MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt | 02.12.2011 : "Rock 'n' Roll-Arena Jena - Für die bunte Republik Deutschland"
Dieser Tag hat ein deutliches Zeichen gesetzt: der MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt. Der MDR legte diesen Schwerpunkt in Radio, Fernsehen und Internet. Höhepunkt des Aktionstages war ein Konzert mit Rock-Größen wie Udo Lindenberg und Peter Maffay, das vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK präsentiert wurde.
Nachdem Jena im Zuge der Ermittlungen um das rechtsextreme Terror-Trio ins Zwielicht geraten war, wollte die Stadt erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen - und lud alle zu einem spontanen Rockkonzert ein. Neben Udo Lindenberg und Peter Maffay waren die Band "Silly", Julia Neigel, Toni Krahl (von der Band "City") und Clueso am 2. Dezember unter dem Motto "Rock 'n' Roll-Arena in Jena - für die bunte Republik Deutschland" auf der Bühne zu sehen und hören. Fast 50.000 Besucher kamen in die Jenaer Oberaue, um gemeinsam mit ihnen lautstark gegen Rechts zu feiern. Als Zeichen des Gedenkens wurde vor Konzertbeginn eine Schweigeminute abgehalten.
Präsentiert wurde das Konzert vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK, der den 2. Dezember außerdem zum programmübergreifenden Aktionstag gegen rechte Gewalt ausgerufen hatte. Der MDR legte bei Hörfunk, Fernsehen und Internet den ganzen Tag seinen Schwerpunkt auf das Thema. Am Abend stand vor allem die "Rock 'n' Roll-Arena" in der Jenaer Oberaue im Mittelpunkt.
Die Auswahl des Ortes ist nicht zufällig. Vor vier Jahren hatten dort zahlreiche Jenaer ein Zeichen gegen Rechts gesetzt, indem sie mit einer Kundgebung gegen eine geplante rechte Veranstaltung demonstrierten. Der Oberbürgermeister der Universitätsstadt, Albrecht Schröter, sagte zur Auswahl des Veranstaltungsortes, "das ist für mich besonders bewegend". Den ganzen Tag über wurden vor Ort Spenden für Initiativen gegen Rechtsextremismus und Opferhilfeprogramme gesammelt.
Für eine bunte, multikulturelle Gesellschaft
Der Titel der Veranstaltung nimmt Bezug auf das im Oktober 1989 von Lindenberg veröffentlichte Album "Bunte Republik Deutschland". Es enthält verschiedene Titel, in denen sich der heute 65-jährige Rockmusiker für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Neonazis ausspricht. In seinem Song "Rock 'n' Roll-Arena in Jena" forderte der Panikrocker bereits im Jahr 1976 die SED-Funktionäre auf, ihm eine Tournee durch die DDR zu ermöglichen. Lindenberg hat angekündigt, dass er den Titel am Freitag erstmals live singen wird. Udo Lindenberg war auch einer der Musiker, die am 16. Juni 1979 in Frankfurt am Main bei der Veranstaltung "Rock gegen Rechts" auftraten. Damals kamen rund 30.000 Musikfans. Das Konzert war die Reaktion auf ein "Deutschlandtreffen" der NPD.
MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt - am 02.12.2011
... in allen Programmen des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS
