Damals im Osten

Bildergalerie : Ostdeutsche in der "Hall of Fame" des deutschen Sports

Der 1950 in Pößneck geborene und jetzt im bayerischen Marktheidenfeld lebende Roland Matthes hatte für den damaligen SC Turbine Erfurt unter anderen vier Olympiasiege und 19 Weltrekorde zwischen 1967 und 1976 erschwommen. Rechte: dpa

Roland Matthes

2004 wurde der aus dem thüringischen Pößneck stammende Ausnahmeathlet Roland Matthes mit der Goldenen Sportpyramide für sein Lebenswerk ausgezeichnet und damit in die "Hall of Fame" des deutschen Sports aufgenommen. Begründung: Er sei der "erfolgreichste Rückenschwimmer aller Zeiten". In der DDR startete er für den SC Turbine Erfurt. Zwischen 1966 und 1974 gelang es keinem anderen Sportler, ihn in seinen Paradedisziplinen 100 Meter und 200 Meter Rücken zu schlagen. Bei den Olympischen Spielen von Mexiko 1968 und München 1972 holte er in diesen beiden Disziplinen insgesamt vier Goldmedaillen. Außerdem errang er zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen, was ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Olympioniken aller Zeiten machte. Matthes verbesserte den Weltrekord über 200 Meter Rücken in seiner aktiven Zeit neun Mal und den Weltrekord über 100 Meter Rücken sieben Mal. Nach seiner Schwimmkarriere studierte er Sportwissenschaften und Medizin. Roland Matthes lebt und arbeitet mittlerweile als Orthopäde in der Nähe von Würzburg.

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