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Peter Sodann (1936-2024) bei einer Lesung im Kulturhaus Gotha Bildrechte: imago/VIADATA

AbschiedDiese Persönlichkeiten und Prominenten sind 2024 gestorben

16. April 2024, 12:38 Uhr

Peter Sodann, Franz Beckenbauer, Alexej Nawalny und Frank Farian: Auch dieses Jahr heißt es wieder Abschied nehmen von bekannten und beliebten Prominenten und Persönlichkeiten. Hier erinnern wir an sie.

15. April | Bernd Hölzenbein († 78)

Der Fußball-Weltmeister von 1974 spielte lange Jahr für Eintracht Frankfurt. Der Offensivspieler ist mit 160 Toren in 420 Bundesligaspielen Rekordtorschütze der Eintracht. 1975, 1976 und 1981 holte er mit der Mannschaft den DFB-Pokal, 1980 den UEFA-Cup-Sieg. Als Auswahlstürmer bestritt Hölzenbein 40 Länderspiele. Im WM-Finale gegen Holland 1974 holte Hölzenbein einen umstrittenen Elfmeter heraus. Paul Breitner glich zum 1:1 aus, Gerd Müller traf später zum entscheidenden 2:1.

Bernd Hölzenbein: *9. März 1946 - †15. April 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Bongarts/Pool | Thorsten Wagner

12. April | Roberto Cavalli († 83)

Der Modedesigner Cavalli wurde vor allem mit Kreationen in Tierfell-Optik weltbekannt. Zunächst in den 70er Jahren von Schauspielerinnen wie Sophia Loren und Brigitte Bardot getragen liebten später auch Stars der nächsten Generationen wie Jennifer Lopez oder Kim Kardashian Cavallis hautenge Designs. Der Modeschöpfer selbst präsentierte sich gern mit Ferrari, dicker Zigarre, weit aufgeknöpftem Hemd und gebräunter Brust. Der 1940 in Florenz geborene Cavalli heiratete eine Vize-Miss-Universe, besaß einen violetten Helikopter und ein Weingut in der Toskana. Mit Hollywood-Berühmtheiten wie Sharon Stone war er per Du. 

Roberto Cavalli: *15. November 1940 - †12. April 2024 Bildrechte: picture alliance / dpa | Abj

10. April | O.J. Simpson († 76)

In den 1970er-Jahren galt der Football-Spieler Simpson als einer der besten Runningbacks in der US-Profiliga NFL. Parallel baute Simpson eine Schauspiel-Karriere auf. Er spielte in Serien und Filmen, etwa in der Slapstick-Komödie "Die nackte Kanone". Simpson war 1994 am Ende einer Verfolgungsjagd von der Polizei festgenommen worden, nachdem die Leichen seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihres Freundes Ron Goldman in Los Angeles gefunden worden waren. 1995 wurde Simpson von dem Vorwurf freigesprochen, beide erstochen zu haben. In einem späteren Zivilverfahren wurde Simpson aber für deren Tod verantwortlich gemacht und zu einer Entschädigungszahlung verurteilt. Auch landete Simpson dann doch noch im Gefängnis – wegen eines bewaffneten Raubüberfalls.

O.J. Simpson: *9. Juli 1947 - †10. April 2024 Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ethan Miller

8. April | Peter Higgs († 94)

Higgs wurde durch die Entdeckung des sogenannten Gottesteilchens, des Higgs-Bosons, weltberühmt. Der Wissenschaftler sagte das Teilchen in den 60er-Jahren voraus. Erst 2012 konnte es im Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz nachgewiesen werden. Im Jahr darauf wurde Higgs zusammen mit dem Belgier François Englert mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

Peter Higgs: *29. Mai 1929 - †8. April 2024 Bildrechte: IMAGO / Future Image

5. April | Peter Sodann († 87)

Bundesweit bekannt wurde Peter Sodann als grummeliger "Tatort"-Kommissar Bruno Ehrlicher, den er von 1992 bis 2007 spielte. Sodann stammte aus dem sächsischen Meißen, wo er als Sohn eines Arbeiters geboren wurde. Nach einer Werkzeugmacherlehre und einem Ausflug ins Fach Jura studierte er an der Leipziger Theaterhochschule. Nebenbei leitete er ein Kabarett, das 1961 aufgelöst und Sodann wegen "staatsfeindlicher Hetze" neun Monate inhaftiert wurde. Später bespitzelte ihn die Stasi. Gleichwohl erhielt er 1986 den DDR-Nationalpreis und 2001 das Bundesverdienstkreuz. Einen Namen machte er sich auch als Theatermacher. Als Intendant formte er in Halle eine einzigartige Kulturinsel mit mehreren Spielstätten. Sodann ist Ehrenbürger der Stadt an der Saale und hier auch gestorben.

Peter Sodann: *1. Juni 1936 - †5. April 2024 Bildrechte: imago/VIADATA

3. April | Vera Tschechowa († 83)

In ihrer jahrzehntelangen Film- und Fernsehkarriere war Vera Tschechowa von den 1950ern bis zu den 1990er Jahren in fast 100 Rollen zu sehen. Hinzu kamen sehr viele Engagements an großen deutschen Theaterbühnen. Für die Böll-Verfilmung "Das Brot der frühen Jahre" bekam sie 1962 den Bundesfilmpreis. Das Publikum kennt sie auch aus Filmen wie "Zeit der Empfindsamkeit", "Rausch der Verwandlung" oder von Auftritten in Fernsehserien wie "Tatort" oder "Ein Fall für zwei". 

Vera Tschechowa: *22. Juli 1940 - †3. April 2024 Bildrechte: IMAGO/Stephan Wallocha

29. März | Hans Joachim Meyer († 87)

Von April 1990 bis zur Wiedervereinigung war Hans Joachim Meyer Minister für Bildung und Wissenschaft der DDR unter Lothar de Maiziere. Anschließend war der Professor für Sprachwissenschaft zwölf Jahre lang Sächsischer Minister für Wissenschaft und Kunst. Meyer führte zudem von 1997 bis 2009 als erster Ostdeutscher das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Hans Joachim Meyer: *13. Oktober 1936 - †29. März 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Jörg Carstensen

25. März | Fritz Wepper († 82)

Der Schauspieler Fritz Wepper wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als Inspektor Harry Klein in der Krimiserie "Derrick" sowie durch die Serie "Um Himmels Willen" bekannt. Wepper war damit einer der erfolgreichsten Seriendarsteller Deutschlands.

Fritz Wepper: *17. August 1941 - †25.  März 2024 Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

19. März | M. Emmet Walsh († 88)

Der US-Schauspieler M. Emmet Walsh hat in seiner 60-jährigen Karriere in 119 Spielfilmen und mehr als 250 Fernsehproduktionen mitgespielt. In dem Sci-Fi Thriller "Blade Runner" aus dem Jahr 1982 spielte er neben Harrison Ford einen abgebrühten Polizisten. In "Blood Simple" schlüpfte er in die Rolle eines Privatdetektivs – und erhielt dafür den Spirit-Award als bester Hauptdarsteller. Auch in Komödien wie "Is' was Doc?" und Rom-Coms wie "Die Hochzeit meines besten Freundes" war er zu sehen. Einer seiner letzten großen Auftritte war der des Gartenwächters in dem starbesetztem britischen Krimi "Knives Out".

M. Emmet Walsh: *22. März 1935 - †19.  März 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Invision/AP | John Shearer

15. März | Henry Valentino († 95)

Den Schlagersänger und Komponisten Henry Valentino hat vor allem sein Lied "Im Wagen vor mir" dem deutschsprachigen Publikum bekannt gemacht. 1977 wurde der Song, den er im Duett mit seiner Partnerin Uschi sang, veröffentlicht. Vor allem war er aber im Hintergrund tätig und schrieb unter anderem Lieder für Howard Carpendale ("Das schöne Mädchen von Seite eins"), Hildegard Knef ("Der alte Wolf") und Boney M. ("El Lute"). Valentino wurde in Hannover geboren und hieß mit bürgerlichem Namen Hans Blum.

Henry Valentino: *23. Mai 1928 - †15. März 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Henning Kaiser

9. oder 10. März | Eric Carmen († 74)

Der 1949 in Cleveland, Ohio, geborene Musiker Eric Carmen war 1976 mit dem Lied "All by Myself" berühmt geworden. Zuvor war er Sänger der von ihm 1970 gegründeten Band "The Raspberries", die sich allerdings fünf Jahre später schon wieder auflöste. 1987 gelang Carmen mit "Hungry Eyes" ein weiterer Hit, der auch im Film "Dirty Dancing" zu hören ist.

Eric Carmen: *11. August 1949 - †9. oder 10. März 2024 Bildrechte: IMAGO / Newscom / AdMedia

11. März | Percy Adlon († 88)

Für seinen ersten Spielfilm "Der Vormund und sein Dichter" gewann der deutsch-amerikanische Regisseur Percy Adlon 1978 den Grimme-Preis in Gold. Mit dem Kultfilm "Out of Rosenheim" mit Marianne Sägebrecht in der Hauptrolle gelang ihm der internationale Durchbruch. Ende der 1980er-Jahre zog Adlon nach Los Angeles, wo er gerne ohne die großen Hollywoodstudios drehte. Im Laufe seiner Karriere drehte Adlon zudem mehr als 150 Dokumentarfilme.

Percy Adlon: *1. Juni 1935 - †11. März 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa | Carmen Jaspersen

23. Februar | Wilson Fittipaldi († 80)

In den 70er Jahren ging der Brasilianer Wilson Fittipaldi in 35 Grands Prix an den Start und sammelte drei WM-Punkte. Wilson und sein drei Jahre jüngerer Bruder Emerson Fittipaldi waren die ersten Brüder, die im selben Formel-1-Rennen punkteten – was nach ihnen nur Michael und Ralf Schumacher gelungen war. Im Oktober 1975 ging er das letzte Mal an den Start, danach konzentrierte er sich auf das von ihm und seinem Bruder gegründete Fittipaldi-Team.

Wilson Fittipaldi: *25. Dezember 1943 - †23. Februar 2024 Bildrechte: IMAGO / Fotoarena

20. Februar | Andreas Brehme († 63)

Am 8. Juli 1990 machte sich Andreas Brehme mit nur einem Tor unsterblich: In der 85. Minute des WM-Finales gegen Argentinien tritt der linke Außenverteidiger zum Elfmeter an, verwandelt und macht Deutschland zum Weltmeister. Der gebürtige Hamburger spielte in seiner aktiven Zeit für Saarbrücken, Kaiserslautern, den FC Bayern, Inter Mailand und Real Saragossa. Er bestritt 86 Länderspiele und erzielte acht Tore.

Andreas Brehme: *9. November 1960 - †20. Februar 2024 Bildrechte: picture alliance / dpa | Frank Kleefeldt

19. Februar | Horst Naumann († 98)

Der Schauspieler Horst Naumann war unter anderem durch seine Arzt-Rollen in "Die Schwarzwaldklinik" (Bild) und "Das Traumschiff" bekannt. Millionen Zuschauer sahen ihn als Dr. Römer und später als Schiffsarzt Dr. Schröder. Zuletzt spielte Naumann von 2007 bis 2010 in "Kreuzfahrt ins Glück" und der "Rosamunde Pilcher"-Reihe mit. Der gebürtige Dresdner begann seine Leinwand-Karriere in Filmen der ostdeutschen DEFA-Studios Anfang der 1950er Jahre. Er wechselte nach Westdeutschland und war ab den 1960ern vor allem in zahlreichen beliebten ZDF-Serien zu sehen. Naumann war zudem gefragter Synchronsprecher mit Hunderten Sprechrollen.

Horst Naumann: 17. November 1925 - †19. Februar 2024 Bildrechte: IMAGO/Funke Foto Services

19. Februar | Ira von Fürstenberg († 83)

Fürstenberg entstammte dem italienischen Hochadel, ihre Mutter gehörte zur Fiat-Dynastie. Bekannt wurde sie 1955, als sie mit gerade einmal 15 Jahren den damals 31-jährigen Alfonso zu Hohenlohe-Langenburg heiratete. Zur Hochzeit kam damals alles, was Rang und Namen hatte. Später arbeitete sie als Schauspielerin und Model, war in den 1960er- und 1970er-Jahren Fashion-Ikone.

Ira von Fürstenberg: 17. April 1940 - †19. Februar 2024 Bildrechte: picture-alliance/ dpa | Asm

17. Februar | Johan Galtung († 93)

Johan Galtung gilt als zentrale Figur bei der Gründung der Friedens- und Konfliktforschung. Galtung wurde am 24. Oktober 1930 geboren und studierte Mathematik und Soziologie. 1959 gründete er in Oslo das Institut für Friedensforschung PRIO. Später lehrte er unter anderem an der US-Universität Princeton. 1987 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die Organisatoren würdigen ihn auf ihrer Internetseite als "Vater der Friedensforschung". Auch in der Kommunikationswissenschaft hinterließ er prägende Spuren – dort beschäftigte er sich mit Nachrichtenfaktoren, also den Kriterien bei der Nachrichtenauswahl.

Johan Galtung: *24. Oktober 1930 - †17. Februar 2024 Bildrechte: imago images/Agencia EFE

16. Februar | Alexej Nawalny († 47)

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Anatoljewitsch Nawalny galt als schärfster Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2020 überlebte er einen Giftanschlag nur knapp. Nachdem er sich in Deutschland erholt hatte, kehrte Nawalny ein Jahr später nach Russland zurück, wo er noch auf dem Flughafen verhaftet wurde. In mehreren Prozessen wurden er unter anderem wegen "Extremismus" zu insgesamt 19 Jahren Lagerhaft verurteilt. Zuletzt befand sich der Kreml-Kritiker in einer Strafkolonie in der russischen Polarregion. Dort starb er nach Angaben der Gefängnisverwaltung aus zunächst ungeklärten Gründen. Sein Tod löste international Bestürzung aus.

Alexej Nawalny: *4. Juni 1976 - †16. Februar 2024 Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

15. Februar | Johanna von Koczian († 90)

Johanna von Koczian wurde in den 1970er-Jahren mit dem Lied "Das bisschen Haushalt" berühmt, einem der größten Schlager dieser Zeit. Ihre mehr als 60 Jahre lange Karriere war aber viel mehr als das eine Lied über den Haushalt. Die Schauspielerin galt als "die deutsche Audrey Hepburn" und hatte schon unter Gustaf Gründgens auf der Bühne gestanden. Ihre Bandbreite reichte von Kleist, Shakespeare und Lessing bis zur "Praxis Bülowbogen" und "In aller Freundschaft". Sie schrieb Bücher und moderierte Fernsehsendungen.

Johanna von Koczian: *30. Oktober 1933 - †15. Februar 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Horst Ossinger

11. Februar | Kelvin Kiptum († 24)

Der kenianische Marathon-Weltrekordhalter Kelvin Kiptum wurde nur 24 Jahre alt. Im Oktober hatte er beim Chicago-Marathon mit einer Zeit von 2:00:35 einen neuen Weltrekord aufgestellt und die Bestmarke von 2:01:09, die sein Landsmann Eliud Kipchoge 2022 in Berlin aufgestellt hatte, unterboten. Kiptum hatte dabei erst seinen insgesamt dritten Marathon bestritten. Er hatte nach Angaben des Weltverbands im Alter von 13 Jahren mit dem Laufsport begonnen.

Kelvin Kiptum: *2. Dezember 1999 - †11. Februar 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/Chicago Tribune via AP | Eileen T. Meslar

10. Februar | Fritz Puppel (†79)

Puppel, der zunächst Gitarrenlehrer war, hatte 1972 zusammen mit Klaus Selmke die Band City gegründet. Er war bis zur Band-Auflösung 50 Jahre später Mitglied der Gruppe. Mit dem Song "Am Fenster", basierend auf einem Text der Lyrikerin Hildegard Maria Rauchfuß, katapultierte sich die Band 1977 in die Charts. City bekam als erste DDR-Band überhaupt eine "Goldene Schallplatte".

Fritz Puppel: *2. November 1944 - †10. Februar 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene

6. Februar | Pablo Grant († 26)

Pablo Grant war sowohl als Rapper der Berliner Band BHZ bekannt als auch als Schauspieler, zuletzt im Magdeburger Polizeiruf. Dort spielte er in den vergangenen vier Jahren den Polizisten Günther Márquez. Grant hatte sein Schauspiel-Debüt in dem Kinderfilm "Bibi und Tina – Mädchen gegen Jungs". Größere Rollen folgten in dem Märchenfilm "Der Geist im Glas" und in der Tragikomödie "Nie zu spät". Auch in der MDR-Serie "In aller Freundschaft" war er zu sehen.

Pablo Grant: *1997 - †6. Februar 2024 Bildrechte: MDR/Stefan Erhard

4. Februar | Hage Gottfried Geingob († 82)

Der namibische Präsident Hage Gottfried Geingob engagierte sich schon mit Anfang 20 bei der damals gerade gegründeten Unabhängigkeitsbewegung Swapo (South West Africa People's Organisation) – zunächst in Botsuana, später aus den USA. Ein Jahr vor der Unabhängigkeit Namibias von Südafrika 1990 kehrte Geingob in seine Heimat zurück und brachte unter anderem die neue Verfassung mit auf den Weg. Er war zweimal Premierminister von Namibia und seit 2014 Präsident des Landes. Seine zweite Amtszeit ab 2019 wurde allerdings unter anderem von schweren Korruptionsvorwürfen überschattet. Ein Ergebnis der Untersuchung steht bis heute aus.

Hage Gottfried Geingob: *3. August 1941 - †4. Februar 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

1. Februar | Carl Weathers († 76)

Der ehemalige Football-Spieler Carl Weathers startete seine Hollywood-Karriere in den 1970er Jahren. Hauptsächlich war er in Actionfilmen und Komödien zu sehen. Zu Weltruhm gelangte er mit seiner Rolle in den ersten vier "Rocky"-Filmen, wo er an der Seite von Sylvester Stallone den Boxer "Apollo Creed" spielte. Im Sci-Fi-Actionthriller "Predator" von 1987 spielte er neben Arnold Schwarzenegger einen Vietnam-Veteranen, der in einem Dschungel gegen außerirdische Wesen kämpft. 

Carl Weathers: *14. Januar 1948 - †1. Februar 2024 Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

23. Januar | Frank Farian († 82)

Frank Farian gilt mit mehr als 800 Millionen verkauften Tonträgern als international erfolgreichster deutscher Musikproduzent. Als Junge aus der Provinz versuchte Farian es in den 60ern zuerst mit seiner Band "Die Schatten", später dann solo. Der weltweite Durchbruch kam mit der von ihm gegründeten Disko-Formation Boney M., mit der er in den 70er-Jahren Klassiker wie "Rasputin", "Rivers of Babylon", "Daddy Cool" oder "Mary‘s Boychild" poduzierte. In den 80ern kreierte Farian das erfolgreiche Pop-Duo Milli Vanilli. Später stellte sich heraus, dass Fab Morvan und Rob Pilatus die Songs gar nicht selbst sangen.

Frank Farian: *18. Juli 1941 - †23. Januar 2024 Bildrechte: imago/Becker&Bredel

7. Januar | Franz Beckenbauer († 78 Jahre)

Franz Beckenbauer gehörte zu den Allergrößten im Fußball, wurde Weltmeister als Spieler und Trainer und holte die WM 2006 nach Deutschland. Als Junioren-Spieler kam er zum FC Bayern und stieg schnell zum Leistungsträger auf. Mit seiner Eleganz und Leichtigkeit definierte er die Rolle des Liberos neu und krönte seine Karriere mit dem Gewinn der Heim-Weltmeisterschaft 1974. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere wurde er beim DFB Teamchef und führte die Nationalmannschaft 1990 zum WM-Triumph gegen Argentinien. Sein Charisma und seinen polyglotten Glanz nutzte der DFB bei der WM-Bewerbung für 2006. Das "Sommermärchen" wurde Beckenbauers Glanzstück als Funktionär – und zugleich für ihn persönlich schwierig, als später dubiose Zahlungen publik wurden.

Franz Beckenbauer: *11. September 1945 - †7. Januar 2024 Bildrechte: picture alliance/dpa | Ina Fassbender

4. Januar | Christian Oliver († 51 Jahre)

Bekannt wurde der Schauspieler unter anderem als Kriminalkommissar Jan Richter in der siebten und achten Staffel der Action-Serie "Alarm für Cobra 11". Auch in Hollywood feierte er Erfolge, spielte an der Seite von George Clooney und Cate Blanchett in "The Good German" oder in "Operation Walküre" neben Tom Cruise. Oliver starb beim Absturz eines Kleinflugzeugs in der Karibik.

Christian Oliver: *3. März 1972 - †4. Januar 2024) Bildrechte: IMAGO / MediaPunch

4. Januar | David Soul († 80 Jahre)

Soul wurde in den 1970er-Jahren durch seine Rolle in der US-Krimiserie "Starsky & Hutch" berühmt. Er ermittelte darin als Detektiv Kenneth Hutchinson, kurz Ken Hutch, mit seinem Kollegen Dave Starsky (Paul Michael Glaser) in der fiktiven Stadt Bay City. Zu sehen war Soul auch in den US-Fernsehserien "Here Come The Brides" und "The Yellow Rose" sowie im Film "Magnum Force". Neben der Schauspielerei arbeitete er als Regisseur und Produzent und startete eine Karriere als Musiker. Er veröffentlichte fünf Alben. Seine Songs "Don't Give Up On Us" und "Silver Lady" landeten 1976 und 1977 auf Platz Eins der britischen Charts.

David Soul: *28. August 1943 - †4. Januar 2024) Bildrechte: picture alliance/dpa/PA Wire | Yui Mok

3. Januar | Günther Fielmann († 84 Jahre)

Günther Fielmann ist Gründer der gleichnamigen Optiker-Kette. 1972 hatte er seine erste Filiale in Cuxhaven eröffnet. Sein Geschäftsmodell setzte konsequent auf preiswerte Brillen. Die Werbung "Mein Papi hat keinen Pfennig dazu bezahlt!" ging zeitweise in den allgemeinen Sprachgebrauch ein.

Günther Fielmann: *17. September 1939 - †3. Januar 2024 Bildrechte: picture alliance / Christophe Gateau/dpa | Christophe Gateau

2. Januar | Hendrik Arnst (†73 Jahre)

Der aus Weimar stammende Schauspieler gehörte 18 Jahre lang zum festen Ensemble der Berliner Volksbühne, wirkte aber auch in TV-Produktionen wie dem "Tatort" und dem "Polizeiruf" mit.

Hendrik Arnst: *7. Mai 1950 - †2. Januar 2024 Bildrechte: picture alliance / dpa | Foto Unger

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | 08. Januar 2024 | 18:00 Uhr