MDR Produzentenbericht 2016
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

MDR-Rundfunkrat | 23.10.2017 2016 mehr Geld für gutes Programm

MDR Produzentenbericht 2016
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Vier von fünf Euro aus Aufträgen des MDR an Produzenten und Lizenzgeber gingen im vergangenen Jahr an Unternehmen, die nicht gesellschaftsrechtlich mit dem MDR verbunden sind. Insgesamt hat der MDR 2016 mit 276 Produzenten und 30 Lizenzgebern zusammengearbeitet. Der Gesamtwert aller Auftrags-, Ko-, Misch- und Lizenzproduktionen des MDR und des KiKA, für den der MDR die Federführung hat, betrug über 61 Millionen Euro und lag damit fast sechs Millionen Euro über dem Volumen des Vorjahres. Diese Zahlen gehen aus dem MDR-Produzentenbericht für das Jahr 2016 vor, der am Montag, 23. Oktober 2017, im MDR-Rundfunkrat vorgestellt wurde. Der komplette Bericht ist im Internet auf den Seiten des MDR unter http://www.mdr.de/unternehmen/zahlen-und-fakten/mdr-produzentenbericht-zweitausendsechzehn-100.html.

Der MDR vergibt seine Produktionsaufträge fast vollständig in Deutschland. Über 42 Prozent aller Aufträge (das entspricht einem Volumen von 22,3 Millionen Euro) gingen 2016 an Produzenten, die ihren Sitz oder Niederlassung in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen haben. Damit trage der MDR in nicht unerheblichem Umfang zur Entwicklung einer leistungs- und konkurrenzfähigen mitteldeutschen Produzentenlandschaft bei, unterstrich Rundfunkratsvorsitzender Steffen Flath.

Seit 2012 veröffentlicht der MDR freiwillig jährlich einen Produzentenbericht und macht damit die Struktur seiner Auftragsvergaben an die Kreativwirtschaft transparent. Neu ist in diesem Jahr, dass im Bericht nicht nur unmittelbare Beauftragungen des MDR an Produzenten und Lizenzgeber ausgewiesen werden, sondern auch die Beiträge, die mittelbar über ARD-Gemeinschaftsbeauftragungen vom MDR an Produktionsunternehmen und Rechteinhaber gehen. Daraus wird deutlich, dass auf diesem Weg noch einmal erhebliche zusätzliche Mittel an Unternehmen im Sendegebiet des MDR fließen. Das betrifft zum Beispiel Serien im Ersten Deutschen Fernsehen, wie „In aller Freundschaft“, „Die jungen Ärzte“, „Alles Klara“, Familie Dr. Kleist“ und „Tierärztin Dr. Mertens“, die im ARD-Verbund in gemeinschaftlicher Finanzierung unter MDR-Federführung entstehen.

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017, 14:54 Uhr