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MDR AKTUELL - Meldungen um 6:00 Uhr

Stand: 14. August 2022, 06:13 Uhr


Faeser verspricht afghanischen Ortskräften Ausreise

Bundesinnenministerin Faeser hat allen in Afghanistan verbliebenen Ortskräften der Bundeswehr die Ausreise versprochen. Die SPD-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag", man lasse sie nicht zurück. Sie arbeite mit Außenministerin Baerbock an einem neuen Bundesaufnahmeprogramm. Nach Faesers Einschätzung ist das größte Problem, besonders bedrohte Menschen aus dem Land zu bekommen. - Knapp 15.800 afghanische Ortskräfte und ihre Familienangehörigen wurden nach Angaben der Innenministerin bereits nach Deutschland geholt. Vor einem Jahr hatten die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Die Bundeswehr und andere westliche Streitkräfte hatten das Land verlassen.


Rushdies Gesundheitszustand leicht verbessert

Nach dem Messerangriff auf den Schriftsteller Salman Rushdie hat sich dessen Gesundheitszustand leicht verbessert. Wie die "New York Times" unter Berufung auf Rushdies Agenten berichtet, kann der Autor schon wieder sprechen. Er werde nicht mehr beatmet. Rushdie war am Freitag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat New York von einem 24-Jährigen mit dem Messer angegriffen worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Nach Polizeiangaben wird gegen ihn wegen versuchten Mordes und Körperverletzung ermittelt. - Bundeskanzler Scholz schrieb am Abend bei Twitter, die Welt brauche Menschen wie Rushdie, die furchtlos für die Meinungsfreiheit eintreten würden.


Selenskyj fordert Sanktionen gegen russische Atomindustrie

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Westen zu Sanktionen gegen Russlands Atomindustrie aufgerufen. In einer Videoansprache sagte er, Russland benutze das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine, um die ukrainische Führung und die ganze Welt zu erpressen. Moskau habe das Gelände zur Festung gemacht und schieße von dort aus auf Kleinstädte. Das sei für Europa eine radioaktive Bedrohung. Darauf müsse es harte Reaktionen geben. - Kiew und Moskau werfen sich seit Tagen gegenseitig vor, für den Beschuss des Kernkraftwerks in Saporischschja verantwortlich zu sein.


Nach Ungarn fließ zusätzliches Gas aus Russland

Russland hat offenbar damit begonnen, zusätzlich Gas an Ungarn zu liefern. Das ungarische Außenministerium erklärte, es fließe nun mehr Gas als vertraglich vereinbart. Bis Ende August kämen nun zusätzlich 2,6 Millionen Kubikmeter pro Tag durch die TurkStream-Pipeline nach Ungarn. Über die weiteren Lieferungen im September werde noch verhandelt. Es sei die Pflicht der ungarischen Regierung, die sichere Versorgung des Landes mit Erdgas zu gewährleisten. Ungarns Außenminister Szijjarto war im Juli zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist, um über den Kauf von zusätzlichem Gas zu sprechen.


Grimma erinnert mit Bürgerfest an Flutkatastrophe

In Grimma ist mit einem Bürgerfest an die Flutkatastrophe vor 20 Jahren erinnert worden. Gleichzeitig wurde die Hochwasserschutzanlage offiziell an die Bürger übergeben. Sie war bereits vor drei Jahren fertiggestellt worden. Das Bauwerk an der Mulde ist zwei Kilometer lang und reicht zwölf Meter in den Untergrund. Es hat 78 Tore, die innerhalb von zwei Stunden geschlossen werden können. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte, die Anlage füge sich organisch in die vorhandene Bausubstanz ein. Grimma sei aus den Fluten wieder auferstanden und heute schöner als vorher.


Fußball: Zwickau und Dresden verlieren

In der 3. Fußball-Liga hat der FSV Zwickau am Abend in Elversberg mit 0:5 verloren. Dynamo Dresden musste sich bei Viktoria Köln mit 1:2 geschlagen geben.