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FAKT | Das Erste | 06.12.2011 | 21:45 Uhr : Löcknitz: Zuwanderungsparadies und NPD-Hochburg

Löcknitz ist ein kleiner Ort in Mecklenburg-Vorpommern mit einer hohen Zuwanderungsrate. Vor allem Polen kommen in die Gemeinde an der deutsch-polnischen Grenze, um dort zu leben und zu arbeiten. Allerdings begegnen viele Deutsche den neuen Einwohnern mit Misstrauen. Das schlägt sich auch bei der Zustimmung für die NPD nieder, die bei Wahlen in Löcknitz so stark ist wie in kaum einem anderen Ort in der Region.

Stadtansicht von Löcknitz
Löcknitz liegt etwa auf halber Strecke zwischen Pasewalk und dem polnischen Stettin.

Löcknitz liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald, nahe der Grenze zu Polen. Das polnische Szczecin (Stettin) ist nicht weit. Etwa 3.000 Menschen leben in Löcknitz. Fast jeder Zehnte ist inzwischen Pole. Sie wohnen in den sonst leerstehenden Plattenbauwohnungen oder haben sich eigene Häuser gebaut. Zum Arbeiten fahren viele Polen nach Szczecin. Andere haben in ihrer neuen Heimat Unternehmen gegründet und sorgen so für höhere Steuereinnahmen. Die Kinder gehen in die Krippe oder den deutsch-polnischen Kindergarten. Außerdem gibt es in Löcknitz eine Grundschule, eine Regionale Schule, eine Förderschule und ein deutsch-polnisches Gymnasium. Für Bürgermeister Lothar Meistring ist klar, dass er diese Infrastruktur auch den polnischen Einwohnern zu verdanken hat. Er unterstützt deshalb die Zuwanderung nach vollen Kräften.

"Ich bin kein Blinder. Ich weiß, dass hier unsere Chance liegt."

Lothar Meistring, Bürgermeister von Löcknitz

NPD hat großen Zulauf

Doch nicht jeder im Ort scheint das genauso zu sehen. Das zeigt sich unter anderem an den Wahlergebnissen der rechtsextremen NPD. Bei der Landtagswahl in diesem Jahr erhielt die NPD 20,8 Prozent der Zweitstimmen. Auch im Gemeinderat ist sie vertreten.

Integration beginnt im Kleinen

Europaschule Deutsch-Polnisches Gymnasium steht auf einem Aufsteller
Im Gymnasium lernen Deutsche und Polen zusammen.

Ein Paradebeispiel für Integration ist Löcknitz also noch nicht. Dass das Zusammenleben von Deutschen und Polen in Löcknitz aber im Kleinen schon funktioniert, zeigt das Beispiel, das eine Gymnasiastin in FAKT schildert. Sie erzählt, dass polnische Nachbarn ihrer Familie einmal ohne großes Aufheben geholfen haben. Die Polen seien extrem hilfsbereit gewesen. Auch am Gymnasium selbst funktioniert das Zusammenspiel von Schülern aus Deutschland und Polen meist reibungslos. Schülersprecherin Jessica zufolge haben viele junge Deutsche längst ein gutes Verhältnis zu den Polen.

Karte von Löcknitz
Drei Männer unterhalten sich auf einer Baustelle
FAKT

Kein Austausch, keine Kommunikation

Löcknitz ist ein Musterstädtchen der Integration - in dem aber 20 Prozent die NPD wählen. Buchautor Steffen Möller zeigt uns das polnisch-deutsche Verhältnis.

06.12.2011, 21:45 Uhr | 06:08 min

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2011, 22:53 Uhr

7. Erwin G.:
Ist der Bericht ist eine (absichtliche?) Falschdarstellung unseres schönen Ortes mit seinen vielen fleißigen Menschen,die hier gern leben. Das Betreute Wohnen entsteht ca. 100m vom Amtsgebäude (Dorfmitte) entfernt!Für polnische Unternehmen ist Made in Germany ein gutes Label für den Verkauf. Über den Mangel an Gästen klagt jeder Gastronom in Vorpommern. Die Meinung der wenigen im Beitrag, ist nicht die der Löcknitzer Bürger! So wie wir "Deutschen" miteinander Probleme haben, gibt es sie auch zwischen Deutschen und Polen. Polen fühlen sich wohl in Löcknitz und Umgebung. Ohne polnische Ärzte wäre das Pasewalker Krankenhaus nicht betriebsfähig. Zeigen Sie die Welt wie sie ist und nicht wie es Ihrer Redaktion oder dem politischen Wohlwollen gerade in den Kram paßt. Wenn andere Dokumentationen im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen genau so gestrickt werden, und dieser Gedanke drängt sich immer mehr auf, bleibt wohl nur noch Pay TV.
08.12.2011
20:48 Uhr
6. K.-P. Knollet:
Der Beitrag aus Löcknitz war einfach nur eine Unverschämtheit! Wie sowas überhaupt ins öffentlich-rechtliche Programm kommen kann, ist völlig unverständlich. Eine durch und durch tendenziöse Darstellung: In deutschen Kindergärten wollen mehr polnische Kinder deutsch lernen als deutsche Kinder polnisch, wie überraschend! Die Deutsche wollten sich vor der Kamera nicht äußern! Warum wohl nicht??? Wer schlechte Erfahrungen im Umgang mit Ausländern, egal welcher Nationalität, äußert, wird doch sofort als Nationalsozialist dargestell. Und die wichtigste Frage wurde zur Vorsicht erst gar nicht erörtert: Warum kommen denn so viele Polen nach Löcknitz, um dann zur Arbeit nach Stettin zu fahren oder in polnischen Betrieben vor Ort zu arbeiten, in denen keine Deutschen eingestellt werden! Ein wirklich gelungenes Beispiel für Integration, und ein hervorragend ausgewogener Beitrag, weiter so! Fragt sich nur, was mit derartigen Ausstrahlungen bezweckt werden soll!?
08.12.2011
15:29 Uhr
5. Manu S:
Was bitte ist denn das für ein schwachsinniger Beitrag. Ich arbeite in Löcknitz und kenne die Situation. Warum gehen denn die Deutschen nicht in die Kneipe, weil sie kein Geld dafür haben. Aber das wird als Ablehnung genommen, aber ich habe dort auch keinen Polen gesehen. Über den Bürgermeister braucht man ja wohl kein Wort verlieren, der geht sogar mit den Polen zu den Ämtern und beatragt Sachen, die der Deutsche meist gar nicht kennt. Das würde er mit uns nicht machen. Meistring hat den Blick für die Gesamtheit längst verloren. Und warum will sich niemand dazu äußern, wenn man die Wahrheit ausspricht und sagt was man denkt wird man immer gleich als Nazi bezeichnet. Man traut sich doch schon gar nicht mehr irgend etwas gegen die Polen zu sagen, weil man dann immer gleich rechtsorientiert ist. Dieser Beitrag Sch.... nur schön verpackt!!! Und wie immer sind die Deutschen schuld. Schon mal den Fehler bei den Polen gesucht!!!
07.12.2011
19:09 Uhr
4. Andreas Kapitzke:
Selten solch ein Mist im Bezahlfernsehen gesehen wie den Beitrag über Löcknitz. Da beschwert sich ein polnischer Bauunternehmer und Kneiper, daß seine Kneipe leer bleibt und greift gleich zur Nazikeule. Und der Redakteur kommt nicht auf die Idee, mal im "Fuchsbau" und im "Wanja" nachzuschauen, ob dort Deutsche ihr Bier trinken. In Löcknitz gibt es inoffiziell 30% Arbeitslose (mit Hartz und Umschulung), wer soll da noch in die Kneipe gehen!? Und wo sind SEINE polnischen Landsleute, die auch nicht in seiner Kneipe saßen? Hauptsache gleich behaupten, Löcknitz sei Rechts...und alle Löcknitzer NPD Sympatisanten... Andreas Kapitzke (Rothenklempenow)
07.12.2011
17:20 Uhr
3. Don.Corleone:
In Deutschland wird D E U T S C H gesprochen -------------- Das ist doch wohl das selbstverständlichste von d.Welt ! Nich wir müssen uns anpassen ,, Nein: Es ist ganau umgekehrt ,, wer das nicht möchte, kann gerne v.d. sozialen futtertrögen fernbleiben .........
07.12.2011
10:33 Uhr
2. Andreas Krause:
Wie schade, dass manche Eltern in Löcknitz nicht wollen, dass ihre Kinder Polnisch lernen. Jede Sprache ist ein Schatz, auch wenn man sie nicht volkommen beherrscht. Wie schade, dass der Weg zur deutsch-polnischen Freundschaft im Alltag noch so weit ist!
07.12.2011
00:39 Uhr
1. Günter Rehkate:
Ich finde den Bürgermeister der besagten Ortschaft ist ein toller Typ. Das nenne ich wahre Völkerverständigung. Bravo weiterso. Günter Rehkate.
06.12.2011
22:34 Uhr

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