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Heute im Osten

Station einer KarrierePutin in Dresden

Stand: 19. Oktober 2016, 11:54 Uhr

Die wichtigsten Aufenthaltsorte von Wladimir Putin in Dresden 1985-1990

Putin und seine Frau Ljudmila bekamen 1985 ihr erstes Kind Mariya. Kurz darauf zogen sie nach Dresden. Dort wurde 1986 die zweite Tochter Katerina geboren. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Dresden, Angelikastraße 4 In der Villa in der Angelikastraße 4 saß zu DDR-Zeiten der KGB. Dort arbeitete von 1985 – 1990 Wladmir Putin. Als die aufgebrachte Dresdner Menge nach dem Stasigebäude auch das KGB-Gebäude stürmen wollte, soll Putin in Zivil neben sowjetischen Soldaten mit Maschinengewehren gestanden und gesagt haben: "Ich bin Soldat bis zum Tod". Daraufhin zog sich die Menge zurück. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dresden, Radeberger Straße 101 In diesem Viertel wohnte Putin mit seiner Familie. Bildrechte: imago/Sven Ellger
Die Putins wohnten in einer typischen DDR-Platte. Ihre Wohnung hatte zweieinhalb Zimmer. Die zweite Tochter Katja wurde in Dresden geboren. Die beiden Töchter besuchten dort Kinderkrippe und Kindergarten. Bildrechte: imago/Bernd Friedel
Dresden, Hauptstraße 35 Ein regelmäßiger Kneipengänger war Putin nicht. Aber er war immer mal in der Gaststätte "Am Thor" hier am Albertplatz zu Gast. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dresden, Jägerpark 12 Am Sportplatz am Jägepark soll Putin mit den deutschen Kollegen der Stasi regelmäßig Fußball gespielt haben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Moritzburg, Schloßallee Fischen ging der heute Präsident wohl damals schon gern. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" konnte man Putin ab und an in Moritzburg beim Angeln treffen. Bildrechte: imago/alimdi
Dresden, Angelikastraße 4 In der KGB-Villa gab es auch eine Sauna. Bevor die KGB-Mitarbeiter 1990 ihren Standort in Dresden verließen, verbrannten sie so gut wie alle wichtigen Dokumente. Die Anleitungen zum richtigen Saunieren ließen sie dort: Kein Alkohol in der Sauna, dafür Saft, Tee und Obst. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Brauerei in Radeberg Das ostdeutsche Bier hatte es Wladimir Putin angetan: "Wir fuhren regelmäßig in das kleine Örtchen Radeberg, wo sich eine der besten Brauereien Ostdeutschlands befindet," erinnert sich Putin. Nach eigenen Angaben trank er wöchentlich gut drei Liter Bier.

(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR um Zwölf | 11.10.2006 | 12:00 Uhr.)
Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Von 1985 bis 1990 war Putin als KGB-Agent in der ehemaligen DDR tätig. Gemeinsam mit fünf anderen russischen Offizieren saß er in der Dresdner KGB-Zentrale in der Angelikastraße 4, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Stasi-Zentrale befand. Was genau er in Dresden machte, weiß man bis heute nicht. Aber die fünf Jahre in der DDR, als er noch ziemlich am Anfang seiner Karriere stand, können durchaus prägend für ihn gewesen sein. Die Verbindung zu Land und Sprache war immerhin so stark, dass er seine Töchter nach der Rückkehr nach Moskau dort an die deutsche Schule schickte. Wir haben die Spuren Putins in Dresden verfolgt.

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