Damals im Osten

Brigitte Reimann

Brigitte Reimann - Stationen ihres Lebens

Brigitte Reimann war gleichermaßen besessen vom Leben wie vom Schreiben. Mit ihren ersten Romanen wollte sie noch beitragen zum Aufbau des Sozialismus, später verzweifelte sie an den Zuständen in der DDR.

Brigitte Reimann
Brigitte Reimann lebte aus dem Vollen und schrieb wie besessen. Mit ihren ersten Romanen wollte sie noch beitragen zum Aufbau des Sozialismus, später verzweifelte sie an den Zuständen in der DDR. Bildrechte: DRA
Blick in Wohnsiedlung
1960 zog Brigitte Reimann in die "sozialistische" Stadt Hoyerswerda, um, getreu der Maximen des "Bitterfelder Weges", die Entfremdung zwischen Künstlern und Arbeitern zu überwinden... Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Brigitte Reimann
... und schrieb an einem Roman, der einer ganzen Epoche den Namen geben sollte: "Ankunft im Alltag". Bildrechte: DRA
Brigitte Reiman erhält eine Auszeichnung
1962 bekam Brigitte Reimann, damals gerade einmal 29 Jahre alt, den "Kunstpreis des FDGB" für den Roman "Ankunft im Alltag" verliehen... Bildrechte: DRA
Brigitte Reimann
Brigitte Reimann lebte aus dem Vollen und schrieb wie besessen. Mit ihren ersten Romanen wollte sie noch beitragen zum Aufbau des Sozialismus, später verzweifelte sie an den Zuständen in der DDR. Bildrechte: DRA
Blick in Straße mit Reihenhäusern.
Geboren wurde Brigitte Reimann 1933 in Burg, in eher kleinbürgerlichen, bescheidenen Verhältnissen. Mit 11 verkündete sie, Schriftstellerin werden zu wollen. Sechs Jahre später veröffentlichte sie ihre ersten Texte - kleine Theaterstücke. Von 1950 an lebte Brigitte Reimann dann tatsächlich als freie Schriftstellerin. Drei Berliner Verlage konkurrierten um die Texte der jungen Autorin. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Brigitte Reimann
Brigitte Reimann leitete einen "Zirkel schreibender Arbeiter" im Kombinat Schwarze Pumpe... Bildrechte: DRA
Brigitte Reimann
Sie galt nun als eine Art Literaturstar in der DDR. In einem Alter, in dem andere erst mit dem Schreiben anfangen, hatte Brigitte Reimann bereits Literaturgeschichte geschrieben. Bildrechte: DRA
Brigitte Reimann 1965: Sie erhält den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR
Nur zwei Jahre später, 1965, erhielt Brigitte Reimann für ihren Roman "Die Geschwister" den renommierten Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR zugesprochen. Bildrechte: DRA
Brigitte Reimann mit Sonnebrille umgeben von Herren in Anzügen
1964 reiste Brigitte Reimann mit einer Delegation des FDJ-Zentralrats, zu der unter anderem der Fotograf Thomas Billhardt gehörte, nach Sibirien. "Was für ein Land!", notierte Brigitte Reimann euphorisch in ihr "Sibirisches Tagebuch". Die Delegation besuchte Kolchosen, die "Großbaustellen des Sozialismus" und abgelegene Gegenden "hinter den sieben Bergen, in denen noch niemals Ausländer" gewesen waren. Bildrechte: Thomas Billhardt
Brigitte Reimann
"Dann durften wir schießen soviel wir wollten", schreibt Brigitte Reimann am 8. Juli 1964 in ihr Tagebuch. "Und ich wollte eigentlich gar nicht, ich habe keine Neigung zu derlei Übungen, hatte vorher auch noch nie eine Waffe in der Hand gehalten - und dann gleich eine Maschinenpistole..." Bildrechte: Thomas Billhardt
Brigitte Reimann an Bord eines Schiffes auf einem sibirischen See
Brigitte Reimann an Bord eines Schiffes auf einem sibirischen See, fotografiert von Thomas Billhardt. Der Fotograf war fasziniert von der "wilden und verrückten" Künstlerin. Bildrechte: Thomas Billhardt
Blick auf einen Plattenbau-Hauseingang
1968 verließ Brigitte Reimann Hoyerswerda und zog nach Neubrandenburg. "Der Blick aus dem Fenster ist genau das, was ich mir all die Jahre in Hoyerswerda gewünscht habe. Dazu eine himmlische Stille", notierte sie in ihr Tagebuch... Bildrechte: DRA
Brigitte Reimann
In Neubrandenburg begann sie mit der Arbeit an einem neuen Roman - "Franziska Linkerhand". Doch sie war schwer krank - zunächst hatte sie nur starke Rückenschmerzen, später war sie dann tagelang bewegungsunfähig. Die furchtbare Diagnose: Krebs. Bildrechte: DRA
Blick in einen Krankenhausgang in der Klinik Berlin-Buch
Ab Mitte August 1972 lag Brigitte Reimann im Krankenhaus in Berlin-Buch, unheilbar krank. Bildrechte: DRA
Ein leerer Korridor im Krankenhaus Berlin-Buch
Am 20. Februar 1973 starb Brigitte Reimann im Krankenhaus in Berlin-Buch. Sie war noch keine 40 Jahre alt. Bildrechte: DRA
Grabstein Brigitte Reimann
Beigesetzt wurde sie auf dem Friedhof in Oranienbaum, neben dem Grab ihrer Eltern. Bildrechte: DRA
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Die Intershop GmbH

Die Geschichte der Intershop-Geschäfte

In Intershops in der DDR musste man beim Einkauf Devisen hinlegen. Zu kaufen gab es DDR-Exportwaren und Produkte aus dem Westen: Tabak, Kleidung, Spielwaren, Kosmetika aber auch Technik.

Intershop-Fotos
Intershop-Kiosk auf dem Bahnhof Berlin-Friedrichstraße Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Intershop mit Wechselstelle an einem Grenzübergang Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Lange Schlange vor einem Berliner Intershop 1979 beim Umtausch von Westgeld in Forumschecks Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Reges Begängnis in einem Intershop. Manche betraten die Läden auch nur, um sich ein Auge zu holen. Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Intershop-Kiosk auf dem Bahnhof Berlin-Friedrichstraße Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Mobiler Intershop-Kiosk, wie er beispielsweise auf der Leipziger Messe stand Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Von Westdeutschen wurden die Verkaufsstelle gerne nutzt, um vor der Heimreise noch mal billige Zigaretten und Alkohol zu kaufen. Bildrechte: BStU
Intershop-Fotos
Intershop an der Transitstrecke Bildrechte: BStU
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Der Intershop-Messeservice

Wenn in Leipzig Messe war, wurden in der Stadt zusätzliche Intershop-Filialen eingerichtet. Außerdem gab es für die Messebesucher aus Westeuropa einen Bestellservice.

Schriftstück Intershop in Leipzig während der Messe
Damit die Messegäste aus dem westlichen Ausland während ihres Aufenthaltes in Leipzig nichts entbehren mussten, wurden zusätzliche Intershop-Filialen eingerichtet. Bildrechte: BStU
Schriftstück Intershop in Leipzig während der Messe
Damit die Messegäste aus dem westlichen Ausland während ihres Aufenthaltes in Leipzig nichts entbehren mussten, wurden zusätzliche Intershop-Filialen eingerichtet. Bildrechte: BStU
Intershop-Messeservice
Zu Messezeiten boten die Intershop-Geschäfte einen Bestell- und Lieferservice an. Bildrechte: BStU
Ausschnitt aus Intershop-Werbebroschüre zur Leipziger Messe
Das Angebot reichte von Zahnpasta bis Weinbrand. Bildrechte: BStU
Intershop-Messeservice
Beliebt waren vor allem Zigaretten. Bildrechte: BStU
Intershop-Messeservice
Die Intershop-Preise lagen meist unter den Preisen, die in Westdeutschland für die Waren verlangt wurden. Bildrechte: BStU
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Kleingarten und Datscha

Russische Datschas

Einst Sommerresidenz für Höflinge des Zaren avancierte die Datscha später zur Sommerfrische der Russen schlechthin. Aber die tief in der russischen Kultur verwobene Datscha ist auch ein Ort der Lebensmittelproduktion.

Menschen in Bürokleidung wandern durch einen Wald
Auf in die Datscha! Wenn Anfang Mai die Saison beginnt, zieht es Millionen Russen hinaus aufs Land. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Menschen in Bürokleidung wandern durch einen Wald
Auf in die Datscha! Wenn Anfang Mai die Saison beginnt, zieht es Millionen Russen hinaus aufs Land. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kleines Gartenhaus-Schlösschen
Auch unter Künstlern erfreute sich die Datscha großer Beliebtheit. In Peredelkino bei Moskau gibt es eine exklusive Datschensiedlung. Im Bild das Refugium des Dichters Boris Pasternak, in der er unter anderem "Doktor Shiwago" schrieb. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Vor einem Gartenhaus mit einer kleinen Bühne sitzen Menschen in mehreren Stuhlreihen
Eine 300 Jahre alte Tradition - Puppenaufführungen für die Kinder in den Datschensiedlungen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Großes Holzhaus in einem Garten
Traditionelle Datscha vor den Toren Moskaus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Blick in einen verwilderten Garten mit einem verwitterten Holzhäuschen
Neben exklusiven Datschas, gibt es auch viele eher ärmliche Holzhäuser - ohne Wasser und sehr spartanisch eingerichtet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fahrrad liegt auf einem Gartenweg
Datschensiedlung vor den Toren Moskaus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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21. März 1927: Hans-Dietrich Genscher geboren

Besuch in der Heimatstadt Hans-Dietrich Genscher in Halle

Jahrzehnte prägte Hans-Dietrich Genscher die deutsche Politik. Hier Bilder aus dem bewegten Leben des beliebten Politikers, der in Halle-Reideburg geboren wurde.

Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher und Henry Kissinger in Halle
Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher und Henry Kissinger 1993 beim Spaziergang in Halle. Bildrechte: Archiv der Franckeschen Stiftungen
Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) steht vor seinem Geburtshaus in Halle (Saale).
Hans-Dietrich Genscher vor seinem Geburtshaus in Halle/Reideburg. Das Gebäude wurde saniert und beherbergt die "Bildungs-und Begegnungsstätte Deutsche Einheit". Bildrechte: dpa
Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher und Henry Kissinger in Halle
Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher und Henry Kissinger 1993 beim Spaziergang in Halle. Bildrechte: Archiv der Franckeschen Stiftungen
Sichtlich amüsiert setzt der deutsche Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) eine mit übergroßen Ohren ausgestattete "Genschman-Maske" auf. Die Maske wurde ihm am 23. September 1989 beim "Tag der offenen Tür" vom "Genschman-Fanclub" in der Bonner Villa Hammerschmidt übergeben.
Sichtlich amüsiert setzt Hans-Dietrich Genscher eine mit übergroßen Ohren ausgestattete "Genschman-Maske" auf. Die Maske wurde ihm am 23. September 1989 beim "Tag der offenen Tür" vom "Genschman-Fanclub" in der Bonner Villa Hammerschmidt übergeben. Bildrechte: dpa
Hans-Dietrich Genscher
Genscher in seinem zum Kult gewordenen gelben Pullunder. Bildrechte: dpa
Das Geburtshaus von Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger FDP-Vorsitzender) in Halle-Reideburg
Das Geburtshaus von Hans-Dietrich Genscher in Halle-Reideburg, aufgenommen im Sommer 1993. Bildrechte: dpa
Studentenausweis Hans-Dietrich Genscher
Hans-Dietrich Genschers Studentenausweis. Genscher studierte Jura an der Universität Halle-Wittenberg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und sein russischer Amtskollege Eduard Schewardnadse am 10.11.1990 in Genschers Heimatstadt Halle an der Saale in der sie eine ehemalige Schule Genschers, die Gottfried-Herder-Schule, besuchten.
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und sein russischer Amtskollege Eduard Schewardnadse am 10.11.1990 in Genschers einstiger Schule. Bildrechte: dpa
Während ihres Kurzbesuches in Halle unternehmen die kanadische Aussenministerin Barbara McDougal (M..) und ihr gastgebender Amtskollege Hans-Dietrich Genscher (r.) einen Stadtbummel.
Während einer Stippvistite in Halle: Bundesaußenminister Genscher und seine damalige kanadische Amtskollegin, Barbara McDougal, bei einem Stadtbummel, begleitet vom damaligen Oberbürgermeister Rauen. Bildrechte: dpa
Hans-Dietrich-Genscher und Michail Gorbatschow vor dem Gebäude der Franckeschen Stiftung in Halle
Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher vor den Franckeschen Stiftungen. Bildrechte: Archiv der Franckeschen Stiftungen
Gorbatschow, Genscher und Kissinger vor dem Denkmal der Franckeschen Stiftungen
Gorbatschow, Genscher und Kissinger vor dem Denkmal des Gründers der Stiftungen August Hermann Francke. Bildrechte: Archiv der Franckeschen Stiftungen
Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger.
Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger 1993 bei einem Empfang in den Franckeschen Stiftungen. Bildrechte: dpa
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (r) nimmt am 8. Juni 1991 aus den Händen der Präsidentin der Stadtverordnetenversammlung H. Echhardt (M) die Ehrenbürgerschaftsurkunde seiner Heimatstadt Halle entgegen.
Hans-Dietrich Genscher bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Halle im Juni 1991 durch den damaligen Oberbürgermeister Klaus Peter Rauen. Bildrechte: dpa
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Spezial-Tipps

Hand an einer Maus
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