Nachrichten Mittel-Thüringen um 18:00 Uhr


Erfurt: Siemens plant offenbar Verkauf von Generatorenwerk

Siemens plant offenbar eine Radikalkur für die Kraftwerkssparte. Betroffen soll auch das Siemens-Generatorenwerk in Erfurt sein. Dort sind derzeit 700 Mitarbeiter beschäftigt. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee kündigte an, kurzfristig Kontakt mit der Werks- bzw. Konzernleitung aufzunehmen, denn das Werk gehört zu den größten Industrie-Arbeitgebern in Erfurt.


Tunzenhausen: Tödlicher Frontalcrash beim Überholen

Im Landkreis Sömmerda ist bei einem missglückten Überholmanöver eine Frau ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben hatte auf der B176 nahe Tunzenhausen ein 55-Jähriger versucht, mehrere Autos zu überholen. Dabei stieß sein PKW frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dessen 61-jährige Fahrerin starb noch am Unfallort. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde schwer verletzt. Die Bundesstraße zwischen Tunzenhausen und dem Abzweig Weißensee musste zur Bergung über Stunden gesperrt werden.


Erfurt: Stadt bekommt Helmut-Kohl-Straße

Erfurt bekommt eine Helmut-Kohl-Straße. Das beschloss der Stadtrat am Mittwochabend mit großer Mehrheit. Als erste deutsche Stadt ehrt die Thüringer Landeshauptstadt den kürzlich verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl auf diese Weise. Dabei entschied sich die Stadtpolitik für einen kurzen Straßenabschnitt auf dem Petersberg, der Anfang kommenden Jahres gewidmet werden soll. Wichtig aus Sicht des Stadtrates war die Wahl einer Straße unweit des Domplatzes. Vor dem Domberg hatte Kohl am 20. Februar 1990 seinen ersten öffentlichen Auftritt in Erfurt. Zuvor hatte die Linksfraktion moniert, dass Kohl zu wenig kommunalpolitische Bedeutung für Erfurt habe, als dass man ihn in der Innenstadt ehren müsse. Außerdem sei seine dubiose Rolle im CDU-Parteispendenskandal zu berücksichtigen. Die Linke hatte beantragt, ein Teilstück der weit außerhalb gelegenen östlichen Umgehungsstraße nach Kohl zu benennen. Bislang trägt dieses Teilstück den Namen eines anderen Alt-Kanzlers: Konrad Adenauer.


Apolda: Thüringentag endet mit schwarzer Null

Der Thüringentag in Apolda im Juni ist teurer gewesen als geplant. Wie Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWG) mitteilte, lagen aber auch die Einnahmen höher als angenommen. Am Ende sei man mit einer schwarzen Null aus dem Veranstaltungswochenende herausgekommen. So hätten unter anderem Bühnen, Programm und auch die Sicherheit mehr gekostet als ursprünglich geplant. Im Gegenzug seien etwa Zuschüsse von Sponsoren gestiegen. Nach einer vorläufigen Abrechnung kostete der Thüringentag rund 945.000 Euro netto. Die Einnahmen lagen laut Bürgermeister etwa in gleicher Höhe. Positiv für die Stadt Apolda sei, dass der städtische Anteil am Fest niedriger ausfiel als gedacht. Die Stadt habe rund 68.000 Euro netto weniger überweisen müssen, so Eisenbrand.


Erfurt: Reisemesse mit Rekordbeteiligung

Thüringens größte Reisemesse "Reisen & Caravan" startet Ende Oktober mit einer Rekordbeteiligung. Mit 280 Ausstellern präsentierten sich so viele wie noch nie, hieß es am Donnerstag in Erfurt. Erstmals belegt die Reisemesse alle drei Hallen, auf dem Freigelände wird zudem ein Testparcours für Wohnmobilfahrer aufgebaut. Offizielle Partnerregion der Messe ist das Eichsfeld, das sich unter seiner neuen Dachmarke präsentiert. Veranstalterin Constanze Kreuser sagte, Thüringer seien reiseverrückt und würden für Kurzreisen etwa übers Wochenende gern Thüringer Regionen buchen. Die Messe "Reisen & Caravan" startet am 28. Oktober und dauert vier Tage. Die Veranstalter hoffen auf rund 33.000 Besucher.


Erfurt: 25. Tage jüdisch-israelischer Kultur mit Rekordbeteiligung

In Thüringen beginnen am Donnerstag die 25. Tage der jüdisch-israelischen Kultur. Mit 150 Veranstaltungen stehen in diesem Jahr 50 mehr auf dem Programm als jeweils in den Vorjahren. Das Festival sei schon in der Planung in den Kommunen auf große Resonanz gestoßen, sagte die Projektverantwortliche Caroline Fischer MDR THÜRINGEN. In 17 Städten sind bis Mitte November Theaterabende, Stadtführungen, Gespräche und Ausstellungen geplant. In Thüringen gebe es hervorragende Produktionen und vor allem auch Theaterinszenierungen, die sonst kaum die Möglichkeiten hätten, durchs Land zu touren, so Fischer. Die Tage der jüdisch-israelischen Kultur böten diese Chance. Mit ungewöhnlichen Ausstellungs- und Konzertorten, zum Beispiel Einkaufszentren, Kirchen, Schulen und dem Flughafen Erfurt-Weimar, will das vierwöchige Festival möglichst viele Menschen erreichen. Die Veranstalter rechnen mit rund 15.000 Besuchern. Die Thüringer Staatskanzlei fördert die Kulturtage 2017 mit 36.000 Euro.


Erfurt: Werbung für die Bio-Tonne

Die Stadt Erfurt will mehr für die Bio-Tonne werben. Sie beteiligt sich deshalb ab sofort an der bundesweiten Aktion "Biotonne Deutschland". Um einen Anreiz zur Nutzung der Biotonnen zu geben, verteilt die Landeshauptstadt einmalig im November kostenlos "Biotüten" an Erfurter Haushalte, die über eine Biotonne verfügen. Jeder Haushalt bekommt zehn Stück. Die Tüten sollen helfen, Speiseabfälle in der Küche zu sammeln und problemlos zur Biotonne zu transportieren. Die Tüten sind aus Altpapier hergestellt und fassen rund fünf Liter.


Erfurt: Vermehrt Telefon-Betrug

Die Kripo Erfurt warnt vor einer weiteren Masche von Telefon-Betrug. Wie ein Sprecher mitteilte, gibt es derzeit auffällig viele Anzeigen wegen Anrufen vermeintlicher Software-Hersteller. Die Betrüger wollen sich aus der Ferne auf die Computer einloggen, um die Rechner angeblich auf Viren und Hacker-Angriffe zu untersuchen. Die Polizei warnt, den Anweisungen am Telefon Folge zu leisten. Einem Rentner aus Witterda im Landkreis Sömmerda beispielsweise entstanden dadurch 900 Euro Schaden.


Arnstadt: Richtfest für Schul-Erweiterungsbau

Am Erweiterungsbau der christlichen Emil-Petri-Schule in Arnstadt wird am Donnerstag Richtfest gefeiert. Der Anbau in der Rudolstädter Straße wird nötig, weil die Zahl der Schüler in der Gesamtschule steigt. Der Neubau umfasst acht Klassenräume mit je 50 Quadratmetern und besteht aus zwei Etagen. Er kostet 1,85 Millionen Euro. Gut eine Million Euro steuert das Land als Fördermittel bei. Im Herbst 2018 sollen die Kinder in die neuen Räume einziehen. Zurzeit werden an der Schule knapp 600 Kinder unterrichtet. Träger der Emil-Petri-Schule ist das Marienstift Arnstadt.

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 18:16 Uhr