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Die MedienschauKommentare zum Rentenpaket II

30. Mai 2024, 23:36 Uhr


Tagesschau.de nennt das Rentenpaket ein "mutloses Reförmchen":  "Anstatt grundlegend zu überlegen, wie man das Rentensystem gerechter gestalten, es auch auf den Kopf stellen kann, hat sich die Koalition in monatelange Streitereien verfangen und präsentiert nicht mehr als einen Minimal-Konsens. Das hilft erstmal nur den Alten, belastet aber die Jungen."

"Überhaupt die Jungen", ergänzt das Straubinger Tagblatt: "Sie haben bei der Bundestagswahl in großer Zahl ihre Stimmen der FDP und den Grünen gegeben, und die danken es ihnen mit einer Mogelpackung. (...) Das Rentenniveau soll nicht unter 48 Prozent sinken. Die Rentner von heute freut es ebenso wie die Babyboomer (...). Sie müssen keine Einschnitte fürchten (...). Für die Kinder und Enkel ist es ein denkbar schlechter Deal. Sie zahlen die Zeche über höhere Beiträge und Steuern und werden wohl auch bis zur Rente länger arbeiten müssen."

Die  Rheinische Post schreibt in ihrem Online-Kommentar: "Alle drei Ampel-Parteien bekleckern sich mit diesem Gesetz wahrlich nicht mit Ruhm. Der Grund für ihr Agieren liegt auf der Hand: Es stehen viele Wahlen vor der Tür – und mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten hat das Alter von 50 Jahren bereits überschritten."

Für die Magdeburger Volksstimme "zeigt die Debatte um Generationengerechtigkeit eine Schieflage, da die großzügigen Pensionsregelungen in Deutschland überhaupt nicht mit einbezogen werden. Die milliardenschweren Gesamtkosten für die Staatsdiener von Kommunen bis hinauf zu Bundesministerien und Behörden sind schön versteckt in den  Etats. Transparenz fehlt hier völlig. Also alle Fakten auf den Tisch und dann eine Reform für alle."

Die Berliner Morgenpost hat noch Hoffnung: "Es ist gut möglich, dass es eines Tages auch hierzulande politische Mehrheiten dafür geben wird, Beitragsgeld in einem öffentlichen Rentenfonds zu sammeln, in welchem die Versicherten individuelle Ansprüche begründen können. In anderen westlichen Industrieländern ist das gang und gäbe, und sie fahren gut damit."