Bittere Kälte in Osteuropa

Lebensmittel-Ausgabe an Obdachlose
Die Russen sind eisige Temperaturen gewöhnt. In diesem Winter freilich ist es besonders kalt - in Moskau und St. Petersburg wurden minus 35 Grad gemessen, in einigen Landesteilen im Nordosten des Landes gar minus 45 Grad. Behörden und Schulen bleiben zum Teil geschlossen. Besonders trifft der Kältereinbruch die Obdachlosen. In Sankt Petersburg erfror ein Mann in einem Keller. Bildrechte: IMAGO
Lebensmittel-Ausgabe an Obdachlose
Die Russen sind eisige Temperaturen gewöhnt. In diesem Winter freilich ist es besonders kalt - in Moskau und St. Petersburg wurden minus 35 Grad gemessen, in einigen Landesteilen im Nordosten des Landes gar minus 45 Grad. Behörden und Schulen bleiben zum Teil geschlossen. Besonders trifft der Kältereinbruch die Obdachlosen. In Sankt Petersburg erfror ein Mann in einem Keller. Bildrechte: IMAGO
Winter Krakau
Polen ist von der Kältewelle mit Temperaturen von weit unter -20 Grad Celsius besonders betroffen. Mehr als 60 Tote sind bisher zu beklagen. Am 7. Januar 2017 starben allein 7 Menschen an Unterkühlung. Dies sei "der tragischste Tag in diesem Winter" gewesen, sagte die Sprecherin des Regierungszentrums für nationale Sicherheit (RCB). 24 Menschen seien seit Wintereinbruch an Kohlenmonoxid-Vergiftungen gestorben. Sie hatten giftige Gase aus veralteten oder defekten Kohleöfen eingeatmet. Bildrechte: IMAGO
Obdachlose in Budapest
In Ungarn sind in diesem Winter etwa 100 Menschen erfroren. Mehr als in jedem anderen Land Osteuropas.
Viele der ums Leben gekommenen Ungarn sind Obdachlose. Seit 2014 ist es Obdachlosen in Ungarn verboten, auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Haltestellen und Unterführungen längere Zeit zu verweilen oder gar die Nächte zu verbringen. Um nicht von der Polizei aufgegriffen zu werden, ziehen sich die Obdachlosen in Wälder, unbewohnte Häuser, Nebengebäude und Keller zurück. Wenn sie dort in Not geraten oder sterben, wird es von niemandem bemerkt.
Bildrechte: MDR/Piroska Bakos
Baubude Budapest
Doch die hohe Zahl der Kältetoten in Ungarn resultiert auch noch aus einem anderen, bestürzenden Umstand. Die Mehrheit der Kältetoten dieses Winters ist nicht unter freiem Himmel oder in Bruchbuden erfroren, sondern im eigenen Zuhause. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die allein leben und kein Geld für Essen und Heizung haben. Bildrechte: Piroska Bakos
Ein Schild am Grenzübergang Malko Tarnovo an der bulgarisch-türkischen Grenze.
In Bulgarien legen Schneestürme und Kälte vielerorts das öffentliche Leben lahm: Autobahnen sind gesperrt, Schulen und Behörden geschlossen. An der türkisch-bulgarischen Grenze (im Bild) erfroren zwei junge irakische Flüchtlinge sowie eine Frau aus Somalia. Sie hatten vermutlich versucht, in einer unbewohnten Gegend die Grenze illegal zu passieren und hatten sich verirrt. Bildrechte: dpa
Menschen Schaufeln Schnee von einem Fußweg.
Auch in Rumänien ist es bitterkalt - in weiten Teilen des Landes fielen die Temperaturen auf -37 Grad Celsius; in Bukarest und in der Hafenstadt Constanta mussten die Schulen geschlossen werden. Staatlichen Angaben zufolge starben sechs Menschen an Unterkühlung, sie waren allesamt obdachlos. Bildrechte: IMAGO
Flüchtlingslager an der Serbisch-ungarischen Grenze. Ein Mädchen steht vor einer behelfsmäßigen Unterkunft.
Fürchterliche Zustände müssen in den Flüchtlingslagern entlang der serbisch-ungarischen Grenze herrschen. Bei klirrendem Frost müssen Hunderte Flüchtlinge in unbeheizten Zelten ausharren. Die ungarische Administration macht keine Anstalten, den Flüchtlingen zu helfen. Hilfsorganisationen und Ärzten ist der Zutritt ins Grenzgebiet verboten. Wie viele Opfer die Kältewelle möglicherweise gefordert hat, lässt sich nicht sagen: Es gibt darüber keine Angaben. (Das Foto stammt aus dem November 2016.) Bildrechte: IMAGO
Extrem verschneite Straße in Liberec.
In Tschechien herrschen seit Tagen arktische Temperaturen - in etlichen Teilen des Landes wurden -35 Grad gemessen. Drei Menschen sind bislang erfroren. Bildrechte: IMAGO
Flüchtlinge wärmen sich an Feuer im Flüchtlingslager Belgrad
Temperaturen um die -20 Grad herrschen in diesem Winter auch in Belgrad. Besonders leiden die Menschen im größten illegalen Flüchtlingslager Europas unter der Kälte. Sie hausen in verfallenen Lagerhallen und wärmen sich an offenen Feuern... Bildrechte: Andrej Ivanji
Flüchtling aus Afghanistan in Belgrad
... oder provisorischen Heizkörpern - einem Wasserkessel, unter dem ein Feuer brennt. Immerhin werden die Flüchtlinge von Hilfsorganisationen einmal am Tag mit einer Mahlzeit versorgt. Bitter kalt ist es dennoch.. Bildrechte: Andrej Ivanji
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