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Landtagswahl 2016 Porträt: Magdeburger Gartenpartei

Zur Landtagswahl stellt MDR SACHSEN-ANHALT die Parteien vor, die am 13. März antreten. Hier können Sie die Schwerpunkte des Wahlprogramms nachlesen, mehr über die Spitzenkandidaten erfahren und zum Beispiel herausfinden, wie die Partei den Menschen die Politik näher bringen will. Die Magdeburger Gartenpartei will Grünanlagen und Gärten zur Verbesserung der Lebensqualität von Bürgern schützen und will die Schließung von Kitas und Schulen vermeiden.

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Nach dem Sprung in den Stadtrat der Landeshauptstadt will die Magdeburger Gartenpartei jetzt den nächsten Schritt machen und in den Landtag einziehen. Fünf Prozent der Wählerstimmen und den Einzug von mindestens einem Direktkandidaten hat die Partei als Ziel ausgegeben.

An die Spitze der Landesliste hat die Gartenpartei den Mann gestellt, der sie seit der Kommunalwahl 2014 auch im Magdeburger Stadtrat vertritt: Roland Zander. Ihm folgen auf der Landesliste Nicole Angerstein und Reiner Heyer.

Spitzenkandidat Zander

Spitzenkandidat Roland Zander
Spitzenkandidat Roland Zander Bildrechte: Magdeburger Gartenpartei

Spitzenkandidat Roland Zander ist 50 Jahre alt und arbeitet als selbstständiger Maler. Zugleich ist er Vorsitzender der Partei, die im Sommer 2013 gegründet wurde. Anlass für die Gründung war damals der Plan, der eine Bebauung von Gartenland für Eigenheime vorgesehen hatte. Eine Gruppe von Kleingärtnern war dagegen und gründete aus Protest die Partei.

Die Magdeburger Gartenpartei betont, nicht nur eine Partei für Magdeburg zu sein. Sie ziehe dort den Strich, wo die Grundrechte von Bürgern gefährdet seien oder Interessen der Bevölkerung nicht durch Parlamente gewahrt würden. Bei der Kommunalwahl erreichten "die Dunkelgrünen", wie sie sich selbst nennen, mit 1,9 Prozent einen Sitz im Stadtrat von Magdeburg. Bei der Landtagswahl tritt die Gartenpartei mit 12 Kandidaten auf der Landesliste und vier Direktkandidaten an.

Grünflächen unter Schutz stellen

Die Partei tritt unter anderem gegen den Raubbau an Mensch und Natur ein und findet, dass jeder Krieg einer zu viel ist. Die Gartenpartei ist der Meinung, dass Delikte und Gewalttaten durch bessere Sicherheitskonzepte vermindert werden müssten. Durch "aktive Streifentätigkeit" sollten organisierte Einbrecherbanden beispielsweise unschädlich gemacht werden.

Darüber hinaus fordert die Partei, dass Parkanlagen wie Grünflächen und Gärten wegen ihrer "sozialen Funktionen" rechtsverbindlich unter Schutz gestellt werden. Das Kleingartenwesen müsse den geänderten politischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Dabei müssten alle Beteiligten zusammenarbeiten.

Die Gartenpartei setzt sich außerdem für eine Rücknahme der Blindengeldkürzung und dessen bedarfsgerechte Anpassung ein.

MDR SACHSEN-ANHALT hat die Magdeburger Gartenpartei gefragt: