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Wo kann man im Thüringer Wald Urlaub machen?

Das hängt ganz davon ab, welche Art von Urlaub gesucht wird. Wollen Gäste die Natur erleben? Dann sind das Unesco-Biosphärenresevat und der Naturpark Thüringer Wald gute Adressen. Für Wanderer sind zahlreiche maßgeschneiderte Touren im Angebot - am bekanntesten sind die Wanderungen entlang des 170 Kilometer langen Rennsteigs.

Wollen Sie sich etwas Gutes tun und suchen Erholung? - Dann sind Kurorte wie Friedrichroda, Bad Tabarz oder Masserberg gute Adressen. Wer's sportlich mag, kann mit dem Mountainbike den Rennsteig erkunden, in Bikeparks den Abhang hinunter fahren oder im Winter die Skiangebote testen. Kulturell laden rund um den Thüringer Wald zahlreiche Museen ein.

Was können Urlauber im Thüringer Wald unternehmen?

Ob im Sommer oder im Winter - der Thüringer Wald bietet für jeden etwas, der einerseits Natur und Ruhe, andererseits aber auch Sport und Bewegung sucht. Im Sommerhalbjahr hoch im Kurs stehen: Wandern, Radfahren, Nordic Walking, Wassersport, Klettern, Mountainbiking und Downhill sowie einige Großveranstaltungen wie der Rennsteiglauf - Europas größter Crosslauf mit 15.000 Teilnehmern.

Im Winterhalbjahr laden mehr als 30 Orte ein zu Langlauf, Abfahrt, Rodeln und Winterwandern. Aber auch abenteuerliche Angebote wie Skispringen, Bobfahren, Snow-Mobiltouren oder Winterfahrten mit dem Mountainbike gibt es.

Wie wichtig ist Wintersport für den Thüringer Wald?

Der Wintersporttourismus hat eine wichtige Bedeutung in der Vermarktung des Thüringer Waldes. Weltcups im Biathlon und Rennrodeln in Oberhof sind Aushängeschilder für den Freistaat Thüringen. Aus der ganzen Welt besuchen Jahr für Jahr Sportfans und Weltklasseathleten den Thüringer Wald. 2023 werden in Oberhof die Weltmeisterschaften im Biathlon und Rennrodeln ausgetragen.

Auch viele Thüringer Athleten gehören zur Weltspitze im Wintersport. Thüringen hat damit nicht nur einen außerordentlichen Ruf in der Szene, die Events bescheren dem Freistaat auch viele Gäste und dem Tourismus entsprechende Einnahmen.

Im Bereich Breiten- und Massensport bieten zahlreiche Orte im Thüringer Wald Langlauf, Abfahrt, Rodeln und vieles mehr an. Für den Wintertourismus in Thüringen spielt der Thüringer Wald somit eine zentrale Rolle - auch wenn dort in den Sommermonaten im Schnitt mehr Gästeübernachtungen gezählt werden als im Winter.

Was für Wintersport ist im Thüringer Wald möglich?

Langlauf, Abfahrt und Rodeln - für Beginner und Fortgeschrittene findet sich im Thüringer Wald ein Platz, vorausgesetzt es liegt tatsächlich Schnee. Die Aktivregion Rennsteig bietet insgesamt 655 Kilometer Loipen, über 1.000 Kilometer Skiwanderwege und 540 Kilometer Winterwanderwege. Allein der Rennsteig-Skiwanderweg gilt mit 142 Kilometern Länge als längster Fernskiwanderweg Mitteleuropas. Außerdem verteilen sich 30 Liftanlagen, zwei Funparks, 49 Rodelbahnen und vier Snowtubinganlagen über den Thüringer Wald.

Außerdem werden in den über 30 Wintersportorten Eisklettern, Snow-Biken, Snowmobil-Fahren, Snowkiten, Ice-Rafting, Skifliegen und organisierte Schlittenfahrten angeboten. Einen Überblick über die einzelnen Regionen gibt es unten auf unserer interaktiven Karte.

Wo liegt im Thüringer Wald Schnee?

Für Wintersportler war die Saison 2019/20 alles andere als erfreulich. Aufgrund von Schneemangel erlebten einige Orte einen winterlichen Totalausfall: Skilifte standen still, Loipen wurden nicht gespurt.

Thüringenweit fällt im Thüringer Wald und insbesondere in den Kammlagen dennoch der meiste Schnee. Aufgrund seiner geografischen Lage und Höhenlage bietet die Region östlich von Oberhof die besten Wintersportbedingungen, da es dort besonders niederschlagsreich ist. Zu diesen wichtigen Wintersportgebieten zählen neben Oberhof unter anderem Gehlberg, Masserberg, Schmiedefeld am Rennsteig, Neuhaus am Rennweg und Steinach.

Weniger Schnee liegt meist in den nicht ganz so hochgelegenen Gebieten westlich von Oberhof. So waren in einigen Orten wie in Steinnach-Hallenberg in dieser Saison nur Skiwanderungen möglich. Wintersport ist aber auch dort wichtig. Ein Beispiel ist Brotterode-Trusetal und das Skispringen beziehungsweise die dortige Inselbergschanze. Eine Übersicht über aktuelle Schneehöhen finden Sie hier.

Wie schneesicher ist der Thüringer Wald?

Der Klimawandel macht vor den Wintergebieten in den Mittelgebirgen nicht Halt. Die deutschen Mittelgebirge gelten keinesfalls als schneesicher - auch der Thüringer Wald nicht. Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Tage mit Schneehöhen von mindestens 30 Zentimetern seit Anfang der Siebzigerjahre zurückgegangen sind.

Zuletzt lag im Thüringer Wald im Schnitt an nur weniger als 40 Tagen mindestens 30 Zentimeter Schnee - wobei dies von Ort zu Ort variiert. Für alpinen Wintersport sind auf dem Hang rund 30 bis 40 Zentimeter Schnee nötig. Im Langlaufbereich sind es mindestens 15 bis 25 Zentimeter Schnee.

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