Winfried Glatzeder
Bildrechte: MDR/RALF U. HEINRICH

Na sowas! Winfried Glatzeder über…

+++ die erste Publikumsreaktion bei der Premiere zu Paul und Paula +++ die Nacktszenen  in "Die Legende von und Paula"+++ seine erste Hauptrolle +++

Winfried Glatzeder
Bildrechte: MDR/RALF U. HEINRICH

... die erste Publikumsreaktion bei der Premiere zu Paul und Paula

"Ich fand es ein bisschen unangemessen, das so lange kein Applaus kam, dachte, das ist merkwürdig – die Leute sind ergriffen, eitel wie ich war, die Leute sind ergriffen." Der Grund war aber ein anderer, wie Glatzeder später erfährt: "Das war einfach so, dass zu viele bestellte Leute drinnen waren, die verhindert haben, dass da irgendwie eine Euphorie entstand."

... die Nacktszenen  in "Die Legende von und Paula"

Die Nacktszenen mit Angelica Domröse in der "Legende von Paul und Paula" kommentierte Glatzeder später:

"Ich durfte auch nackend mit ihr im Bett liegen, war aber alles nicht so schön. Beim Drehen, ..., wenn da vierzig Leute drum herum stehen, hat man eh keine Erektion oder irgendwas von Gefühlen. Außer dass man ums Überleben kämpft, dass man die Szene gut macht und dass man sich vor den 40 Leuten nicht geniert, aber ich war da ziemlich cool."

Paula (Angelica Domröse) und Paul (Winfried Glatzeder)
Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber

… seine erste Hauptrolle

In "Zeit der Störche" hatte Glatzeder 1971 seine erste Hauptrolle: den Ölbohr-Arbeiter Christian Smolny, der sich in die Lehrerin Susanne, dargestellt von Heidemarie Wenzel, verliebt. Susanne will eigentlich einen anderen Mann heiraten. Der Film kommt im September 1971 in die Kinos. Premiere war im Leipziger Kino "Capitol". Glatzeder beschreibt seinen "Christian Smolny", den Vorarbeiter auf einem Bohrturm, so:

"Er war ein ungewöhnlicher Typ und ich habe mit der Kostümbildnerin und dem Requisiteur ein altes Motorrad ausgesucht, so eine Thälmann-Jacke, die schlotterte an meinem Leib, dann Jeans und so. Also alles Attribute (…) aus meinem Lebensgefühl.“

Wer damals in der DDR Mitte zwanzig war, für den waren nun mal Parka oder Jeans außergewöhnliche Kleidungsstücke.

Der Mann, von dem jeder Haushalt träumt

Glatzeder spielte auch Erwin Graffunda, den "Mann, der nach der Oma kam" - und zwar kommt er über eine Annonce zur Familie Piesold als Haushaltshilfe.

Der Mann, der nach der Oma kam

Oma Piesold schmeißt den Haushalt ihres Sohnes Günter (Rolf Herricht), drei Enkelkinder inklusive. Als sie überraschend heiratet, versinkt die Familie im Chaos. Die neue Haushaltshilfe ist zu aller Überraschung ein Mann!

zwei Männer sitzen auf einem Sofa. Im Hintergrund zwei Frauen.
Nach der Erzählung von Renate Holland-Moritz "Graffunda räumt auf" drehte Roland Oehme 1971 diesen heiteren, aber auch nachdenkenswerten Film, der zu einem der erfolgreichsten DEFA-Lustspielfilme wurde: Während Oma Piesold (Ilse Voigt, hinten links) den gesamten Haushalt organisiert, hat ihr Sohn Günter (Rolf Herricht, vorn links) ein einfaches Leben. Das ändert sich, als die Oma heiratet und auszieht. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/Rudolf Meister, Zilmer
Der Haushalt der Familie Piesold versinkt im Chaos. Günter Piesold (Rolf Herricht) muss auch mal selbst den Lappen in die Hand nehmen.
Über die Künstlerfamilie bricht das Chaos herein. Papa Piesold muss nun selbst Brei kochen - dabei ist ihm der Spinat explodiert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Erwin Graffunda ist nicht immer Herr der Lage.
Er bringt mit viel Sachkenntnis den Haushalt wieder auf Vordermann. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mit viel Charme sorgt Erwin Graffunda dafür, dass wieder Ordnung einkehrt und auch die drei Kinder wieder zufrieden sind.
Erwin Graffundas Charme kommt in der Familie gut an. Bei einigen vielleicht ein bisschen zu gut? An Rolf Herricht will das MDR FERNSEHEN anlässlich seines 35. Todestages am 23. August mit zwei Filmen erinnern (siehe auch "Der Baulöwe" am Montag, 22.8., um 20:15 Uhr). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
zwei Männer sitzen auf einem Sofa. Im Hintergrund zwei Frauen.
Nach der Erzählung von Renate Holland-Moritz "Graffunda räumt auf" drehte Roland Oehme 1971 diesen heiteren, aber auch nachdenkenswerten Film, der zu einem der erfolgreichsten DEFA-Lustspielfilme wurde: Während Oma Piesold (Ilse Voigt, hinten links) den gesamten Haushalt organisiert, hat ihr Sohn Günter (Rolf Herricht, vorn links) ein einfaches Leben. Das ändert sich, als die Oma heiratet und auszieht. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/Rudolf Meister, Zilmer
Retter in der Not für das vielbeschäftigte Künstlerehepaar Piesold (Marita Böhme, Rolf Herricht) ist Erwin Graffunda (Winfried Glatzeder, re.), auch wenn die beiden erstaunt sind, dass die neue Haushalthilfe ein Mann ist.
Die beruflichen Verpflichtungen ermöglichen es weder Gudrun (Marita Böhme, vorn links) noch Günter, sich ausreichend um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Deshalb suchen die Piesolds über eine Annonce eine Haushaltshilfe. Zu ihrer Überraschung bewirbt sich ein Mann auf die Stelle: Erwin Graffunda (Winfried Glatzeder, rechts). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Szene aus dem DEFA-Film "Der Mann, der nach Oma kam" mit Winfried Glatzeder (li.) und Rolf Herricht.
Erwin Graffunda ist für die Familie Rettung in höchster Not. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/Rudolf Meister
Drei Männer im Arbeitschaos: Herr Graffunda (Winfried Glatzeder, links), Herr Piesold (Rolf Herricht, Mitte) und Herr Kotschmann (Herbert Köfer, rechts) haben große Mühe mit dem Teppichtransport, da  der Fahrstuhl defekt ist.
Auch Günter Piesold und Herr Kotschmann (Herbert Köfer, rechts) müssen mit ran. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Zuletzt aktualisiert: 24. April 2017, 11:08 Uhr