend gewesen sei, um eine Gegenkraft zum IS aufzubauen. Flynn beriet Trump im Wahlkampf in außenpolitischen und militärischen Fragen. Er tritt für eine Entspannung mit Russland ein und trat mehrmals im russischen Staats-TV "Russia Today" auf. Laut "New York Times" hat seine Beratungsfirma Flynn Intel Group Verbindungen zu Ländern im Mittleren Osten und ist als Lobbyist für die türkische Regierung aktiv. Bildrechte: dpa
Reince Priebus
Reinhold Richard "Reince" Priebus soll Stabschef von Donald Trump werden. Der Posten gilt als höchst einflussreich - der Stabschef koordiniert die Mitarbeiter des Präsidenten und seine Termine. Der 45-jährige Vorsitzende der Republikanischen Partei ist orthodoxer Christ mit deutsch-griechischen Wurzeln. Seine politische Karriere startete er in der Studentenbewegung. Priebus profilierte sich vor allem als Kritiker von Obamas Haushaltspolitik. Er will die Schuldenerhöhung stoppen. Bildrechte: dpa
Stephen Bannon
Stephen Bannon war Trumps Wahlkampfleiter im Rennen um das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der 62-Jährige soll nun der Chefstratege und Berater Trumps werden. Der ehemalige Marineoffizier, Banker und Filmproduzent war zuletzt als Chef der rechtskonservativen Webseite "Breitbart News" tätig. Zu den vielen Zielscheiben der brachialen Polemik dieser Website gehörte auch das politische "Establishment" – das der Demokraten wie der Republikaner. Dieser Seite werfen Kritiker auch Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit vor. Bildrechte: dpa
Tom Price
Tom Price soll nach übereinstimmenden Medienberichten Gesundheitsminister werden. Der 62-jährige Abgeordnete aus Atlanta (Georgia) gilt als entschiedener Kritiker der Gesundheitsreform von Barack Obama. Nach Ansicht von Price, der als orthopädischer Chirurg tätig ist, hindert die sogenannte Obama-Care Ärzte und Patienten, medizinische Entscheidungen zu treffen. Trump hatte zuletzt erklärt, er wolle die im Wahlkampf scharf kritisierte Reform doch nicht ganz abschaffen, sondern Teile übernehmen. Bildrechte: dpa
Betsy DeVos und Donald Trump
Betsy DeVos soll das Bildungsministerium übernehmen. Die 58-jährige Milliardärin steht für eine konservative Bildungsreform. Laut Trump soll die Großspenderin die verkrusteten Strukturen in diesem Sektor aufbrechen. Die Philanthrophin will unter anderem Eltern etwa durch Steuererleichterungen einen Anreiz geben, Kinder von staatlichen Schulen auf privat geleitete Einrichtungen umzumelden. Nach der Nominierung erklärte DeVos der gegenwärtige Stand des US-Bildungssystems sei "inakzeptabel". Nötig sei eine "Transformation" des Bildungssektors, damit jedes Kind "das höchste Potenzial ausschöpfen" könne. Bildrechte: dpa
Jeff Sessions
Jefferson Beauregard "Jeff" Sessions soll neuer US-Justizminister der Regierung Trump werden. Der 69-Jährige vertritt seit 1996 den Bundesstaat Alabama im US-Senat. Der Jurist arbeitete seit den 80er-Jahren als Staatsanwalt und später als Justizchef in Alabama. Das "National Journal" stufte ihn 2007 als einen der fünf konservativsten US-Senatoren ein. Sessions machte Stimmung gegen jede Form der Einwanderung, stand wegen des Vorwurfs von Rassismus in der Kritik und bezweifelt den Klimawandel. Bildrechte: dpa
Nikki Haley
Nikky Haley ist die erste Frau, die Trump offiziell in sein Team aufgenommen hat. Zudem gehörte die 44-Jährige während des Wahlkampfes zu den Kritikern des künftigen US-Präsidenten. Die Tochter indischer Einwander soll UN-Botschafterin werden. Die Personalie muss vom Senat bestätigt werden. Außenpolitisch besitzt sie bislang allerdings wenig Erfahrung. Die Anhängerin der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung ist derzeit Gouverneurin des Bundesstaates South Carolina. Haley hatte sich im Wahlkampf von der aggressiven Rhetorik Trumps distanziert und geäußert, dass sie "kein Fan" des Immobilienmilliardärs sei. Bildrechte: dpa
Mike Pompeo
Michael Richard "Mike" Pompeo soll CIA-Chef werden. Der 52-Jährige vertritt seit 2011 den Bundesstaat Kansas im US-Repräsentantenhaus. Er diente fünf Jahre in der US-Armee, gründete dann eine Firma und studierte Jura an der Harvard University. Anschließend arbeitete er in einer großen Kanzlei und wurde politisch bei den Republikanern aktiv. Pompeo gilt als einer der führenden Köpfe der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung. Bildrechte: dpa
Gouverneur des Bundesstaats Indiana, Mike Pence
Michael Richard "Mike" Pence war gesetzt: Der republikanische Gouverneur des Bundesstaats Indiana gewann zusammen mit Trump die Wahlschlacht und wird Vizepräsident. Der 57-Jährige arbeitete als Anwalt und TV-Moderator. Von 2001 bis 2013 vertrat er Indiana im Repräsentantenhaus. Pence gilt als Abtreibungsgegner, Gegner der Gleichstellung von Homosexuellen und Anhänger des sogenannten Intelligent Design, das die Evolutionstheorie leugnet. Im Wahlkampf kritisierte er offen Trumps publik gewordene Sex-Prahlereien und sagte sogar einen gemeinsamen Auftritt ab. Bildrechte: dpa
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