MDR ZEITREISE

Widerstand im Dritten Reich

Mirko Drotschmann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR Zeitreise | 21.02.2017

Raumfahrt

Sigmund Jähn und sein Flug ins Weltall

Am 26. August 1978 flog NVA-Oberstleutnant Sigmund Jähn mit einer sowjetischen "Sojus 31" in den Orbit. Der Mann aus Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland war der erste Deutsche im Weltall. Für die DDR ein riesen Erfolg.

Sigmund Jähn als Oberstleutnant der NVA-Luftstreitkräfte am 15. Juli 1978 vor seinem Flug ins All
Am 26. August 1978 flog NVA-Oberstleutnant Sigmund Jähn mit einer sowjetischen "Sojus 31" in den Orbit. Der Mann aus Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland war damit der erste Deutsche im Weltall überhaupt. Für die DDR ein riesen Propaganda-Erfolg. Zwei Jahre war Jähn zuvor in der Sowjetunion auf die Mission vorbereitet worden. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn als Oberstleutnant der NVA-Luftstreitkräfte am 15. Juli 1978 vor seinem Flug ins All
Am 26. August 1978 flog NVA-Oberstleutnant Sigmund Jähn mit einer sowjetischen "Sojus 31" in den Orbit. Der Mann aus Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland war damit der erste Deutsche im Weltall überhaupt. Für die DDR ein riesen Propaganda-Erfolg. Zwei Jahre war Jähn zuvor in der Sowjetunion auf die Mission vorbereitet worden. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn mit Familie in Moskau
Unter strengster Geheimhaltung war Sigmund Jähn zum Jahreswechsel 1976/77 mit seiner Familie nach Moskau umgezogen (im Bild: Jähn mit Frau und Kind beim Bootsausflug). Auch Jähns Ersatzmann Eberhard Köllner und seine Angehörigen lebten dort. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn und Valery Bykovsky
Gemeinsam mit seinem Kommandanten, dem sowjetische Oberst Waleri Bykowski, wird Jähn perfekt auf den Weltraumflug vorbereitet. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn - Training in der Rakete
Training vor dem Flug: Jähn sollte später im All wissenschaftliche Versuche ausführen, zum Beispiel wie die Schwerelosigkeit das Sprechvermögen beeinflusst. Bildrechte: IMAGO
Valery Bykovsky (UdSSR) and German spaceman Sigmund Jähn auf dem Weg zum Abflug
Jähn und Bykowsky auf dem Weg zum Abflug: "Denkt man beim Start über die Risiken der Mission nach?" will ein "Spiegel"-Reporter 2014 von Jähn wissen. Der antwortet: "Das ist zu spät, das muss man vorher bedenken. Wenn man in der Rakete sitzt, kann man sich keine philosophischen Gedanken mehr machen. Und wer zu viel Angst hat, ist als Astronaut sowieso im falschen Beruf." (aus: Spiegel Online, Mai 2014) Bildrechte: IMAGO
Valery Bykovsky und Sigmund Jähn
Vor dem Start der Rakete: Waleri Bykowski und Sigmund Jähn am 26. August 1978. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn und Valery Bykovsky nach der Landung mit der Sojus 31
Das Lächeln täuscht: Die Rückkehr auf die Erde nach acht Tagen in der Schwerelosigkeit ist unsanft: Die Raumkapsel überschlägt sich mehrfach, Jähns Wirbelsäule wird verletzt und beschert ihm ein Rückenleiden. Doch davon darf die Öffentlichkeit damals nichts wissen. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn und Valery Bykovsky
Interview nach der Landung: Es folgt ein beispielloser Medien- und Starrummel nach dem Ausflug ins All: Die Begeisterung über das geglückte Weltraumabenteuer ist auch den Journalisten anzusehen, die die beiden Raumfahrer Jähn und Bykowski nach der Rückkehr aus dem Weltraum interviewen. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn - politisch genutzter Ruhm
Für die SED ist Jähn der perfekte Volksheld: Er ist der wandelnde Beweis dafür, dass man es im Arbeiter- und Bauernstaat als Sohn eines Arbeiters mit Fleiß bis ins All schafft. Mit ihm schmückt sich der Staat gern und ausdauernd, wie hier 1981 beim X. Parteitag der SED im Palast der Republik . Bildrechte: IMAGO
Kosmonaut Sigmund Jähn (Mitte, GDR) und Kosmonaut Valerie Bykowsky (re., URS) während ihres Besuches im Armeemuseum in Dresden.
Auch fünf Jahre nach dem Flug ins All ist die Begeisterung für Jähn ungebrochen. 1983 besuchen Sigmund Jähn und Waleri Bykowski das Armeemusuem in Dresden. In dem Jahr gibt das Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR auch das Buch: "Gemeinsam im Kosmos" heraus. Von Jähn signierte Exemplare werden für etwa 25 Euro angeboten. Bildrechte: IMAGO
Raumfahrtmuseum Morgenröthe Rautenkranz. Im Vordergrund ein MiG-Jagdflugzeug, das auch von Gagarin geflogen wurde.
Der Rummel um den Raumfahrer Jähn schwappte bis ins Vogtland: Jeder DDR-Bürger kannte nun den Geburtsort des Kosmonauten Morgenröthe-Rautenkranz und Neugierige pilgerten schon 1978 dorthin. Ein Jahr später eröffnete eine Raumfahrtausstellung. Seit 2007 gibt es sie in der jetzigen Form mit jährlich etwa 60.000 Besuchern. Bildrechte: dpa
Jugendliche betrachten den Raumanzug von Sigmund Jähn (1978 als Kosmonaut an Bord der sowjetischen Raumstation Salut 6 erster Deutscher im All) im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.
Jähns Raumfahrt ist auch ins "Haus der Geschichte" eingezogen: Der Raumanzug des ersten Deutschen im Weltall steht hier exemplarisch für die Geschichte des Kosmonauten aus dem Vogtland. Bildrechte: IMAGO
Sigmund Jähn
Sigmund Jähns Leben ist und bleibt bis ins hohe Alter von der Raumfahrt geprägt: Auf Vorträgen, zu "langen Nächten der Wissenschaft", in Hörsälen spricht er über seinen legendären Flug, seine Ausbildung, sein Leben und sucht nach Worten für das, was die Menschen jeden Alters bis heute fasziniert: Wie sich die Schwerelosigkeit anfühlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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