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Echter gläserner Christbaumschmuck wird in Lauscha auch heute noch von Hand hergestellt. Bildrechte: dpa

Internationales Jahr des GlasesGlaskunst in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entdecken

Stand: 30. März 2022, 16:17 Uhr

Die Vereinten Nationen haben 2022 zum "Internationalen Jahr des Glases" ausgerufen. Seit vier Jahrtausenden begleitet das durchsichtige Material die Menschen und ist auch in der Kunst nicht mehr wegzudenken. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen blickt Glaskunst auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Ob in Lauscha, Derenburg oder in der Lausitz: Diese Glasbläsereien, Manufakturen und Museen sind einen Ausflug wert. Eine Auswahl.

SACHSEN

Weißwasser: Glasmuseum

Das Glasmuseum befindet sich in der Villa der Unternehmerfamilie Gelsdorf, die seit 1877 eine Glashütte in Weißwasser betrieb. Heute zeigt das Museum die Geschichte der Lausitzer Glasindustrie anhand von über 60.000 Exponaten. Darüber hinaus informiert die Dauerausstellung über die Bedeutung von Glas für Wissenschaft und Technik und gibt einen Einblick in historische Werkstätten und Werkzeuge zur Glasherstellung, -verarbeitung und -veredlung.

Besondere Hingucker im Glasmuseum sind Ausstellungsstücke bedeutender Designer wie Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) und Friedrich Bundtzen (1910-1989).

Im Glasmuseum in Weißwasser ist eine alte Schleifwerkstelle ausgestellt. Überhaupt lässt sich in dem Haus der aufwändige Glas-Herstellungsprozess anhand historischer Objekte gut nacherleben. Bildrechte: dpa

Mehr InformationenGlasmuseum Weißwasser
Forster Straße 12
2943 Weißwasser

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr
Samstag: 13 bis 17 Uhr
Sonntag und Feiertag: 13 bis 17 Uhr

Im Glasmuseum Weißwasser gilt die 2G-Regel sowie die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Görlitz: Oberlausitzer Schauglashütte

In der Oberlausitzer Schauglashütte in Görlitz kann man Glasmacherinnen und Glasmachern bei ihrem Handwerk über die Schulter schauen. Auf Anfrage finden regelmäßig Schauvorführungen statt. Unter anderem kann man sich hier über historische Glasobjekte wie das "Goethebarometer" informieren.

Der älteste Luftdruckmesser der Welt soll im 8. Jahrhundert nach Christus von den Mauren in Spanien mitgeführt worden sein. Seinen Namen trägt das Wetterglas, da ein solches in Goethes Nachlass gefunden wurde. In der Oberlausitzer Schauglashütte wird es noch heute nach historischem Vorbild gefertigt. Besucherinnen und Besucher können sich ein eigenes Souvenir aus Glas herstellen.

Mehr InformationenOberlausitzer Schauglashütte
Schwarze Straße 6
02826 Görlitz

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Leipzig: Glasbläserei im Werk 2

In der Glasbläserwerkstatt im soziokulturellen Zentrum Werk 2 im Leipziger Süden können interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Einblick in das Kunsthandwerk bekommen. Dabei wird Wissenswertes über die Geschichte des Glases vermittelt. Nach der Theorie kommt die Praxis: Im Beisein eines Glasbläsers können Besucherinnen und Besucher selbst kreativ werden und im Rahmen der regelmäßig angebotenen Workshops Kugeln, Vasen oder die sehr beliebten Flaschenteufel aus Glas gestalten.

Ein so genannter "Cartesischer Taucher", auch als "Flaschenteufel" bekannt. Bildrechte: dpa

Mehr InformationenGlasbläserei
Kochstraße 132
(Eingang Cammerspiele)
04277 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag und Freitag: 10 bis 16 Uhr
Mittwoch und Donnerstag: 14 bis 20 Uhr

Leipzig: "Gläserne Steine" im Grassi-Museum

Im GRASSI - Museum für Angewandte Kunst ist aktuell die Sonderausstellung "Gläserne Steine" von Kai Schiemenz zu sehen. Für die Schau hat der in Berlin lebende Künstler zehn freistehende Glasskulpturen sowie drei Wandarbeiten ausgewählt. Die gläsernen Kunstobjekte sind von Steinbrüchen inspiriert und muten auf den ersten Blick wie kostbare Schätze aus dem Erdinneren an. Seine Arbeiten zeigt Schiemenz in Korrespondenz zu Objekten des Naturkundemuseums Leipzig, Stücken aus den Sammlungen Goethes, des Leipziger Juweliers Ernst Treusch und von Fritz Schiemenz' – Mineraloge und Vater des Künstlers. Außerdem überrascht die Sonderausstellung mit Arbeiten der Schmuckgestalterin Jil Köhn, deren Stücke an Steinformen erinnern.

Blick in die Ausstellung "Gläserne Steine. Kai Schiemenz" Bildrechte: Raumansicht / Foto: Felix Bielmeier

Losgelöst von der Sonderausstellung beherbergt das Museum noch viele weitere Kunstwerke aus Glas. Ein Blick in die Online-Datenbank offenbart wertvolle Ziergläser, Pokale und Vasen aus dem Bestand.

In der Leipziger Ausstellung "Gläserne Steine" – Glaskunst von Kai Schiemenz

Kai Schiemenz, Steine II, 2016, Glas, 15,5 x 17,5 x 72 cm Bildrechte: courtesy Galerie/ART Leipzig/Berlin/Uwe Walter
Kai Schiemenz, Coloured Cut-In V, 2016, Glas, 56 x 22 x 13 cm Bildrechte: courtesy Galerie/ART Leipzig/Uwe Walter
Kai Schiemenz, Tumalin, 2019, Glas, 60 x 19 x 17 cm Bildrechte: courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Otto Felber, Berlin
Kai Schiemenz, Steine III, 2016, Glas, 66,5 x 29 x 19 cm Bildrechte: courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Berlin
Kai Schiemenz, Säule I, 2016, Glas, 112 x 24 x 23 cm Bildrechte: courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Berlin
Kai Schiemenz, Crystal Chamber, 2013, Glas, 22 x 21 x 34 cm, Auflage von 3, Privatsammlung Bildrechte: courtesy Galerie/ART Leipzig/Uwe Walter
Blick in die Ausstellung "Gläserne Steine. Kai Schiemenz" Bildrechte: Raumansicht / Foto: Felix Bielmeier
Kai Schiemenz, Steine IV, 2016, Glas, 18,5 x 21 x 39 cm Bildrechte: courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Berlin
Kai Schiemenz, Shard, 2013, Glas, 22 x 13 x 11,5 cm, Privatsammlung Bildrechte: courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Berlin

Mehr InformationenGRASSI - Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5–11
04103 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 18 Uhr 10–18 Uhr

Sonderausstellung "Gläserne Steine": Bis 3. April 2022

Bis zum 29.01.2022 sind Arbeiten von Kai Schiemenz ebenfalls in der Ausstellung "Kolk" der Leipziger Galerie EIGEN + ART zu sehen.

Leipzig: Bildhauer Carl Bens im Atelier besuchen

Der 1987 im brandenburgischen Schwedt geborene Künstler schätzt das Material Glas besonders wegen seiner vielfältigen Erscheinungsformen. Als Meisterschüler machte er seinen Abschluss an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Seine Werke waren schon im GRASSI - Museum für Angewandte Kunst in Leipzig sowie auf der Kunst/Mitte-Messe für zeitgenössische Kunst in Magdeburg zu sehen. 2021 erhielt er den Sonderpreis der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Über den Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst e.V. können Besucher und Besucherinnen ausgewählte Studios und Werkstätten verschiedener Handwerkskünstler besuchen – darunter auch Carl Bens.

Künstler Carl Bens neben seiner gläsernen Figurengruppe "Astronauten" Bildrechte: dpa

Chemnitz: Glasgalerie Wolfgruber im Wasserschloss Klaffenbach

Fensterbilder, Schalen und Schmuck: Jedes Glasobjekt der Galerie ist ein in Handarbeit entstandenes Unikat. Die vorwiegend angewandte Herstellungstechnik nennt sich Glasfusing. Das über 2.000 Jahre alte Verfahren bezeichnet das Verschmelzen von unterschiedlichen Glasteilen im Brennofen bei bis zu 850°C.

Die Glasgalerie befindet sich im idyllisch gelegenen Wasserschloss Klaffenbach. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können im Rahmen der regelmäßig angebotenen Kurse selbst Hand anlegen: Nach einer kurzen Einführung in die Theorie der Glasschmelzung und ins Handwerk des Glasschneidens, können sie ihr eigenes kleines Kunstwerk aus Glas gestalten.

Mehr InformationenGlasgalerie Wolfgruber
Wasserschlossweg 6
09123 Chemnitz

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag und Feiertag: 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

SACHSEN-ANHALT

Derenburg: Glasmanufaktur "Harzkristall"

Als eine der letzten aktiven Glashütten Deutschlands gewährt die Glasmanufaktur "Harzkristall" in Derenburg spannende Eindrücke in die Glasproduktion. Beim Erlebnisrundgang "Manufaktour" können Besucherinnen und Besucher Glas mehr über die Entstehung und Verarbeitung des Rohstoffs erfahren und erleben, wie die mundgeblasene Kunst entsteht. Im Anschluss können Besucherinnen und Besucher unter Anweisung eines Glasbläsers selbst loslegen und Kugeln, Fensterbilder, Trinkgefäße und andere gläserne Kunstobjekte herstellen.

Mehr InformationenGlasmanufaktur Harzkristall
Im Freien Felde 5
38895 Blankenburg OT Derenburg

Öffnungszeiten:
Täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr, auch sonn- und feiertags.

Die Führungen werden täglich angeboten und dauern etwa 40 Minuten.

Magdeburger Glaskunst: Richard Otfried Wilhelm und Reginald Richter

Der Glasgestalter Reginald Richter steht in seiner Ausstellung im Forum Gestaltung in Magdeburg (2011). Mit baugebundener Glaskunst prägte er viele öffentliche Bauten. Bildrechte: dpa

Die wohl bekannteste Glaskunstarbeit aus Magdeburg ist die "Gläserne Blume" im einstigen Palast der Republik in Berlin, geschaffen von Richard Otfried Wilhelm und Reginald Richter. Das fünf Tonnen schwere Kunstwerk wurde im Zusammenhang mit dem Abriss des Gebäudes im Jahr 2008 demontiert und in ein Depot des Deutschen Historischen Museums in Berlin umgelagert – dort liegt es bis heute.

Wilhelm und Richter waren Gründungsmitglieder des Künstlerkollektivs "Werkgenossenschaft Glasgestaltung Magdeburg", Wilhelm war viele Jahre deren Leiter. 2000 wurden die Werkstätten geschlossen, Werke des Kollektivs können noch vereinzelt in Magdeburger Kirchen besichtigt werden.

Magdeburg: Kirchenfenster von Max Uhlig in St. Johannis

Kunstreisende zog es in Magdeburg bisher vor allem zum Dom und zur modernen Skulpturen-Kollektion ins Museum. Jetzt kommt die frühere Johanniskirche hinzu, heute Festsaal der Stadt und Konzerthalle. Für das entweihte Gotteshaus hat der Dresdner Künstler Max Uhlig eine Reihe von raumhohen Kirchenfenstern geschaffen: mit neuen Chor-Fenstern in strengem Schwarz-Weiß und bunten Südfenstern in Rot-Orange-Gelb, erstrahlt die Kirche in starken Kontrasten.

Der gläserne Zyklus ist Max Uhligs größtes Werk. Mit diesem einzigartigen Kunstwerk schreibt sich Magdeburg weit vorn in die Liste exklusiver moderner Glasmalerei ein.

Mehr zu Max Uhlig

Mehr InformationenJohanniskirche
Johannisbergstraße 1
39104 Magdeburg

Der Einlass in die Johanniskirche findet in der Regel eine Stunde vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung statt.

THÜRINGEN

Schwarzburger Museumsverbund zeigt die Ausstellung "Das Glas der Schwarzburger" an vier Standorten

Die Ausstellung "Das Glas der Schwarzburger"präsentiert an den vier Standorten des Schwarzburger Museumsverbunds (Bad Frankenhausen, Arnstadt, Sondershausen und Rudolstadt) Glasobjekte aus dem ehemaligen Besitz der Grafen und Fürsten von Schwarzburg. Die Ausstellung besteht aus vier Teilen, die an den vier Orten in Thüringen und als digitale Ausstellung besucht werden kann.

Der Fokus der Ausstellung in Arnstadt liegt auf höfischen Luxusobjekten, darunter Pokale, Spiegel und Kronleuchter. Im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt liegt der Schwerpunkt auf verschiedenen Aspekten von Glas als Sammlungsgegenstand und auf seiner Schutzfunktion. Im Schlossmuseum Sondershausen dreht sich alles um Glas als Material der sozialen Eliten. Gezeigt wird unter anderem die Goldene Kutsche, deren Verglasung die Schwarzburger sichtbar machte und schützte. Das Regionalmuseum Bad Frankenhausen zeigt die Herstellung, den Handel und die Verarbeitung von Glas.

Mehr InformationenIn diesen vier Museen können Sie die Ausstellung "Das Glas der Schwarzburger" besuchen:

Schlossmuseum Sondershausen: 3. April bis 26. Juni 2022

Regionalmuseum Bad Frankenhausen: 27. März bis 29. Mai 2022

Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt: 6. Mai bis 3. Oktober 2022

Schlossmuseum Arnstadt: 13. Mai bis 20. November 2022

Lauscha: Museum für Glaskunst

Das Museum für Glaskunst beherbergt eine bedeutende Sammlung von Glaserzeugnissen aus dem Thüringer Wald und aus der Glasbläserstadt Lauscha, dem "Geburtsort des gläsernen Christbaumschmuckes". Im März 2021 wurde die "Herstellung von mundgeblasenem gläsernen Lauschaer Christbaumschmuck" in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. 

Ein Werk des Neuhäuser Glasbläsers Lutz Mittlacher Bildrechte: dpa

Eröffnet im Jahr 1903 am historischen Ort der traditionsreichen Farbglashütte ist das Museum für Glaskunst Lauscha das älteste Spezialmuseum für Glas in ganz Deutschland. Das Museum präsentiert das Thüringer Glas vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart, vom frühen Waldglas über höfische und bürgerliche Prunkgefäße, Glasperlen, Glasaugen und Christbaumschmuck bis hin zum Kunsthandwerk und zur Glaskunst der Gegenwart. Eine Etage unter den Ausstellungsräumen wird noch heute Glas geschmolzen und verarbeitet.

Mehr InformationenMuseum für Glaskunst
Straße des Friedens 46
98724 Lauscha

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: 12 bis 17 Uhr
Sonntag: 11 bis 17 Uhr
Montag: geschlossen

Der Museums-Besuch unterliegt der 2G-Regel.

Gehlberg: Thüringer Museumspark mit Glasmuseum

Der Thüringer Museumspark befindet sich im ehemaligen Gebäude der Gundelach-Glashütte im Ortsteil Gehlberg in Suhl. Hier begann Emil Gundelach bereits 1896, nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen, mit der industriellen Herstellung der ersten gläsernen Röntgenröhren und wurde in kürzester Zeit zum weltweit führenden Hersteller. Ein Exemplar der Röhre befindet sich heute in der Uni-Klinik Leipzig, ein weiteres im Science-Museum in London.

Bis zur Wende galt Gehlberg als etablierter Standort der Glasproduktion. Heute informiert das Glasmuseum über deren lokale Geschichte und zeigt technische Glasprodukte, gefertigt von 1945 bis 1995. Künftig soll es freitags wieder Schauvorführungen geben.

Mehr InformationenThüringer-Museumspark
OT Gehlberg
Glasmacherstraße 1
98528 Suhl

Öffnungszeiten:
Dezember bis April:
Mittwoch bis Freitag: 11 bis 16 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 13 bis 16 Uhr

Mai bis Oktober:
Mittwoch bis Freitag: 11 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 13 bis 17 Uhr

Nach der pandemie-bedingten Pause soll es künftig wieder Glasbläser-Schauvorführungen geben,
immer freitags um 14 Uhr. Es gilt die 2G-Regel.

Jena: Schott GlasMuseum

Von der Sanduhr bis zum Glasfaser-Kabel reicht das Spektrum der Exponate im Schott GlasMuseum in Jena. Bildrechte: dpa

Das Museum befindet sich in der Villa der Familie Otto Schott (1851-1935) und vermittelt Einblicke in die Produkt- und Technologiegeschichte der Schott Glaswerke. So können sich Besucherinnen und Besucher zukunftweisende Spezialgläser und andere High-Tech-Materialien aus nächster Nähe anschauen. Bestaunt werden können Gläser für Astronomie und Weltraumfahrt, Laborgläser und ein Nachbau des Glaslabors des Wissenschaftlers Otto Schott aus dem Jahr 1879.

Dem Begründer der modernen Glaswissenschaft und Glastechnologie sind die Räume im Erdgeschoss der Villa gewidmet. Museumspädagogische Veranstaltungen und Führungen gibt es auch, Kinder können auf Glasblöcken malen und mit Glas basteln.

Mehr InformationenSchott GlasMuseum
Otto-Schott-Straße 13
07745 Jena

Öffnungszeiten:
Täglich außer Montag, Samstag und Sonntag: 13 bis 18 Uhr

Oberhof: Glasstube

In der Glasstube Oberhof können Besucherinnen und Besucher Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen und hautnah erleben, wie einfache Glasröhren und -stäbe in farbenfrohe Kunstwerke, Sammlerstücke und Unikate verwandelt werden. Kinder und Erwachsene erfahren dabei Wissenswertes über die Thüringer Glaskunst; über Werkzeuge, Materialien und Arbeitsweise. Außerdem können Gäste der Glasstube ihre eigenen Glaskugeln blasen und im Anschluss dekorieren.

Mehr InformationenGlasstube Oberhof e.K.
Dr.-Theodor-Neubauer-Straße 17A
98559 Oberhof

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Montag: Ruhetag

Neuhaus am Rennweg: Greiner Glas Manufaktur

In der Schauwerkstatt der Greiner Glasmanufaktur können Besucher und Besucherinnen in Live-Vorführungen hautnah miterleben, wie an der bis zu 2.500 Grad heißen Flamme gläserne Kunstwerke wie Öllampen und Glaskugeln entstehen. Im Anschluss können unter Anleitung auch eigene Werke geschaffen werden. Für eine Pause zwischendurch kann das Glasbläser-Café besucht werden. In der Glaskuppel des Cafés kann auf 15 Bildern die Glasgeschichte der Stadt Neuhaus bestaunt werden.

Mehr InformationenGreiner Glas Manufaktur
Sonneberger Str. 150
98724 Neuhaus am Rennweg

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 16 Uhr

2022: Internationales Jahr des GlasesDie Vereinten Nationen haben 2022 zum "Internationalen Jahr des Glases" ausgerufen. Und wer hat das Material erfunden, das den Menschen seit vier Jahrtausenden begleitet? Die Ägypter oder Weise in Mesopotamien? Der älteste Hinweis auf Glas stammt aus der Regierungszeit des assyrischen Königs Assurbanipal im siebten Jahrhundert vor Christus. In Keilschrift notierte ein Schreiber: "Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meeresalgen und fünf Teile Kreide – und du erhältst Glas."

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Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 18. August 2021 | 07:40 Uhr