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Unterwegs im Osten

Johannisfest, Iwan-Kupala-Tag, Jaanipäev

Im Baltikum, in Russland, in Weißrussland, der Ukraine und in Polen gibt es viele Feste und Bräuche rund um die Sommersonnenwende - oft in Verbindung mit dem Johannistag, dem Geburtstag des Täufers Johannes, am 24. Juni.

Feuerwerk über St. Petersburg
Sankt Petersburg, Russland In der Mittsommernacht beginnen in der einstigen Zarenstadt an der Newa die berühmten "Weißen Nächte". Drei Wochen lang wird es von nun an in Sankt Petersburg nicht mehr richtig dunkel. Nur für zwei Stunden verschwindet die Sonne in jenen Wochen jede Nacht hinterm Horizont. Doch finster wird es deswegen nicht – die Stadt schimmert vielmehr silbrig und weiß. Als einer der Höhepunkte der "Weißen Nächte" gilt die Schülerabschluss-Party "Purpurrote Segel" am Ufer der Newa – ein großes Fest mit Feuerwerk, Lasershow und Konzerten. Die weißen Nächte sind der Auftakt für diverse Sommensonnenwendfeiern. Bildrechte: IMAGO
Feuerwerk über St. Petersburg
Sankt Petersburg, Russland In der Mittsommernacht beginnen in der einstigen Zarenstadt an der Newa die berühmten "Weißen Nächte". Drei Wochen lang wird es von nun an in Sankt Petersburg nicht mehr richtig dunkel. Nur für zwei Stunden verschwindet die Sonne in jenen Wochen jede Nacht hinterm Horizont. Doch finster wird es deswegen nicht – die Stadt schimmert vielmehr silbrig und weiß. Als einer der Höhepunkte der "Weißen Nächte" gilt die Schülerabschluss-Party "Purpurrote Segel" am Ufer der Newa – ein großes Fest mit Feuerwerk, Lasershow und Konzerten. Die weißen Nächte sind der Auftakt für diverse Sommensonnenwendfeiern. Bildrechte: IMAGO
Feier zur Mittsommernacht, dem Iwan-Kupala-Tag, in russischen Rostow am Don.
Rostow am Don, Russland In Russland, Belarus und der Ukraine wird das Johannisfest oder die Mittsommernacht "Iwan-Kupala-Tag" genannt. Er gilt in den drei slawischen Staaten als eines der wichtigsten Feste des Jahres und wird begangen in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni. Der Name des Festes leitet sich vom russischen Namen für Johannes ab. Es ist der Gedenktag Johannes des Täufes, der am 24. Juni geboren wurde. Bildrechte: IMAGO
Reigentanz einer Dorfgemeinschaft im russischen Rostow am Don
Rostow am Don, Russland In dieser Nacht könnten, so der weit verbreitete Volksglaube, allerlei Wunder geschehen: der Tau könne heilen, das Feuer reinigen und Blumenkränze im Wasser die Zukunft weissagen. Im Bild: Der Reigentanz einer Dorfgemeinschaft. Bildrechte: IMAGO
Zwei Mädchen halten Kränze in der Hand.
Rostow am Don, Russland Fast überall haben während des Iwan-Kupala-Festes junge Mädchen und Frauen Kränze aus Blumen und Kräutern im Haar. Weiße Kleider gelten als Zeichen der Unschuld. Bildrechte: IMAGO
Ein Mann bereitet Fischsuppe zu.
Rostow am Don, Russland Zu einem gelungenen Iwan-Kupala-Fest gehören selbstredend Essen und Trinken. Hier bereitet ein Russe eine Fischsuppe auf offenem Feuer zu. Bildrechte: IMAGO
Menschen lassen Kerzen ins Wasser.
Iwanovo, Russland Ein weiterer Brauch ist, zum Teil mit Kerzen bestückte Kränze ins Wasser zu setzen. Am Driften des Kranzes glaubt man, die eigene Zukunft erkennen zu können; junge Frauen verfolgen dieses Ritual aber auch, um zu erfahren, wo ihr künftiger Ehemann lebt. Bildrechte: IMAGO
Frauen sammeln Blumen und Kräuter.
Kiew, Ukraine Früh am Morgen, so der Brauch in der Ukraine, müssen Frauen und Mädchen aufstehen und barfuß durchs Gras gehen – am Morgen des Iwan-Kupala-Tages nämlich könne der Tau heilen. Und auch Pflanzen und Gräser müssen bereits in den Morgenstunden gesammelt werden, um ihre göttliche Heilkraft entfalten zu können. Überdies soll, wer an diesem Tag eine Farnblume findet, mit deren Blüte in der Erde verborgene Schätze auffinden können, weswegen viele Ukrainer gespannt in die Wälder ausschwärmen, um diese ebenso magische wie seltene Blüte zu finden. Bildrechte: IMAGO
Ein Pärchen springt über ein Feuer.
Kiew, Ukraine Das Feuerspringen von Paaren ist ein allen Regionen gemeinsames Ritual während der Mittsommernacht. Es soll das Versprechen, bis zum Tode einander ergeben zu sein, stärken. Überdies bedeutet es, dass man gemeinsam sämtliche Widrigkeiten und Schicksalsschläge überwinden könne. Bildrechte: IMAGO
Ein Mann hält ein Holzkranz ins Feuer.
Kiew, Ukraine Ein junger Mann verbrennt in der Mittsommernacht ein hölzernes Rad, das die Sonne symbolisieren soll. Ein Ritual der Reinigung, so jedenfalls der Volksglaube. Bildrechte: IMAGO
Ein Pärchen küsst sich. in Kiew Ukraine
Kiew, Ukraine Das wilde heidnische Fest entbehrt natürlich auch nicht einer gewissen erotischen Faszination. So manches Pärchen verschwinde, so zahllose Berichte, in jener Nacht "in den Gebüschen", angeblich um die seltene Farnblume zu suchen, die nur an jedem Tag blühe … Die Geburtenstatistik freilich spreche eine eindeutige Sprache – viele Kinder würden in jener magischen Nacht gezeugt. Bildrechte: IMAGO
Gemeinschaft sitzt ums Feuer
Minsk, Belarus Auch in Weißrussland wird der Iwan-Kupala-Tag als eines der wichtigsten Feste des Jahres begangen. Hier hat sich ein besonderer Brauch erhalten: Einen Tag vor dem Fest wird auf einer Wiese ein Pfahl in den Boden geschlagen, der mit Hanf und Stroh umwickelt wird. An der Spitze des Pfahls wird eine Strohpuppe angebracht, der "Kupala". In der Mittsommernacht wird dann alles angezündet und die Gemeinschaft tanzt um das hell lodernde Feuer, das Hexen, Nixen und allerlei Gespenster, die in dieser Nacht umherirren, vertreiben soll. Bildrechte: IMAGO
Eine ältere Frau in Tracht trocknet Kräuter.
Minsk, Belarus Diverse Kräuter spielen beim belarussischen Iwan-Kupala-Fest ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie werden sowohl in den Kranz, den die Frauen während des Festes im Haar tragen, geflochten, als auch in den Häusern angebracht, um, so der Volksglaube, Neider und böse Geister fernzuhalten. Bildrechte: IMAGO
Traditionelles Mittsommerfest in Tallinn.
Tallin, Estland Es ist der höchste Feiertag des Jahres in Estland – Jaanipäev. Der Johannistag, der auch im Baltikum in enger Verbindung zur Sommersonnewende steht. Gefeiert wird das Fest, das zu Sowjetzeiten eher nur geduldet war, vor allem in den ländlichen Regionen. Viele Städter machen sich daher auf den Weg aufs Land. Am Abend begeben sich die Dorfgemeinschaften auf Anhöhen und Hügel, auf denen dann die weithin sichtbaren Johannisfeuer entzündet werden. Bildrechte: dpa
Traditionelles Mittsommerfest in Tallinn.
Tallin, Estland Die Feuer brennen bis zum frühen Morgen. Man singt, tanzt, isst und trinkt. Mädchen und Frauen flechten aus neun verschiedenen Blumensorten und Kräutern Kränze … Bildrechte: dpa
Eine Gruppe geschmückter Mädchen
Tallin, Estland … und tragen sie während des Johannistags und der Johannisnacht im Haar. Junge Frauen legen die Kränze am Morgen unter ihr Kopfkissen. Im Traum sehen sie dann, so die Überlieferung – ihren zukünftigen Ehemann. Bildrechte: IMAGO
Ein Mann und eine Frau tragen Eichenblätter auf dem Kopf.
Tallin, Estland Sehr beliebt sind in Estland auch Kränze aus Eichenlaub. Viele der Mittsommernachtsfeste werden schließlich in den großen Eichenwäldern Estlands gefeiert. Bildrechte: dpa
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Mo 19.10.2015 14:23Uhr 02:31 min

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