MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


Sächsische AfD-Funktionäre rechnen mit Petry ab

Führende sächsische AfD-Politiker haben sich offen gegen Parteichefin Petry gestellt. Der sächsische Landevize Droese sagte MDR Aktuell, die sächsische AfD werde weiter einen guten Kurs fahren - unter Umständen ohne Petry. Der künftige AfD-Bundestagsabgeordnete Maier fügte hinzu, die Ausgrenzung durch Petry müsse ein Ende haben. Zuvor hatte bereits das Landesvorstandmitglied Borasch eine künftige Zusammenarbeit mit Petry ausgeschlossen. - Hintergrund des Streits ist Petrys realpolitischer Kurs und ihre Ablehnung einer Fundamentalopposition, wie sie von Gauland und Weidel verfolgt wird. In Konsequenz dessen hatte Petry heute Morgen angekündigt, der künftigen AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen.


1.500 bei Pegida in Dresden

In Dresden haben sich am Abend etwa 1.500 Pegida-Anhänger auf dem Neumarkt versammelt. Redner des Pegida-Bündnisses und der AfD drückten ihre Freude über das starke Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl aus. Pegida-Gründer Bachmann gab das Ziel aus, dass die AfD nach der nächsten Landtagswahl 2019 den Ministerpräsidenten in Sachsen stellen solle. - Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ist die AfD in Sachsen knapp vor der CDU stärkste Kraft geworden. Pegida und AfD-Vetreter hatten in den vergangenen Wochen immer wieder den Schulterschluss gesucht. AfD-Parteichefin Petry sprach sich gegen Veranstaltungen mit Pegida aus.


SPD erteilt Merkels Gesprächswunsch eine Absage

Die SPD hat dem Gesprächswunsch von Bundeskanzlerin Merkel eine Absage erteilt. SPD-Chef Schulz sagte, es sei deutlich geworden, dass die Deutschen keine Fortsetzung der großen Koalition wollten. Die CDU solle ihre Zeit besser auf andere Parteien verwenden - Merkel hatte zuvor mitgeteilt, nicht nur mit FDP und Grünen, sondern auch mit der SPD sondieren zu wollen. - FDP und Grüne zeigten sich inzwischen offen für eine sogenannte Jamaika-Koalition. Der FDP-Chef und frisch gewählte Fraktionsvorsitzende Lindner sagte, seine Partei sei bereit, Verantwortung zu übernehmen. Bedingung sei jedoch ein Politikwechsel. Grünen-Parteichef Özdemir sagte, alle müssten Zugeständnisse machen. Fortschritte beim Klimaschutz und in der Frage der sozialen Gerechtigkeit seien für die Grünen unabdingbar für mögliche Koalitionsverhandlungen.


Hunderte Tote bei Kämpfen in Äthiopien

In Äthiopien sind nach Regierungsangaben mehrere hundert Menschen bei Kämpfen zwischen verfeindeten Volksgruppen getötet worden. Ein Regierungssprecher sagte, die zwei größten Ethnien des Landes, die Oromo und die Somali , lieferten sich seit Anfang des Monats blutige Gefechte. Dabei gehe es um landwirtschaftlich nutzbare Gebiete im Süden Äthiopiens. Tausende Menschen seien vertrieben worden. Die Regierung habe Soldaten und die Bundespolizei in die Konfliktregion entsandt. Zudem gebe es Vermittlungsbemühungen in dem Konflikt.


Millionen-Auftrag für Erfurter Software-Unternehmen

Das Erfurter Software-Unternehmen Ibykus hat einen Millionenauftrag von der Landesbank Hessen-Thüringen erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, geht es dabei um Programme und IT-Systeme für die Agrarförderung in Hessen. Der Auftrag belaufe sich auf rund 70 Millionen Euro über vier Jahre. Der Vorstand sprach vom größten Auftrag der Unternehmensgeschichte. - Ibykus beschäftigt nach eigenen Angaben 190 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 25 Millionen Euro.

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2017, 22:31 Uhr