Reaktion nach Angriff bei Legida-Demo MDR-Intendantin: „Wir lassen uns nicht einschüchtern“

Nach dem tätlichen Angriff auf eine MDR-Reporterin bei der Legida-Demonstration am Montag Abend in Leipzig, bezieht Intendantin Karola Wille Position.

Ine Dippmann | Redakteurin
Reporterin Ine Dippmann Bildrechte: MDR INFO/Jan Bräuer

Bei der Berichterstattung über die Pegida-Demonstration wurde Ine Dippmann, die Sachsen-Korrespondentin des Nachrichtenradios MDR INFO, gestern Abend massiv angegriffen. Ihr wurde das Handy aus der Hand geschlagen und anschließend bekam sie einen Schlag ins Gesicht. Außerdem wurde sie wüst beschimpft.

„Mit dem tätlichen Angriff auf unsere Kollegin ist am Montag erneut eine Grenze überschritten worden. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, wir werden weiter berichten“, macht die Sender-Chefin Karola Wille deutlich. Zudem kündigt sie an, derartige Aggressionen nicht länger zu dulden: „Wir werden gegen solche Übergriffe mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen.“

Die MDR-Reporterin hatte nach dem Angriff Schutz bei den Sicherheitskräften vor Ort gesucht und noch am Abend Anzeige erstattet. MDR INFO zieht Konsequenzen aus dem Vorfall: „Wir haben beschlossen, Reporterinnen und Reporter bei solchen Einsätzen künftig generell von Sicherheitspersonal begleiten zu lassen“, erklärt Jana Hahn, Hörfunkchefin der Hauptredaktion Information.

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2016, 13:53 Uhr