Hintergrund: Die Oktoberrevolution in Russland

Die Revolution in Bildern

Unsere Galerie zur Fotografen-Familie Bulla

Carl Bulla
Carl Bulla kam schon als 11-Jähriger aus Niederschlesien im damaligen Preußen nach Sankt Petersburg. Hier begann er als Laufbursche bei einer Firma, die Fotografie-Zubehör herstellte. Er wurde zunächst Laborant und hatte schon bald sein eigenes Geschäft für fertige Fotoplatten aus Glas. 1875 eröffnete er seinen eigenen Fotosalon und stieg in der damaligen Hauptstadt Russlands zum gefragtesten Fotografen auf. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Carl Bulla
Carl Bulla kam schon als 11-Jähriger aus Niederschlesien im damaligen Preußen nach Sankt Petersburg. Hier begann er als Laufbursche bei einer Firma, die Fotografie-Zubehör herstellte. Er wurde zunächst Laborant und hatte schon bald sein eigenes Geschäft für fertige Fotoplatten aus Glas. 1875 eröffnete er seinen eigenen Fotosalon und stieg in der damaligen Hauptstadt Russlands zum gefragtesten Fotografen auf. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Bankett
Carl Bulla war in Ministerien, der Staatsduma und, wie auf dem Bild zu sehen, bei Banketten im Haus des Zaren (1913) unterwegs. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Zar Nikolaus II. und sein Thronfolger Alexei. Foto von Carl Bulla 1913
Schon 1904 wurde er als Fotograf der Zarenfamilie anerkannt. Auf dem Bild (von 1913) sind Zar Nikolaus II. und sein Thronfolger Alexei zu sehen. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Carl, Viktor und Alexander Bulla
Sein Können und auch seine guten Kontakte gab er später an seine Söhne Alexander und Viktor weiter (v.l.n.r.). Schon als Kinder waren sie immer im Fotosalon dabei und lernten mit der Technik umzugehen. Später schickte Vater Carl sie zum Fotografiestudium nach Deutschland. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Viktor Bulla, Aufnahme von 1904
Besonders Viktor Bulla machte sich als Reportagefotograf einen Namen. Nach seinem Studium ging er als Fotokorrespondent in den russisch-japanischen Krieg und später auch an die Front in den Ersten Weltkrieg. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Viktor Bulla
Zu dieser Zeit brauchte man für das Fotografieren auf der Straße noch eine offizielle Genehmigung der Regierung und dies war auch nur Profi-Fotografen vorbehalten. Schon Carl Bulla (rechts im Bild) hatte diese Genehmigung. Als er sich 1916 zurückzog, übernahmen seine Söhne das Geschäft. Besonders Viktor (links) war immer mitten im Geschehen und perfektionierte die Reportagefotografie. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Schwarzweiß-Aufnahme von Menschen auf der Straße, einige liegen auf dem Boden
Viktor Bulla wurde berufen, die Ereignisse rund um die Revolution festzuhalten. Seine Bilder, die vor, während und nach 1917 entstanden, gingen um die Welt. Seine Revolutionsbilder von den Demonstrationen und Schüssen sind heute berühmt. Sie dienten als Vorlage für Sergei Eisensteins Film "Oktober", doch kaum jemand kennt die Geschichte des Fotografen dahinter. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Viktor Bulla mit Fototechnik auf dem Wagen vor dem Winterpalais
Die Machthaber wechselten, doch die Fotografen-Familie blieb dieselbe. So fotografierte Viktor Bulla die Oberen vor, während und auch noch nach der Revolution. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Lenin
Er fotografierte Lenin, begleitete ihn bei seiner Arbeit, zu verschiedenen Kongressen und in privaten Momenten. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
 Lenin und Lenin-Medaille.
Die Bilder, die Viktor von Lenin machte, waren als die besten ihrer Zeit anerkannt. Und so wurde eines sogar zur Vorlage für den wichtigsten Orden der Sowjetunion, den Leninorden. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Sergei Kirow
Viktor Bulla war eng vertraut mit Sergei Kirow, einem der wichtigsten Parteifunktionäre des jungen Sowjetstaates. Durch ihn bekam Bulla Zugang zu wichtigen Funktionären der damaligen Zeit. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Beerdigung Lenin
Kirow sorgte dann auch dafür, dass Viktor Bulla auf der Beerdigung Lenins fotografieren durfte. Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
Dokument Verhaftung
Doch die Zeiten änderten sich: Stalin war an der Macht und begann ab 1936 mit seinen "Großen Säuberungen". Dass die Bullas ursprünglich aus Deutschland stammten, wurde ihnen nun zum Verhängnis. Viktor Bulla wurde als deutscher Spion denunziert und verhaftet. Auf dem Bild ist Strafverfolgungsbefehl zu sehen. Viktor Bulla starb 1938. (Über dieses Thema berichtete MDR ZEITREISE am 07.11.2017, 21.15 Uhr im TV.) Bildrechte: Carl-Bulla-Stiftung St. Petersburg
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Unsere Doku: Good bye Lenin?