Programmübersicht : Fortsetzung folgt: Reihe-Eins-Konzerte in der Spielzeit 2011/2012
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Die neue Konzertreihe "Reihe Eins" ist in der vergangenen Spielzeit erfolgreich angelaufen. Deshalb wird sie in der kommenden Saison fortgesetzt. Nachdem Orchester und Chöre in acht Konzerten musikalische Landschaften bereisten, widmet sich die Reihe in dieser Saison acht Geschichten - Geschichten von Liebe und Schicksal, von Lebenswegen, Glaube und Macht, von Wahn und Weihnachten. Und vom Reisen. Und wer könnte musikalische Geschichten besser zum Klingen bringen als Solisten wie Sarah Chang, Martin Stadtfeld und Dirigenten wie Jun Märkl, Michael Sanderling, Frank Strobel, Carl St. Clair oder Pietari Inkinen?
Gemeinsam mit den MDR Ensembles – Sinfonieorchester, Rundfunkchor und Kinderchor – werden die Geschichten im Leipziger Gewandhaus aufgeführt. Mit dabei sind Richard Strauss' "Ein Heldenleben", Richard Wagners "Tristan und Isolde", Hector Berlioz' "L'enfance du Christ" sowie "Symphonie Fantastique" , Bruckners "9. Sinfonie", Prokofjews "Romeo und Julia", die Filmmusik zu "Heinrich V." sowie Einojuhani Rautavaaras "8. Sinfonie" oder Ottorino Respighis "Pini di Roma".
Die Konzerte im Überblick
Lebenswege
17. September 2011 | 20 Uhr
Das Leben als Herausforderung, als Kampf, als Erfüllung, als Grundlage für Lieben und Leiden, Sieg und Niederlage. Eine Sinfonie des Lebens hat Richard Strauss mit seiner musikalischen Autobiografie "Heldenleben" geschrieben, die im Eröffnungskonzert der "Reiheins" zu hören sein wird.
Jean Sibelius' Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 ist Ausdruck eines Kampfes mit sich selbst, geschrieben an einem Wendepunkt seines Lebens – eine Art musikalische Midlife Crisis. Das Werk, eines der wichtigsten Stücke seines Genres, erhält mit Sarah Chang an der Violine sicher eine der besten Interpretinnen überhaupt.
Detlev Glanerts "Aufbruch" bezieht sich sowohl auf den Beginn einer Reise als auch auf den Beginn eines Lebens. Lust auf Unbekanntes, Fernsucht, Loslösung vom Alten - das alles wurde musikalisch umgesetzt.
Schicksal
5. November 2011 | 20 Uhr
Was ist Schicksal? Bedrohung oder Chance? Etwas Positives? Erfüllung, Rettung, glückliche Fügung? Oder doch eher etwas, vor dem wir uns fürchten? Dem wir nicht entrinnen können? Unstern, Desaster, Unheil, Katastrophe? Eine spannende Frage im Leben eines jeden Menschen und ein spannendes Thema für die Kunst, die Literatur und auch die Musik; ein Thema, das diesem Abend seinen besonderen Charakter verleiht, wenn Geschichten vom Schicksal erzählt werden. Gespielt werden die "Dolorosa" von Giles Swayne und die "Stabat mater dolorosa" von Giovanni Pierluigi da Palestrina.
Weihnachten
4. Dezember 2011 | 20 Uhr
Hector Berlioz' "L'Enfance du Christ" erzählt von der Zeit zwischen dem Kindsmord zu Bethlehem bis zur gelungenen Flucht der heiligen Familie nach Ägypten. Dort findet sie schließlich Zuflucht bei einer ismaelitischen Familie; ein Intermezzo für zwei Flöten und Harfe beschreibt den Frieden der Flüchtlinge in diesem Haus. Der Schlusschor verstärkt die ruhige, beschauliche Atmosphäre. Üppige Klangfarben und formale Stilisierungen ergeben eine distanzierte, unsentimentale Darstellung der Weihnachtsgeschichte, die an mittelalterliche Malerei erinnert: unmittelbar und universell in der Aussage.
Glaube
14. Januar 2012 | 20 Uhr
Buchstäblich bis zum letzten Tag seines Lebens arbeitete Anton Bruckner am gewaltigen Gebäude seiner 9. Sinfonie, die er, der Gläubige, "dem lieben Gott" widmete. Der Schlussstein aber, das Finale, blieb unvollendet. Auch Olivier Messiaen, Organist, Komponist und gläubiger Christ wie Bruckner, schuf aus tiefer Religiosität heraus seine Musik. Am wichtigsten war Messiaen das unmittelbare Erleben von Musik: "Als ein Wesen von Fleisch und Blut wehre ich mich im Namen von Emotion und Empfindung gegen all das, was nichts anderes als interessant und intelligent ist. Ich habe einen Horror vor intelligenten Leuten, die interessante Sachen machen. Wenn ich ins Konzert gehe, dann will ich, dass mir die Tränen kommen; wenn ich nicht weine, bedeutet das: Es war nicht gut."
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Alle Konzerte finden im Leipziger Gewandhaus statt.
Zu jedem Konzert gibt es um 19:15 Uhr eine Einführung im Schumann-Eck des Leipziger Gewandhauses.
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