MDR Unternehmen | L 409 | Leipzig, 26.09.2011 Noch kein Nachfolger für MDR-Intendanten

Kandidat Bernd Hilder verfehlte notwendige Stimmenzahl bei Wahl im MDR-Rundfunkrat – Zustimmung zum Erwerb von Olympiarechten

Bernd Hilder hat heute, 26. September 2011, bei der Wahl zum künftigen MDR-Intendanten im Rundfunkrat des Senders nicht die notwendige Stimmenzahl erreicht. Für den vom Verwaltungsrat nominierten Kandidaten votierten zwölf der anwesenden 41 Mitglieder des MDR-Rundfunkrates. Die gemäß MDR-Staatsvertrag, Paragraf 23 Absatz 3 notwendige Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Rundfunkratsmitglieder hätte bei 28 Stimmen gelegen. "Der Rundfunkrat hat sich als souveränes Gremium demokratisch mehrheitlich gegen Herrn Hilder als künftigen MDR-Intendanten entschieden. Jetzt erwarten wir einen neuen Wahlvorschlag des Verwaltungsrates, über den wir dann fristgemäß entscheiden werden", so Rundfunkratsvorsitzender Johannes Jenichen.

Im weiteren Verlauf der Tagesordnung nahm der Rundfunkrat den Bericht des Intendanten entgegen. Prof. Dr. Udo Reiter informierte unter anderem über die Programm-Anstrengungen des MDR beim Papstbesuch und den Stand der Beratungen zur Neuordnung der Rundfunkfinanzierung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bezüglich der Finanzbedarfsanmeldung bei der KEF deuten nach Auffassung Prof. Dr. Reiters alle Signale darauf hin, dass der monatliche Beitrag auch über 2012 hinaus bei 17,98 Euro bleiben wird. Das sei auch wichtig für die Akzeptanz des neuen Rundfunkbeitrags.

Zudem informierte Prof. Dr. Reiter den Rundfunkrat über die jüngsten Entwicklungen im Fall Udo Foht. Von den Mitte September durchgeführten Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft sei der MDR nicht betroffen gewesen. Was die durch den MDR ausgesprochene fristlose Kündigung von Herrn Foht angeht, hätten der Personalrat und der Verwaltungsrat diesem Schritt zugestimmt. Für den MDR gehe es jetzt neben der Aufklärung der Hintergründe vor allem um eine stabile Lösung für den Programmbereich Unterhaltung. Die Stelle sei inzwischen neu ausgeschrieben.

Des Weiteren stimmte der Rundfunkrat dem Erwerb der audiovisuellen Verwertungsrechte an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi und 2016 in Rio de Janeiro durch die ARD sowie dem Angebot für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und für die Olympischen Sommerspiele 2020 zu.

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2011, 15:26 Uhr