MDR AKTUELL - Meldungen um 17:30 Uhr


Anschlag auf Moschee auf Sinai-Halbinsel

Bei einem Angriff auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ist die Zahl der Opfer erneut gestiegen. Inzwischen sprechen Staatsmedien von mindestens 235 Toten. Nach Angaben der Behörden hatten die Angreifer nach dem Freitagsgebet Sprengsätze gezündet. Anschließend eröffneten sie das Feuer auf die Menschen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Staatspräsident Sisi kündigte eine dreitägige nationale Trauer an. Für den Nord-Sinai wurde der Ausnahmezustand verhängt. - Auf der Sinai-Halbinsel verübt ein Ableger der IS-Terrormiliz immer wieder Anschläge.


Behinderungen auf ICE-Strecken in Mitteldeutschland

Im ICE-Verkehr in Mitteldeutschland kommt es derzeit zu massiven Behinderungen. Betroffen sind laut Deutscher Bahn die ICE-Verbindungen von Berlin über Leipzig und Erfurt nach Frankfurt und München. Bahnsprecher Bönisch nannte als Grund Vandalismus. Unbekannte hätten zwischen Bad Kösen und Naumburg Teile der Oberleitung abgebaut und gestohlen. Die Strecke war stundenlang gesperrt. Inzwischen meldete die Bahn, dass die Strecke wieder eingleisig befahren werden kann. Dennoch müsse weiter mit erheblichen Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. Morgen sollen laut Bahn alle Züge wieder planmäßig fahren.


Haseloff rechnet mit großer Koalition unter Merkel

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff rechnet mit der Bildung einer Koalition aus CDU/CSU und SPD auf Bundesebene. Der CDU-Politiker sagte, er sei sich ziemlich sicher, dass am Ende eine große Koalition mit Kanzlerin Merkel stehen werde. Zuvor hatte die SPD den Weg für Gespräche mit der Union freigemacht. SPD-Chef Schulz kündigte an, sollten die Gespräche auf eine Regierungsbeteiligung hinauslaufen, müssten die Parteimitglieder darüber abstimmen. Bundespräsident Steinmeier hat unterdessen die Parteichefs von CDU, CSU und SPD am kommenden Donnerstag eingeladen, um über Wege aus der Regierungskrise zu reden.


Ärzte ohne Grenzen appellieren an EU

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat an die EU appelliert, gegen die Misshandlung von afrikanischen Flüchtlingen in Libyen vorzugehen. Ressortleiter Frisch sagte MDR Aktuell, die Lage der Menschen in libyschen Flüchtlingslagern müsse verbessert werden. Im Moment scheine die EU eher zu wollen, dass möglichst wenig Menschen in Italien ankommen. Dafür sei es ihr sogar recht, die libysche Küstenwache zu unterstützen. Diese fange die Menschen ab und bringe sie zurück. Das sei auf keinen Fall eine Lösung. - Ein US-Sender hatte ein Video veröffentlicht, das offenbar eine Art Sklaven-Auktion von Migranten zeigt. Die libysche Regierung kündigte an, die Vorwürfe zu überprüfen.


Polizei jagt mutmaßlichen Dieb mit Hubschrauber

In Ostsachsen hat die Polizei mit Hubschrauber und Wärmebildkamera einen mutmaßlichen Buntmetalldieb aufgespürt. Der Mann hatte sich in der Nacht im Landkreis Görlitz an der Bahnstrecke Horka-Zentendorf zu schaffen gemacht. Mit Hilfe des Helikopters wurde der Mann im Wald entdeckt. Gegen den 39-Jährigen lag bereits ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vor.

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2017, 17:43 Uhr

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MDR AKTUELL Fr 24.11.2017 17:30Uhr 05:45 min

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