ARD-Programmwerkstatt 2017
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zukunft dokumentarischer Produktionen Themen und Ablauf der ARD-Programmwerkstatt

Wir freuen uns, Sie am 1.11.2017 ab 8.30 Uhr zur Programmwerkstatt auf dem MDR-Gelände im Leipziger Süden begrüßen zu können.

Nach einer Einführung durch die Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks, Frau Prof. Dr. Karola Wille, beginnen wir um 9.30 Uhr mit den vier parallel stattfindenden Werkstätten. Nach einem Mittagsimbiss, zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen, werden in einem abschließenden gemeinsamen Plenum die Ergebnisse präsentiert.

ARD-Programmwerkstatt 2017
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ablauf der Programmwerkstatt
Uhrzeit  
08:30 Uhr Einlass und Anmeldung im Hochhausfoyer
09:00 Uhr Begrüßung Frau Prof. Dr. Karola Wille
(Konferenzbereich 13. Etage)
09:30 Uhr Beginn der parallel stattfindenden Werkstätten
  Werkstatt 1: Digitaler Content und Produktionsstrukturen im Wissensbereich
  Werkstatt 2: Große Dokus für kleines Geld?
  Werkstatt 3: Langer Dokumentarfilm
  Werkstatt 4: Keine Kohle für kritische Stoffe?
Über den Umgang mit Recherchen und investigativen Themen
12:30 Uhr Mittagsimbiss
(Konferenzbereich 13. Etage)
13:00 Uhr Blitzlichter-Gemeinsames Plenum:
Präsentation wesentlicher Erkenntnisse aus den Werkstätten und Abschlussdiskussion
(Konferenzbereich 13. Etage, Moderation: Steffen Grimberg)
14:00 Uhr Ende

Themen der Programmwerkstatt

Werkstatt 1: Digitaler Content und Produktionsstrukturen im Wissensbereich

Die Medien und ihre Nutzung erleben einen dramatischen Wandel. Dies trifft die verschiedenen Inhalte und Genres in unterschiedlichem Tempo und mit unterschiedlicher Wucht. Der Bereich Wissen und Bildung ist in besonderer Weise von der Medienentwicklung tangiert. Gerade der Ausbau digitaler Medien bietet viele Chancen für mehr Diversifizierung der Angebote, aber auch für die Entwicklung völlig neuer Formate und neuer Zugangsmöglichkeiten zu den Nutzern. Wie entwickelt sich der "Markt", welche medialen Zukunftsszenarien gibt es für das Themenfeld Wissen und Bildung? Wie stellen sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf die neuen Entwicklungen ein? Was bedeutet das für die Produzenten? Wie sieht die Finanzierung aus und geht diese zu Lasten der linearen Programme?

Moderatoren:

Werner Reuß BR, PB-Leiter Wissenschaft, Bildung, Geschichte
Dagmar Biller Geschäftsführerin TANGRAM International GmbH und Vorstandsmitglied der Produzentenallianz

Werkstatt 2: Große Dokus für kleines Geld?

Produzenten und Redakteure sind sich schnell in einem Punkt einig, wenn es um Dokumentationen geht: Höchste Qualität soll dem Zuschauer geboten werden. Und alle wollen den Programmerfolg. Das gilt für die unterschiedlichsten Sendeplätze, vom Slot im Dritten bis zur Produktion für Arte oder Das Erste.

Doch dann beginnen sie, die oft zähen Kalkulationsverhandlungen. Die finanziellen Möglichkeiten des Senders stehen oft im Widerspruch zu den hohen Erwartungen an den Produzenten. Das Eckpunktepapier hat Wege gewiesen, wie Kalkulationen sich stärker der Realität annähern können. Wie funktioniert EPP 2.0 in der Praxis?

Oft reicht das alles aber nicht, um ambitionierte große Produktionen auf den Weg zu bringen. Ein Ausweg: Internationale Ko-Finanzierungen. Doch sind die Ansprüche der Sender an Inhalt, Dramaturgie und Formatvorgaben mit Netflix, BBC und Co. vereinbar? Und überlassen die Sender den Produzenten ausreichend Rechte um mit Gewinn koproduzieren zu können?

Moderatoren:

Dr. Ulrich Brochhagen MDR, HR Information, Redaktionsleiter Bereich Geschichte, Dokumentationen und Osteuropa
Gunnar Dedio Geschäftsführer der LOOKSfilm-Gruppe

Werkstatt 3: Langer Dokumentarfilm

Im vergangenen Jahr hat sich die Programmwerkstatt Dokumentarfilm mit einer Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes und der Rahmenbedingungen im Bereich langer Dokumentarfilm beschäftigt. Nun möchten wir einen Schritt weiter gehen und ganz konkret Anforderungen und Sachlagen diskutieren und vertiefen - von der Anzahl und Analyse von Sendeplätzen über programmliche Erwartungen an den Dokumentarfilm- von Möglichkeiten, schneller und mehr Gelder für Stoffentwicklung zu bekommen bis hin zur Umsetzung des Eckpunktepapieres in Bezug auf die KEF-Töpfe. Hinzu kommen Themen wie Kinosperre  bei  Kino-Koproduktion und ganz generell: Wie können die Produktionszeiten langer Dokumentarfilme verkürzt werden und die Stoffe dadurch besser in der Zeit stehen?

Moderatoren (wie bei der letzten Programmwerkstatt):

Kai Henkel SWR, Redaktionsleiter Kultur & Gesellschaft  
Birgit Schulz Geschäftsführerin Bildersturm-Filmproduktion Köln  

Werkstatt 4: Keine Kohle für kritische Stoffe? Über den Umgang mit Recherchen und investigativen Themen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird vor allem an seinen gründlich recherchierten, investigativen, journalistischen Inhalten gemessen. "Informativ, relevant, kritisch" ist die Zielsetzung.

Sowohl auf Senderseite als auch auf Produzentenseite sind die dafür notwendigen Ressourcen Geld und Zeit knapp geworden. Freiberufliche Filmhersteller beklagen, es lohne sich nicht mehr, für journalistisch hochwertige, investigative Filme "in den Ring zu steigen". In Folge bemängeln Redakteure, zu wenige gute Programmvorschläge für nachhaltige und investigative Formate zu erhalten.

Wie können wir gemeinsam Sorge dafür tragen, dass sich investigative Inhalte wieder lohnen? Was brauchen Redakteure, Regisseure und Produzenten, um öffentlich-rechtliche Filme zu produzieren, die Zuschauer in ihrer Qualität überraschen, Aufsehen erregen und einen öffentlichen Diskurs anregen? Was motiviert auch junge Kollegen, sich schwierigen Inhalten zu widmen? Ein offenes und ehrliches Brainstorming mit Werkstatt-Charakter, an dessen Ende konkrete, gemeinsame Ergebnisse stehen sollen.

Moderation:

Britta Windhoff WDR, Redaktionsleiterin für Dokumentarische Formate/Politik und Zeitgeschehen  
Susanne Stenner Geschäftsführerin Stennerfilm und Mitglied AG DOK  
Anne Kathrin Thüringer Freie Regisseurin, Produzentin, Moderatorin, Mitglied der AG DOK  

Kontakt bei Fragen

Kontakt bei Fragen

Tel.: +49 341 300 6487 oder -9191
E-Mail: programmwerkstatt2017@mdr.de

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2017, 10:00 Uhr