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Radiogarten | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 04.02.2012 : Frostpause im Garten

Tipps von der Kräuterfrau

Kräuter und Gewürze
Elvira Liebmann-Grudzielsk präsentiert Kräuter und Gewürze

Wer bei dieser grimmigen Kälte nach Hause kommen und sich einen duftenden Kräutertee oder ein heißes Kräutersüppchen machen kann, schafft es vielleicht, Grippe und Erkältung in die Schranken zu weisen. Für diejenigen, die sich mit Kräutern noch nicht so richtig auskennen, gibt es jetzt das Buch einer Thüringer Kräuterfrau: Elvira Liebmann-Grudzielski aus Oberweißbach hat im Burghügel-Verlag Rudolstadt ein Buch mit dem Titel "Das Thüringer Kräuterland" veröffentlicht.

Das Buch könnte auch heißen: "Von Arnika bis Zinnkraut", denn Elvira Liebmann-Grudzielski hat insgesamt 60 Pflanzen aufgelistet. Sie hat sie fotografiert sowie ihre Wirkung und Verarbeitung beschrieben. Unter anderem finden sich in dem Buch Heilpflanzen, die kaum noch bekannt sind. So wird unter anderem auch der Löwenzahn beschrieben. Er hilft gegen Erkältungen. Weil die Autorin ein großes Herz für Touristen hat, ergänzt sie ihr Büchlein mit der eigenen Familiengeschichte und kleinen Porträts über die Orte im Thüringer Kräuterland.

Hilfe für Wildtiere

Die klirrende Kälte macht uns seit einigen Tagen mächtig zu schaffen. Doch während wir uns ins Warme zurückziehen können, sieht es für die Wildtiere im Wald anders aus. Nun könnte man sagen: Ein eiskalter Winter gehört zur Natur dazu, darauf haben sich die Tiere eingestellt. Aber so einfach ist es nicht. Manuela Kupz vom Forstamt Schönbrunn hat beobachtet, dass die Tiere derzeit verrückt spielen. Kein Wunder, denn der Januar hatte die Rehe, Hirsche und Wildschweine auf Frühling gepolt. Nun macht dieser strenge Frost den Tieren sehr zu schaffen.

Rothirsche beim Heufressen an einer Futterstelle in einem tiefverschneiten Wald
Futterstellen sollen den Wildtieren helfen.

Zwar können die Wildtiere im herkömmlichen Sinne nicht erfrieren. Aber sie brauchen jetzt viel Energie, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Und genau das ist das Problem: In den Wäldern liegt zwar nicht all zu viel Schnee, aber der Boden ist derart tief gefroren, dass es den Tieren kaum gelingt, Nahrung (z.B. Zweige) abzureißen. Sie müssen also vom Menschen gefüttert werden. Im Thüringer Wald gibt es deshalb zahlreiche Futterstellen. Sie werden täglich kontrolliert. Falls notwendig, sorgen die Revierförster für Nahrungs-Nachschub. Wichtig ist aber auch, dass die Tiere jetzt Ruhe haben. Der Mensch ist dabei die größte Gefahr. Jetzt beispielsweise hat die Zeit begonnen, wo Hirsche ihre Geweihe abwerfen und die Souvenirjäger losziehen. Das kann bei den Tieren Stress verursachen.

Denn sie Tiere haben ihren Kreislauf aufs Notwendige heruntergefahren. Droht Gefahr, müssen sie all Energie sammeln, um zu flüchten. Deshalb sollten Waldbesucher grundsätzlich auf den Wegen bleiben und Hunde müssen unbedingt angeleint werden. Denn Hunde können Wild bis zur tödlichen Erschöpfung jagen.  Also: Die Tiere in den Thüringer Wäldern machen jetzt eine Notzeit durch und sollten nicht gestört werden.

Kreative Ideen

Die Winterferienzeit hat begonnen und der Winter ist ja nun auch mit Wucht gekommen. Wenn es draußen aber zu kalt ist, gibt es kreative Beschäftigungen in der warmen Stube. Basteln mit Kindern ist wieder in. Dem Thema "Basteln" war sogar die weltgrößte Kreativmesse in Frankfurt am Main gewidmet. "Flashy Nature", "Cosy Darling" und "Structural Mode" heißen die neuen Basteltrends für die kommende Saison.

Ideen von der Kreativmesse in Frankfurt am Main

Bild der Kreativmesse in Frankfurt mit einer Origamilampen. Kugellampen aus Pappe und Zeitungspapier. Blick in den Creativworkshop in Frankfurt.

Dem Thema "Basteln" wardie weltgrößte Kreativmesse in Frankfurt am Main gewidmet. [Bilder]


Aus einfachen Werkstoffen können so eindrucksvolle Kreationen entstehen. Etwa Kugellampen, zusammengesetzt aus Kartonschuppen und mit Zeitungspapier beklebt. Oder Leporelloähnliche Schmuckelemente für Wohnräume. "Cosy Darling" heißt dieser Trend. Frei übersetzt könnte man ihn gemütliches Beiwerk nennen. Das geht auch mit solchen Techniken wie Nadelfilzen oder Patchworknähen. Und so sieht der Trend "Flashy Nature" aus. Solche Elemente passen dann vor allem ins Kinder oder Jugendzimmer. Und man kann sich doppelt freuen. Zum einen über das fast kostenlose Material und die kreative Umsetzung seiner Ideen.

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2012, 12:14 Uhr

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