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MDR SACHSEN - Das Sachsenradio: Sachsen-Nachrichten um 3:30 Uhr

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Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt im Dezember zurück

Sachsens Ministerpräsident Tillich gibt im Dezember seine Ämter als Regierungschef und als CDU-Landesvorsitzender auf. Das kündigte er auf einer Pressekonferenz an. Dabei sagte er, für eine gute Zukunft Sachsens seien neue Antworten wichtig. Er werde seiner Partei vorschlagen, den jetzigen Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, zum neuen Landeschef zu wählen. Er wünsche sich auch, dass Kretschmer neuer Ministerpräsident wird, sagte Tillich. - Mit dem Wechsel zieht er die Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl. Dabei hatte die Partei weniger Stimmen erhalten als die sächsische AfD. Tillich ist seit Mai 2008 Regierungschef in Sachsen.


Reaktionen auf den Rücktritt von Tillich

Der angekündigte Rücktritt von Ministerpräsident Tillich hat in Sachsen unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Seine eigene Partei zeigte sich überrascht. CDU-Fraktionschef Kupfer sagte, alle seien erstmal geschockt und sprachlos gewesen. Tillich habe aber Größe gezeigt und Verantwortung für das Ergebnis der Bundestagswahl übernommen. SPD-Chef Dulig, der zugleich stellvertretender Ministerpräsident ist, nannte den Schritt konsequent. Schließlich habe Tillich nach der Bundetagswahl gesagt, ein Weiter-so könne es nicht geben. Allerdings stehe unter dem Koalitionsvertrag die Unterschrift Tillichs. Zunächst und vor allem müsse geklärt werden, inwiefern ein derartiger personeller Wechsel Konsequenzen für die inhaltliche Arbeit von CDU und SPD in Sachsen habe, forderte Dulig.


Gemkow: 100 Gefangene wieder zurück in die Heimatländer geschickt

Aus sächsischen Gefängnissen sind seit dem Sommer 100 Ausländer in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden. Justizminister Gemkow sagte MDR SACHSEN, es handele sich um 75 Häftlinge aus arabischen Staaten und um 25 aus Polen, Tschechien und anderen EU-Ländern. Durch die Rückführung solle die Lage in den Gefängnissen verbessert werden. Nach Aussage des Ministers hat sich der Ausländeranteil in den sächsischen Haftanstalten in den vergangenen drei Jahren auf 28 Prozent verdoppelt. Viele Gefangene aus muslimischen Ländern würden dem Personal große Schwierigkeiten bereiten, weil sie rücksichtslos gegenüber sich selbst und anderen seien.


Leipziger Stadtrat stimmt Stadion-Verkauf zu

Der Leipziger Stadtrat hat dem Verkauf des Stadions zugestimmt. Der bisherige Eigentümer Michael Kölmel kann damit seine Anteile an die Red Bull GmbH und den Verein RB Leipzig verkaufen. Auch die Stadt Leipzig übernimmt sechs Prozent. Der Verkaufspreis soll rund 70 Millionen Euro betragen. Damit kann auch der Umbau des Stadions beginnen. Die Red Bull Arena soll ab dem kommenden Jahr auf bis zu 57.000 Plätze erweitert werden.


Nächste Pokalrunde für SC DHfK Leipzig

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich für das Viertelfinale des DHB-Pokals qualifiziert. Die Mannschaft siegte auswärts gegen Melsungen 27 zu 22.

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 03:40 Uhr