Anekdote : Zahngold gesucht
Vorwort
Wie es so geht auf der Welt: Der Rückenwind der Geschichte pustet uns kräftig nach vorn und bringt so manches mit, was schon einmal da war. Als ich neulich die Zeitung aufschlug und die zornigen Reaktionen einiger Leser auf die Pläne des Bundesgesundheitsministerium vor mir sah, fiel mir die aus heutiger Sicht recht skurrile Geschichte, die mir meine Freundin Elli aus einem Ort in der Altmark vor einiger Zeit erzählte, wieder ein. Manchmal sind es eben Kleinigkeiten, die ein Déjà-vu-Erlebnis auslösen und darum möchte ich die beiden Briefe, die in dieser Sache geschrieben wurden, unter dem Titel "Zahngold gesucht" hier zum Nachdenken und zur allgemeinen Erheiterung vorlegen:
Epilog
Trotz dieses negativen Bescheides musste Elli doch nicht auf ihren neuen Zahn verzichten. Eine Cousine, bei der sie zum Kaffee eingeladen war und die den Antwortbrief gelesen hatte, schaffte Abhilfe. Heimlich legte sie ein paar Zahngoldreste auf den Kuchenteller, als Elli für kurze Zeit das Zimmer verlassen hatte. Tränen der Rührung wurden vergossen, aber den netten Goldzahn gibt es noch heute.
