Heute im Osten | TV-Reportage/Magazin & WebTV

Wie katholisch sind die Polen?

In Polen ist der katholische Glaube tief verwurzelt - fast 90 Prozent der Polen bezeichnen sich als Katholiken. Doch unter den jungen Menschen wächst die Zahl der Ungläubigen stetig an.

Gottesdienst in polnischer Kirche.
90 Prozent aller Polen bezeichnen sich als katholisch. In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil von Katholiken im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so hoch. In den vergangenen Jahren gab es einen leichten Rückgang derer, die sagen, sie seien tief gläubig. Bildrechte: MDR/Anja Datan
Gottesdienst in polnischer Kirche.
90 Prozent aller Polen bezeichnen sich als katholisch. In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil von Katholiken im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so hoch. In den vergangenen Jahren gab es einen leichten Rückgang derer, die sagen, sie seien tief gläubig. Bildrechte: MDR/Anja Datan
36 Meter hohe Christusstatue in Polen
Die größte Jesus-Statue der Welt steht seit 2010 im polnischen Świebodzin, 81 km östlich von Frankfurt/Oder. Sie ist 36 Meter hoch, sechs Meter höher als die weltberühmte Jesus-Statue in Rio de Janeiro. Initiator und Bauherr der Statue war der Priester Sylwester Zawadzki. Die Statue wurde durch Spendengelder finanziert. Über die genaue Höhe der Kosten gibt es Unklarheiten, sie schwanken zwischen 1,5 und drei Millionen Euro. "Ich werde doch für eine heilige Sache nicht Buch führen", rechtfertigte sich Sylwester Zawadzki. Bildrechte: dpa
Papst Johannes Paul II., aufgenommen am 06.10.1996 im Vatikan.
Am 2. April 2005 starb Papst Johannes Paul II. in Rom. 26 Jahre lang war er das Oberhaupt der Katholiken der Welt gewesen und hatte auch entscheidend das politische Geschehen in seinem Heimatland beeinflusst. Bildrechte: dpa
Kreuz vor polnischer Kirche in der Nacht
Der polnische Papst hatte eine ganze Generation in seinem Heimatland geprägt. Doch mit seinem Tod ging der Einfluss der katholischen Kirche auch in Polen allmählich zurück. Bildrechte: IMAGO
Religionsunterricht in polnischer Schule.
Es wuchs eine neue Generation in Polen heran. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren hat sich die Zahl der Nichtgläubigen seit 2005 mehr als verdoppelt und beträgt inzwischen 15 Prozent. Auch bei den Erwachsenen nimmt der Einfluss der Kirche ab. Nur noch 39 Prozent aller Befragten haben für eine Studie des polnischen Meinungsforschungsinstituts CBOS 2015 angegeben, den "Weisungen der Kirche" zu folgen. 2005 waren es noch 66 Prozent. Bildrechte: MDR/Anja Datan
Paar läßt sich in polnischer Kirche trauen.
Kirchensteuer gibt es keine. Die katholische Kirche finanziert sich zu 80 Prozent über Spenden und Gebühren. Für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen verlangt sie Geld. Natürlich nicht offiziell, denn theoretisch sind Sakramente auch in Polen kostenlos beziehungsweise nur mit einer Spende verbunden. Allerdings kursieren für diese "Spenden" inoffizielle Preislisten. Die polnische Zeitung "Super Express" hat die aktuellen Preise zusammengetragen. So soll eine Hochzeit in Czernikowo in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern beispielsweise 1980 Złoty (ca. 495 Euro) kosten, in Gdynia 570 Złoty (ca. 142 Euro). Bildrechte: MDR/Anja Datan
Ein Kind wird getauft.
Eine Taufe soll zwischen 60 Złoty (ca. 15 Euro) und 500 Złoty (ca. 125 Euro) kosten, je nachdem, ob sie in Słubice oder in Łódź stattfindet. Für eine Beerdigung verlangt die Kirche bis zu 5000 Złoty (ca. 1.250 Euro). Bildrechte: IMAGO
Der katholische Priester Tadeusz Rydzyk
Das katholische "Radio Maryja" liegt auf Platz fünf der beliebtesten Radiosender in Polen. Gegründet wurde es 1991 vom Redemptoristen-Pater und Medienunternehmer Tadeusz Rydzyk. 2003 gründete Rydzyk auch den TV-Sender "TV Trwam". Die beiden streng national-konservativ ausgerichteten Sender haben ihren Sitz in Toruń. Kritiker werfen ihnen das Schüren von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit vor. Bildrechte: IMAGO
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Beata Szydlo und Jaroslaw Kaczynski
Herbst 2015. Wahlsieg für die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Parteichef ist Jaroslaw Kaczynski. Premierministerin wird Beata Zydlo. Kaczynski selbst bleibt im Hintergrund. Die Regierung kündigt unverzüglich die Einsetzung einer neuen Untersuchungskommision an. Bildrechte: dpa
eine Grafik
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Ein Mann auf einer Baustelle.
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Vladimir Putin
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Wegen der westlichen Wirtschaftssanktionen will Russland Importe durch eigene Produkte ersetzen. So will es die Regierung. Die Pläne sind ehrgeizig. Sind sie auch realistisch?
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Joachim Gauck
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Interview im Zug
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Hobbysoldat mit Raketenwerfer.
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Gospodina Klitschko
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Ackerland
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Zwei Fäuste, eine in den ukrainischen und eine in den russischen Nationalfarben
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Anti-Regierungsdemo in Warschau
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UN Logo
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Texttafel
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zwei Hände in Handschellen
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Osteuropa

Zwei junge Leute sitzen auf dem Boden eines Zimmers
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Osteuropa

Das Massaker von Odessa
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Eine Mülldeponie
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Ein Kosmonaut im All
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Eine Smartphone zeigt eine App
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Bibiana Barth
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Unsere Medien sind heute bildgewaltig wie nie. Doch sind Sie sich sicher, dass die Bilder immer genaus das zeigen, was sie zeigen sollen?

Mo 19.10.2015 14:23Uhr 02:31 min

http://www.mdr.de/heute-im-osten/video304246.html

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