Tastatur
Bildrechte: colourbox.com

MDR SACHSEN-ANHALT - Nachrichten um 22:30 Uhr

Tastatur
Bildrechte: colourbox.com

Tausende gedenken der Opfer des Attentats in Manchester

In Manchester haben mehrere Tausend Menschen der Opfer des Terroranschlags gedacht. An der Gedenkveranstaltung nahmen Politiker aller großen Parteien teil, darunter der Labour-Vorsitzende Corbyn, der Chef der Liberaldemokraten, Farron, und die konservative Innenministerin Rudd. Premierministerin May hatte Manchester bereits am Nachmittag besucht. - Die britische Polizei hat inzwischen den Selbstmordattentäter identifiziert, der 22 Menschen mit in den Tod riss. Demnach handelt es sich um einen in Großbritannien geborenen Sohn libanesischer Flüchtlinge. Es werde ermittelt, ob der Mann allein handelte oder Teil eines Terrornetzwerks war.


IG Metall verhandelt mit FAM

Die IG Metall wird mit dem Magdeburger Förderanlagenbauer FAM über mögliche Sparmaßnahmen verhandeln. Wie die Gewerkschaft mitteilte, stimmten die Mitglieder heute auf einer eigens einberufenen Versammlung für diesen Schritt. Es gehe darum, am Magdeburger Standort mit rund 730 Beschäftigten Arbeitsplätze zu sichern. Die FAM-Gruppe ist nach weggefallenen Aufträgen im Ausland in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers steht noch nicht fest, wie viele Arbeitsplätze genau gestrichen werden müssten.


Sangerhausen sagt Absammeln der Feldhamster ab

Der geplante Bau von Gewächshäusern bei Sangerhausen verzögert sich um mindestens ein halbes Jahr. Die Stadt sagte das bis zum Monatsende befristete Absammeln der auf dem Gelände lebenden Feldhamster ab. Grund sei die fehlende Zusage des Investors, die anfallenden Kosten zu übernehmen. Es handele sich um eine Summe von rund 100.000 Euro. Die bisher im Grundstückskaufvertrag festgehaltene Frist sei heute verstrichen. Ein niederländischer Investor hatte angekündigt, auf dem Gelände Gewächshäuser für Bio-Gemüse bauen zu wollen.


Noch keine Entscheidung zur Zukunft von MIFA

Die Entscheidung über die Zukunft des insolventen Fahrradherstellers MIFA ist verschoben worden. Insolvenzverwalter Flöther teilte mit, der Gläubigerausschuss habe beschlossen, auf seiner nächsten Sitzung am 31. Mai den Stand der Gespräche mit dem möglichen Investor erneut zu prüfen und dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Bis dahin werde der Geschäftsbetrieb des Unternehmens fortgeführt. Gibt es keine Einigung, droht die Zerschlagung des Unternehmens.


Erdgasspeicher bei Bernburg eingeweiht

Bei Peißen im Salzlandkreis ist heute ein Untergrundgasspeicher offiziell eröffnet worden. In Hohlräumen, die durch den Salzabbau entstanden sind, wird seit dem 1. April russisches Erdgas gespeichert. Der Untergrundspeicher bei Bernburg ist direkt an das europäische Fernleitungsnetz angebunden. Ziel ist es, die Versorgung mit Erdgas für Endverbraucher und Industrie zu sichern. Das Gemeinschaftsprojekt der Leipziger Verbundnetz Gas AG und des russischen Unternehmens Gazprom trägt den Namen "Katharina". Er soll an die russische Zarin erinnern, die vor 288 Jahren als Prinzessin von Anhalt-Zerbst geboren wurde.


Bessere Gastronomie-Ausbildung im Harz

Im Harz soll die Berufsausbildung für das Hotel- und Gaststättengewerbe gestärkt werden. Das hat die Landesregierung heute bei einer auswärtigen Kabinettssitzung in Wernigerode angekündigt. Ministerpräsident Haseloff sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Harz sei der touristische Schwerpunkt des Landes. Deshalb müsse man darüber nachdenken, dort auch die Berufsschulausbildung zu ermöglichen. Der derzeitige Schulstandort in Salzwedel sei ungünstig. Schule und Ausbildungsbetriebe müssten näher beieinander liegen.


Kaiser-Otto-Preis für EU-Außenbeauftragte

Die EU-Außenbeauftragte Mogherini wird mit dem Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg ausgezeichnet. Oberbürgermeister Trümper sagte, Mogherini habe sich durch ihre konsequente und mutige Außenpolitik für die EU hohe Anerkennung erworben. So habe sie erfolgreich die Verhandlungen mit dem Iran zur Drosselung des Nuklearprogramms abgeschlossen. Außerdem habe sie sich für den Einsatz der Marine im Mittelmeer zur Rettung von Flüchtlingen stark gemacht.


USA verklagen Fiat Chrysler wegen Abgasmanipulation

Das US-Justizministerium hat Fiat Chrysler wegen möglicher Abgas-Tricksereien verklagt. Die heute eingereichte Zivilklage beschuldigt den italienisch-amerikanischen Autokonzern, in rund 104.000 Dieselfahrzeugen illegale Software zur Abgaskontrolle eingebaut zu haben. Die US-Umweltbehörde EPA hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass sie nach dem Skandal bei Volkswagen auch Fiat Chrysler wegen geschönter Abgaswerte im Verdacht hat. Es geht auch hier um den Ausstoß von Stickoxid, der mit Hilfe einer Abschalteinrichtung manipuliert worden sein soll.

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2017, 22:35 Uhr

Meistgelesen der Woche

Radio & Fernsehen aus Sachsen-Anhalt

Logo MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR MEDIATHEK