Damals im Osten

Bildergalerie : Bekannte Spieler von Energie Cottbus

Reinhard Lauck Rechte: dpa

Reinhard Lauck

Sein bestes Spiel bot Reinhard Lauck beim deutsch-deutschen Aufeinandertreffen bei der WM 1974. An jenem Abend meldete der Mittelfeldregisseur die bundesdeutschen Spielmacher Overath und Netzer komplett ab. Seinen größten Erfolg feierte Lauck, der 1968 von Energie Cottbus zunächst zu Union Berlin und später zum BFC Dynamo delegiert worden war, 1976, als er mit der Nationalelf Olympiasieger wurde. Lauck, den alle nur "Mäcki" nannten, bestritt insgesamt 33 Länderspiele, wurde mit Union Berlin Pokalsieger und mit dem BFC zwei Mal Meister. Nachdem er 1981 Abschied vom Fußball nehmen musste, weil seine Knie kaputt waren, "verlor sich seine Spur zwischen ein paar Autowerkstätten und viel Bier". 1993 lud man ihn zu einer Neuauflage des 74er WM-Spiels ein. Lauck reiste an, konnte aber nicht spielen – er war zu betrunken. "Seine Mannschaftskameraden schlugen ihm verständnisvoll auf die Schultern. Er tat ihnen leid." Im September 1997 fand man Lauck auf einer Straße im Prenzlauer Berg. Er hatte eine schwere Kopfverletzung und sehr viel Alkohol im Blut. Reinhard Lauck starb zehn Tage später im Krankenhaus Friedrichshain. Er war 51 Jahre alt.

(Zitate: Alexander Osang, Tod auf der Straße, BZ, 3.11. 1997)

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