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Exakt vom 22.02.2012 : Voodoo Glaube – wie junge Nigerianerinnen in Deutschland zur Prostitution gezwungen werden

Schamanin

Ein Job in Europa – für viele junge Nigerianerinnen mehr als verlockend. Denn: im bevölkerungsreichsten Land Afrikas lebt mehr als die Hälfte aller Einwohner in extremer Armut. Deswegen lassen sich immer häufiger junge Nigerianerinnen auf einen verhängnisvollen Deal ein: Ein Schlepper soll sie nach Europa bringen.

Das Prinzip ist einfach. Nach einer Juju-Zeremonie in Nigeria schleust ein Menschenhändler die Frauen nach Europa, verlangt mindestens 40.000 Euro für ein angeblich besseres Leben. Die Schulden soll das Opfer dann in Deutschland zurückzahlen – und zwar als Zwangsprostituierte. Wer sich weigert, dem droht ein Juju-Fluch. Das bedeutet es drohen Strafen und Krankheiten für die jungen Frauen und ihre Familien, sollten sie den Bann brechen.

Deshalb beginnt nach ihrer Ankunft in Europa beginnt für viele der Nigerianerinnen ein Alptraum auf dem Straßenstrich. Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt gehen Frauen unter dem Einfluss von Voodoo-Schwüren anschaffen. Bis zu 100.000 Frauen sind Schätzungen zufolge europaweit schon Opfer dieses Menschenhandels geworden.

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2012, 22:55 Uhr

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