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Anhaltende TrockenheitSalzlandkreis will Wasserentnahmeverbot erlassen

17. Juni 2022, 12:58 Uhr

Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit gilt im Salzlandkreis ab der kommenden Woche ein Wasserentnahmeverbot. Es ist dann nicht mehr erlaubt, Wasser aus Teichen, Flüssen und privaten Brunnen zu entnehmen. Derweil warnt Forstminister Sven Schulze (CDU) vor der großen Waldbrandgefahr im Land.

von MDR SACHSEN-ANHALT

Im Salzlandkreis soll ab der kommenden Woche bis auf weiteres ein Wasserentnahmeverbot in Kraft treten. Das teilte Landrat Markus Bauer (SPD) mit. Grund für das Verbot sei die ausgeprägte Niedrigwassersituation in Folge der Sommerhitze und ausbleibenden Niederschlägen. Eine entsprechende Anordnung werde derzeit vorbereitet und trete in Kraft, sobald sie vom Landrat unterschrieben und im Amtsblatt und auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht worden sei. Es ist dann verboten, Wasser aus Teichen, Flüssen oder privaten Brunnen zu entnehmen.

Nach Angaben der Unteren Wasserbehörde des Salzlandkreises kämen die wenigen Niederschläge in der Region zwar der Vegetation zu Gute, ein Abfluss in die Gewässer oder gar ins Grundwasser finde allerdings höchstens geringfügig statt. Das sei Grund zur Sorge. Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern, etwa zur Beregnung von Gärten oder landwirtschaftlichen Flächen, verschärften die Situation zusätzlich.

Entnahmeverbote in vielen Landkreisen

Die Bauernverbände und wasserverbrauchende Unternehmen im Salzlandkreis sind nach Angaben des Landrats bereits über die Regelung informiert worden. Auch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises seien zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. 

In Sachsen-Anhalt hatten zuvor bereits der Landkreis Mansfeld-Südharz, der Landkreis Stendal, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und der Altmarkkreis Salzwedel Wasserentnahmeverbote erlassen. In Teilen des Landkreises Börde gilt ebenfalls ein solches Verbot. Auch im Salzlandkreis hatte es in den Jahren 2018 bis 2020 bereits ein behördlich angeordnetes Wasserentnahmeverbot gegeben.

Forstminister warnt vor Waldbrandgefahr

In den Wäldern des Landes steigt wegen der anhaltenden Trockenheit derweil die Brandgefahr. Forstminister Sven Schulze (CDU) rief deshalb zur Vorsicht auf. Bürger sollten sich über die aktuellen Waldbrandwarnstufen informieren und sich dementsprechend vorsichtig verhalten, sagte er am Freitag. Besonders der Nordosten des Landes sei gefährdet. Dort dominierten homogene Kiefernwälder, die eine hohe natürliche Zündbereitschaft besitzen.

Mehr zum Thema: Wasserknappheit

dpa/MDR (Lucas Riemer)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. Juni 2022 | 13:30 Uhr

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