Damals im Osten

Von den Anfängen beim "Oktoberklub", über ihr erstes Engagement bei der "Horst Krüger Band" bis hin zur Frontfrau der Rockband "Silly" - der Werdegang der legendären Rocklady der DDR.

Tamara Danz
Tamara Danz in den 1980er-Jahren, als sie die berühmteste Sängerin der DDR war, die "Tina Turner des Ostens", wie es gelegentlich hieß: Laut, schrill, arrogant, kühl, manchmal vulgär … Begonnen hatte ihre Karriere eher brav 1973 … Bildrechte: DRA
Tamara Danz
1978 stieß Tamara Danz zur "Familie Silly". 1980 absolvierte Tamara Danz mit der Band ihren ersten Fernsehauftritt: In der Jugendsendung "rund" sang sie "Danach kräht kein Hahn mehr". Bildrechte: DRA
Tamara Danz
1981 erschien im Westberliner Plattenlabel "Hansa Musik" die erste Langspielplatte der Band. Wenig später wurde sie auch in der DDR veröffentlicht: "Tanzt keiner Boogie?". "Wie lange soll ich denn hier noch sitzen bleiben? Bin ich denn hier im Altersheim?", sang Tamara Danz im Titelsong. Im gleichen Jahr wurde sie auch zum ersten Mal zur "Besten Sängerin der DDR" gekürt: "Die Rocklady Nummer 1 – Tamara Danz", hieß es bei der Verleihung des Preises. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Tamara Danz selbst erhielt aber auch noch die Auszeichnung "Sängerin des Jahres 1986". Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Anfang des Jahres 1996 erschien das Album "Paradies". "Gib mir Asyl hier im Paradies, // Hier kann mir keiner was tun. // Gib mir Asyl hier im Paradies, // Nur den Moment, um mich auszuruhn", sang Tamara Danz im Titelsong. "Paradies" war ein Album des Abschieds. Tamara Danz war schwer krank, sie hatte Krebs. Tamara Danz starb, 43-jährig, am 22. Juli 1996. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Tamara Danz in den 1980er-Jahren, als sie die berühmteste Sängerin der DDR war, die "Tina Turner des Ostens", wie es gelegentlich hieß: Laut, schrill, arrogant, kühl, manchmal vulgär … Begonnen hatte ihre Karriere eher brav 1973 … Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Erste Reihe, rechts: Tamara Danz als sogenannter "Singezahn" bei dem berühmtesten FDJ-Chor der Republik, dem "Oktoberklub". Der Titel: "Da geht's los …" Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Tamara Danz am 21. April 1973 in der Jugendsendung des DDR-Fernsehens "rund". Es war ihr erster Fernsehauftritt mit einer Rock-Kapelle. Danz, gerade 21 Jahre alt, war die "Kapellenmeise" der Horst-Krüger-Band. Sie zwitscherte "Yesterday". 1965 hatte sie eine Beatles-Platte geschenkt bekommen und sie rauf und runter gehört. Ihre Version von "Yesterday" war allerdings rockiger und schriller als die der Beatles. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
1982, in "Helgas Toppmusike", einer Unterhaltungssendung mit Helga Hahnemann, gibt die inzwischen in "Silly" umbenannte Band ein Sauflied zum Besten, das später zu einem Kultlied avancierte: "Der letzte Kunde". Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Innerhalb der Band gab es 1982 Auseinandersetzungen über die Frage, wie es musikalisch weitergehen soll: Rockmusik oder Schlager? Die Frage war entschieden, als der Texter Werner Karma einen Packen Texte vorbeibrachte. Sie bildeten nur ein Jahr später die Grundlage für das Album "Mont Klamott" ... Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Diese Songs werden in der DDR niemals veröffentlicht oder im Radio gespielt, mutmaßten Musikerkollegen und Freunde der Band. Dafür seien sie viel zu ungewöhnlich. Doch das Album erschien 1983 und Silly gelang mit ihm der Durchbruch: "Mont Klamott" wurde zur "LP des Jahres" und Tamara Danz zur "Sängerin des Jahres" 1983 gewählt. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
"Mont Klamott" war Tamara Danz’ Liebeserklärung an ihre Stadt Berlin. "Mont Klamott" nannten die Berliner liebevoll einen kleinen Berg in der Stadt, "das Dach von Berlin", wie es im Song heißt, der aus den Trümmern des 2. Weltkriegs bestand. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
1983 waren Tamara Danz und Silly bei der FDJ-Veranstaltung "Rock für den Frieden" in Dresden dabei. "Wir waren nur Staffage für die Ideologen", resümierte sie später enttäuscht. Sie sang einen Song aus der Feder von Werner Karma: "Ein Lied für die Menschen", der ein großer Erfolg in der DDR wurde. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
"Er hat’s einfach drauf", sagte Tamara Danz in einem Beitrag des "Kulturmagazins" über den Texter Werner Karma im Januar 1985. Mit ihm hatte Tamara Danz den idealen Partner gefunden. Bis zum Ende der DDR schrieb Karma Sillys Songtexte. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
In der Fernsehsendung "Sprungbrett" singt Tamara Danz im Januar 1986 den Song "Liebeswalzer" von der gleichnamigen, 1985 erschienenen LP. "Liebeswalzer" war eine leicht überarbeitete Fassung der LP "Zwischen unbefahrnen Gleisen", deren Veröffentlichung 1984 verboten worden war. Der Grund für das Verbot: SED-Chef Erich Honecker hatte eine Woche vor dem geplanten Erscheinungsdatum der LP eine Reise in die BRD abgesagt. In einer solchen Situation war es in der DDR natürlich undenkbar, eine Platte herauszubringen, die "Zwischen unbefahrnen Gleisen" hieß. Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Im Januar 1987 wurde Silly erneut zur "Band des Jahres 1986" gewählt. "LP des Jahres 1986" wurde "Bataillon d’amour", "Hit des Jahres 1986" der Song "Bataillon d'amour" … Auf dem Bild: Tamara Danz bei der Auszeichnung für die "LP des Jahres" … Bildrechte: DRA
Tamara Danz
Eine Erklärung für ihren Erfolg hätte sie selbst auch nicht, sagt Tamara Danz in einem Interview mit dem DDR-Fernsehen im Januar 1987. Wichtig sei aber auf jeden Fall: Man müsse immer nur seins machen ... Bildrechte: DRA
Alle (21) Bilder anzeigen

Renaissance der Schmalspurbahnen

Ab den 1960er-Jahren verloren Schmalspurbahnen im Osten an Bedeutung und dienten lediglich zur Personenbeförderung. Nach der Wende wurden sie restauriert, um sie der Nachwelt als technische Denkmale zu erhalten.

Die Preßnitztalbahn (Museumsbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt) im Bahnhof Schössel
Die erzgebirgische Preßnitztalbahn ist eine dampfbetriebene Museumsbahn im Stile der 1960er und 1970er Jahre. Von 1892 verkehrten Personen und Güterzüge von Wolkenstein bis Jöhstadt. Ab 1984 wurde die Preßnitztalbahn schrittweise stillgelegt und gegen den Willen der Bevölkerung abgebaut. Bildrechte: MDR/Armin-Peter Heinze
Die Preßnitztalbahn (Museumsbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt) im Bahnhof Schössel
Die erzgebirgische Preßnitztalbahn ist eine dampfbetriebene Museumsbahn im Stile der 1960er und 1970er Jahre. Von 1892 verkehrten Personen und Güterzüge von Wolkenstein bis Jöhstadt. Ab 1984 wurde die Preßnitztalbahn schrittweise stillgelegt und gegen den Willen der Bevölkerung abgebaut. Bildrechte: MDR/Armin-Peter Heinze
Die Preßnitztalbahn  (Museumsbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt) kurz vor Schmalzgrube.
Erst 1990 konnte sich die gemeinnützige "Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V." gründen. Die Vereinsmitglieder realisierten den Wiederaufbau und den Betrieb der inzwischen neun Kilometer langen Strecke, zwischen Jöhstadt und Steinbach. Die Dampfzüge verkehren an bestimmten Wochenenden und auf Charterbestellung. Bildrechte: MDR/Armin-Peter Heinze
Fichtelbergbahn
Heutiger Betreiber der Fichtelbergbahn ist die SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG). Zum Fuhrpark der SDG gehören aktuell 29 Lokomotiven. Bildrechte: Jens Klose/SDG
Die Brockenbahn vor dem Gipfel des Brocken
Der Harz wird seit 1887 von einem Schmalspurstreckennetz durchquert. Dazu gehören die Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn. Bereits 1972 wurde das gesamte Schmalspurnetz im Harz unter Denkmalschutz gestellt. Bildrechte: Dirk Bahnsen/HSB
Brockenbahn
Heute betreibt die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) das 140 km lange Streckennetz. Zum Fuhrpark der HSB gehören u.a. 25 Dampflokomotiven, sechs Diesellokomotiven, zehn Triebwagen und eine Vielzahl historischer Reisezugwagen. Bildrechte: Dirk Bahnsen/HSB
Fichtelbergbahn
Vor den Toren Dresdens, zwischen Radebeul Ost und Radeburg schnauft der dampfbetriebene "Lößnitzdackel", wie die Bahn gern bezeichnet wird, gemütlich vorbei an den Weinbergen der Hoflößnitz. Bereits 1884 wurde die Schmalspurbahnstrecke der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn mit einem Festzug eingeweiht. Bildrechte: Michael U. Kratzsch-Leichsenring/SDG
Fichtelbergbahn
Im Jahr 1920 übernahm die Deutsche Reichsbahn die Strecke. Heute wird die 16,55 Kilometer lange Strecke von der SDG betrieben. Die Dampfzüge überqueren dabei mit beschaulichen 25 km/h Höchstgeschwindigkeit 19 Brücken und einen 210 Meter langer Damm durch den Dippelsdorfer Teich. Bildrechte: Michael U. Kratzsch-Leichsenring/SDG
Fichtelbergbahn
Seit 1897 verkehrt die Fichtelbergbahn, ein dampfbetriebene Schmalspurbahn im Erzgebirge, täglich zwischen Cranzahl und dem Kurort Oberwiesenthal, der höchst gelegenen Stadt Deutschlands. Auf einer Länge von 17,35 Kilometern überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 238 Metern und überquert dabei sechs Brücken. Bildrechte: Michael U. Kratzsch-Leichsenring/SDG
Zittauer Schmalspurbahn, Haltepunkt Teufelsmühle
Bereits seit 1890 befördern die Dampfbahnen der Zittauer Schmalspurbahn Urlauber und Tagesgäste in das kleinste Mittelgebirge Deutschlands, das Zittauer Gebirge. Vom Bahnhof unweit des historischen Zittauer Stadtzentrums erreicht man die Kurorte Oybin und Johnsdorf. Bildrechte: T. Schwarze/SOEG
Zittauer Schmalspurbahn, Dampfdoppelausfahrt Bahnhof Bertsdorf.
Als besondere Attraktion kann man im Bahnhof Bertsdorf die Doppelausfahrt zweier Dampfzüge erleben. Neben den Dampfzügen haben die Zittauer Schmalspurbahnen auch einen historischen Dieseltriebwagen VT 137 322 und einen Reichsbahnzug im Fuhrpark. Bildrechte: M. Bergelt/SOEG
Döllnitzbahn
Der "Wilde Robert" wie die Döllnitzbahn liebevoll genannt wird, verkehrt auf der 20 Kilometer langen Strecke zwischen Oschatz, Mügeln und Glossen/Kemmlitz. Bereits 1874 begann mit einem Rübentransport die Eisenbahngeschichte in der Region. Bildrechte: Denise Zwicker/Döllnitzbahn GmbH
Döllnitzbahn
Der "Wilde Robert" beförderte aber nicht nur landwirtschaftliche Produkte. Bis zum Jahr 2001 transportierte er auch Kaolin, was in der Region um Kemmlitz abgebaut wird. Heutzutage können die Besucher der Strecke jeden letzten Sonntag und zu vielen Sonderfahrten und Veranstaltungen Eisbahnromatik mit der Döllnitzbahn erleben. Bildrechte: Denise Zwicker/Döllnitzbahn GmbH
Weißeritztalbahn
Die Weißeritztalbahn gilt aufgrund ihrer landschaftlichen Vielfalt als eine der schönsten Bahnstrecken Europas. Die 1883 eröffnete 26,3 km lange Strecke ist Deutschlands älteste noch im öffentlichen Betrieb befindliche Schmalspurbahn. Bildrechte: Michael Findeisen/ SDG
Weißeritztalbahn
Die Strecke beginnt in Freital-Hainsberg und führt durch den wildromantischen Rabenauer Grund, weiter entlang der Talsperre Malter bis zum Kurort Kippsdorf. Aktuell ist aber der Bahnhof in Dippoldiswalde Endstation für die Dampfbahn. Nach der Zerstörung der Strecke durch das Augusthochwasser im Jahr 2002 konnte die Strecke bis Dippoldiswalde im Jahr 2008 wieder in Betrieb genommen werden. Bildrechte: Kati Schmidt/ SDG
WEMBahn
Zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberlausitz zählt die Waldeisenbahn Muskau. Die nostalgische Kleinbahn verbindet einem Schienennetz von nur 600 mm Breite verschiedene Orte in der Muskauer Heide miteinander. Bildrechte: Olaf Urban
Archivaufnahme einer Dampflock.
Vor über 100 Jahren wurde die Bahn zum Transport von Gütern errichtet. Hier zu sehen ein Dampfgüterzug im Jahr 1976. Bildrechte: Olaf Urban
Alle (17) Bilder anzeigen
Die Preßnitztalbahn  (Museumsbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt) kurz vor Schmalzgrube.
Erst 1990 konnte sich die gemeinnützige "Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V." gründen. Die Vereinsmitglieder realisierten den Wiederaufbau und den Betrieb der inzwischen neun Kilometer langen Strecke, zwischen Jöhstadt und Steinbach. Die Dampfzüge verkehren an bestimmten Wochenenden und auf Charterbestellung. Bildrechte: MDR/Armin-Peter Heinze

Spezial-Tipps

eine Hand präsentiert Bücher
Bildrechte: colourbox
Hand an einer Maus
Bildrechte: colourbox.com