Programm

MDR 1 RADIO SACHSEN | 29.07.2014 | 10:00-12:00 Uhr : Expertenrat: Sonne und Haut

Studiogast: Prof. Uwe Wollina vom Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt

Sich im Freien aufzuhalten ist wichtig zur Vitamin D-Bildung in unserem Körper. Aber ist die Sonne dafür unbedingt nötig? Kann man die Haut im Solarium für den Aufenthalt in der Sonne trainieren? Wann ist ein Sonnenbrand ein Fall für den Arzt?

Junge Frau beim Sonnenbaden

Ultraviolette Strahlung, deren Hauptquelle die Sonne ist, gilt als ein Risikofaktor für Hautkrebs. Deshalb sollten Sie sich schützen, wenn Sie im Sommer in der prallen Sonne liegen, Sport treiben oder arbeiten. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sollte darauf geachtet werden, dass sie sich keinen Sonnenbrand einfangen. Selbst wenn es nicht zum Äußersten kommt, nimmt die Haut im grellen Sonnenlicht Schaden. Kleinkinder haben deshalb in der Mittagssonne nichts verloren. Aber auch ältere Menschen sollten Hautschäden vermeiden, um ihr Krebsrisiko zu senken.

Sonnenmilch großzügig auftragen

Eincremen mit Sonnencreme
Sonnenmilch schützt, wenn sie großzügig aufgetragen wird.

Sonnenmilch schützt, wenn sie großzügig aufgetragen wird.Den besten Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung bieten Kleidung und eine Kopfbedeckung. Eine Sonnenbrille schützt zusätzlich die Augen. Sonnenmilch hilft ebenfalls. Bei Kindern sollte es schon Lichtschutzfaktor 30 sein. Besondere Vorsicht gilt im Gebirge, in südlichen Ländern und generell am Wasser - nach dem Baden muss der Sonnenschutz erneut aufgetragen werden. Für empfindliche Menschen gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. Das Produkt sollte außerdem sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schützen. Tragen sie die Creme großzügig und häufig auf. Verwenden Sie zudem keine alte Sonnenmilch. In der Regel sind die Produkte zwölf Monate haltbar, danach gehören sie in den Müll. Und: Solarien sollten tabu sein.

Abgesehen von diesen Schutzmaßnahmen sind auch regelmäßige "Kontrollen" beim Hautarzt ratsam. Seit Juli 2008 beinhaltet die gesetzliche Krebsfrüherkennung in Deutschland daher das Angebot einer Ganzkörperinspektion alle zwei Jahre für alle Menschen ab dem Alter von 35.

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27.06.2012, 14:30 Uhr | 04:29 min

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Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF) eines Produktes gibt an, wie viel länger man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies ohne Schutz möglich wäre.

Beispiel: Menschen mit hellblonden Haaren und geringer Bräunung besitzen eine Eigenschutzzeit der Haut von zirka 10 bis 20 Minuten. Tragen sie ein Sonnenschutzmittel mit LSF 15 auf, können sie den Aufenthalt in der Sonne um das 15-fache verlängern, also auf etwa zweieinhalb bis fünf Stunden, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Quelle: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg

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