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In Wittenberg sind die Bürger weiter aufgerufen, sparsam mit dem Trinkwasser zu sein. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa

Nach HavarieKaputte Wasserleitung in Wittenberg: Dauer der Reparatur noch unklar

03. April 2024, 08:03 Uhr

Vor gut einer Woche war in Wittenberg eine Wasserleitung beschädigt worden. Seitdem werden die Bürger über eine Behelfsleitung versorgt. Während die Reparatur an der Hauptleitung läuft, sind sie aufgerufen, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. Doch wann wird der Schaden behoben sein?

Hinweis: Mitte April haben die Reparaturarbeiten an der beschädigten Trinkwasserleitung begonnen. Den aktuellen Stand erfahren Sie hier.

Nach der Havarie an einer Hauptleitung des Fernwassersystems im Landkreis Wittenberg werden sich die Reparaturarbeiten länger hinziehen. Wie die Stadtwerke mitteilten, gibt es noch keinen Termin für die Reparatur des beschädigten Wasserrohrs.

Demnach muss erst das Schadenausmaß geklärt werden. Danach würden die Arbeiten zeitnah beginnen, hieß es mit Verweis auf den zuständigen Wasserversorger mit Sitz in Magdeburg.

Einwohner werden über Behelfsleitung versorgt

Die Hauptleitung war vergangene Woche in der Nähe von Möllensdorf bei Bauarbeiten beschädigt worden. Bis zur abschließenden Reparatur wird der Trinkwasserhochbehälter am Galluner Berg dem Landkreis zufolge mit einer Behelfsrohrleitung versorgt. Eine zunächst ausgegebene Aufforderung, das Trinkwasser abzukochen, wurde nach Laboruntersuchungen am Ostersonntag wieder aufgehoben.

Stadtwerke rufen weiter zum Wassersparen auf

Die betroffenen 41.000 Einwohner sollten aber weiterhin sparsam mit Wasser umgehen, so der Aufruf der Wittenberger Stadtwerke. Nach Angaben der Versorger werden täglich etwa 6.000 Kubikmeter Wasser in Wittenberg und den angrenzenden Ortschaften verbraucht – ein Bedarf, der über die notdürftig verlegte, dünnere Ersatzleitung gerade so abgedeckt werden könne.

Auf großflächige Bewässerungen im Garten und auf das Befüllen von privaten Swimmingpools sollten Anwohner verzichten, bitten die Stadtwerke. Unternehmen und Firmen in der Lutherstadt und in umliegenden Ortschaften sind den Angaben zufolge wieder ausreichend mit Wasser versorgt.

Gastronomie-Betriebe arrangieren sich mit Situation

Anwohner waren schon während der Störung gebeten worden, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Auch Industrieunternehmen waren laut Landrat Christian Tylsch (CDU) betroffen: "Wir haben große Wasserentnehmer angesprochen und mit denen geklärt, dass sie den Betrieb runterfahren müssen. Große Bäckereien zum Beispiel können erstmal nicht weiterproduzieren", sagte er wenige Tage nach der Havarie.

Kreissprecher Alexander Baumbach zufolge hatten sich die Gastronomie-Betriebe in Wittenberg mit der Situation arrangiert. Fast alle Betriebe seien regulär geöffnet gewesen, das Wasser wurde auch dort abgekocht. Über Ostern werden in Wittenberg traditionell viele Touristen erwartet.

Notversorgung zunächst mit Wassertanker

Von der Störung der Wasserversorgung betroffen sind Haushalte in Wittenberg, aber auch umliegende Orte wie Griebo, Apollensdorf, Reinsdorf mit Dobien, Braunsdorf, Nudersdorf, Schmilkendorf, Mochau mit Thießen sowie die Wittenberger Ortsteile Trajuhn, Labetz und Wiesigk.

Zur Notversorgung der Bevölkerung waren zunächst Trinkwassertanker im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr aus dem benachbarten Brandenburg wurde alarmiert, die Not-Wasserleitung zu verlegen.

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MDR (Martin Krause, Oliver Leiste, Cornelia Winkler); zuerst veröffentlicht: 28. März 2023

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. April 2024 | 08:30 Uhr

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