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Das Klassische Weimar ist eines der zahlreichen UNESCO-Weltkulturerbe in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Bildrechte: imago images/Jürgen Ritter

ÜbersichtUNESCO-Welterbetag: Weltkulturerbe-Schätze in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Stand: 22. Mai 2022, 04:00 Uhr

Am Pfingstsonntag ist UNESCO-Welterbetag: Wir empfehlen einen Ausflug – ob nach Thüringen zur Wartburg in Eisenach oder in das Klassische Weimar, nach Sachsen-Anhalt mit dem Naumburger Dom, dem Gartenreich Dessau-Wörlitz, den Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisenach oder dem Bauhaus Dessau. Oder nach Sachsen in die Montanregion Erzgebirge oder den Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Hier finden Sie unsere Übersicht der Weltkulturerbestätten in der Region mit den wichtigsten Informationen für Ihren Besuch, wie Adressen und Öffnungszeiten.

Ein Ausflug zu den Weltkulturerbestätten lohnt sich immer. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen haben hier eine beeindruckende Vielfalt an Orten versammelt. Neben bekannten Stätten wie der Wartburg in Eisenach (seit 1999 Welterbe), kommen immer wieder neue Orte hinzu. So zuletzt die Montanregion Erzgebirge (2019) und der Naumburger Dom (2018). Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal wurde nach ihrer Aufnahme 2004 bereits fünf Jahre später 2009 wieder von der Welterbeliste gestrichen, da der Bau der neuen Waldschlößchenbrücke durch das panoramaformende Elbtal fortgeführt wurde.

Übersichten nach Ländern

Welterbe jetzt auch digital erkunden

Wenn Sie sich schon vor Ihrem Besuch über die Ausflugsziele informieren wollen: Die insgesamt 51 Kultur- und Naturerbestätten präsentieren sich mittlerweile im digitalen Format.

Dazu wurde Im Zuge des jährlichen UNESCO-Welterbetages eine Webseite eingerichtet, die eine "virtuelle Entdeckungstour durch das vielfältige Kultur- und Naturerbe Deutschlands" erlaubt. Eine Karte lässt an die einzelnen Orte gelangen und In Videobotschaften geben lokale Welterbe-Experten Einblicke in die Geschichte sowie in die Erhaltungs- und Vermittlungsarbeit.

Die Freude über den Welterbestatus der Montanregion Erzgebirge zeigte sich unter anderem mit dieser Aktion Bildrechte: 360 Grad Team
Das Bauhaus hat nicht nur architektonisch eine Kultur begründet, die bis heute in alle Welt wirkt und ausstrahlt. Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Thomas Eirich-Schneider

Als "Meilensteine der Menschheitsgeschichte" bezeichnet Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, die Welterbestätten. Sie schlügen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, stifteten Identität, gäben Halt und Zuversicht, "gerade auch in und nach Krisenzeiten wie der, die wir durch die Covid-19-Pandemie derzeit alle erleben", so Böhmer. Diese verbindende Wirkung solle am Welterbetag unabhängig von Ort und Zeit für jeden über das Internet erlebbar werden.

Auch der Nationalpark Hainich in Thüringen gehört zum Welterbe. Bildrechte: imago/imagebroker

Online präsentieren sich auch die zehn mitteldeutschen Welterbestätten. Dazu gehören die Montanregion Erzgebirge und der Muskauer Fürst Pückler Park in Sachsen als grenzüberschreitende Projekte; das Bauhaus, das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, die Altstadt von Quedlinburg und die Lutherstätten Eisleben und Wittenberg in Sachsen-Anhalt sowie die Wartburg, das Klassische Weimar und der Hainich-Buchenwald in Thüringen.

Welterbe-Titel als Verpflichtung: Tagung zu den Perspektiven in Bad Langensalza

Der Welterbe-Titel verpflichtet zum Erhalt der Stätten für künftige Generationen. Wie dies am besten gelingen kann, darüber debattieren rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der 51 deutschen Welterbestätten bis zum 19. Mai 2022 im thüringischen Bad Langensalza. Das Spektrum der Themen auf der Jahrestagung unter dem Motto "Wertschätzung, Wertschöpfung und Werterhalt" reicht vom nachhaltigen Tourismus über moderne Tourismus-Strategien in Sozialen Medien bis zum Erhalt von Buchenwäldern als Naturerbe. Der Hainich in der Nähe von Bad Langensalza ist Teil der gemeinsamen Welterbestätte - "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas".

Die Tagung findet im jährlichen Turnus in jeweils einer anderen deutschen Welterbestätte statt. Das letzte Treffen in Goslar war wegen der Corona-Pandemie zweimal verschoben worden. 2023 soll es in Wismar sein.

Weltweit gibt es mehr als 1.000 Welterbestätten, 46 davon liegen in Deutschland. Dazu zählen beispielsweise der Aachener Dom, die Würzburger Residenz oder das Wattenmeer. Seit 2005 wird der UNESCO-Welterbe-Tag auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbe-Stätten Deutschland am ersten Sonntag im Juni begangen.

Neues zum Weltkulturerbe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 07. Juni 2020 | 13:15 Uhr