Exakt

Exakt vom 16.05.2012 : Bedrohte Tiere im Harz - Luchs kontra Mufflon

Der Luchs wurde in Deutschland ausgerottet, erst vor zwölf Jahren im Harz wieder angesiedelt und steht nun unter Naturschutz. Mittlerweile leben rund 80 Raubkatzen in freier Wildbahn, vier in einem Gehege. Sein Erfolg als Jäger könnte dem Luchs zum Verhängnis werden. Er ist nach dem Bären und dem Wolf das größte in Europa heimische Raubtier. Entsprechend groß sind seine Beutetiere, dazu gehören auch Rehe, Hirsche und Muffelwild.

Ole Anders ist offizieller Luchsbeauftragter im Harz und beobachtet die Entwicklung dieser Population.

"Der Luchs ist natürlich eine attraktive Art, der einfach spannend aussieht, das ist gar keine Frage. Eine sehr schönes Tier, wenn man so will, aber es ist auch diese Qualität als Jäger, die er nun mal hat."

Ole Anders, offizieller Luchsbeauftragter im Harz

Luchsbeauftragter mit Ortungsgerät
Ole Anders auf den Spuren des Luchses

Auf der Speisekarte des Luchses steht auch das Harzer Mufflon. Das Mufflon selbst ist ein Import aus Korsika, erst seit rund 100 Jahren im Harz heimisch und, wie der Luchs, ein Touristenmagnet. Nun schwinden offenbar seine Bestände. Das sehen die einheimischen Jäger gar nicht gern und machen dafür den Luchs verantwortlich. Sie würden die Raubkatze gern auf der Abschussliste sehen. Der Luchsbeauftragte Ole Anders dagegen hält den Luchsbestand nach wie vor für schützenswert. Keine leichte Entscheidung: Luchs kontra Mufflon.

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2014, 18:59 Uhr

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