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Ab kommendem Frühjahr könnten am Saale-Krankenhaus in Calbe Streiks drohen. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Ab FrühjahrVerdi droht mit Streik am Saale-Krankenhaus Calbe

02. Dezember 2023, 15:19 Uhr

Der Geschäftsführer des Saale-Krankenhauses, Florian Dietrich, hat die für den 1. Dezember geplante dritte Tarifverhandlung abgesagt. Deswegen bereitet Verdi die Kündigung des aktuell gültigen Tarifvertrages vor, um sich die Möglichkeit des Streiks zu eröffnen. Diese könnten im Frühjahr 2024 folgen.

Die Gewerkschaft Verdi droht mit Streiks im Saale-Krankenhaus Calbe im Salzlandkreis. Wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte, hat Krankenhaus-Geschäftsführer Florian Dietrich die für den 1. Dezember geplante dritte Tarifverhandlung abgesagt. Während in vergleichbaren Häusern die Entgelte um bis zu 15 Prozent stiegen, gingen die Beschäftigten in Calbe leer aus, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gewerkschaftssekretär Jens Berek sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Krankenhaus-Leitung wolle den Beschäftigten den Krankenhauszuschuss streichen. Über höhere Entgelte sei in den Tarifverhandlungen seitens der Krankenhaus-Leitung noch gar nicht gesprochen worden. Es gebe nach wie vor kein Angebot des Arbeitgebers. Laut Berek bereitet Verdi daher gerade die Kündigung des aktuell gültigen Tarifvertrages vor, um sich die Möglichkeit des Streiks zu eröffnen. Solange ein Tarifvertrag bestehe, gelte eine Friedenspflicht.

Ab Frühjahr sind Streiks möglich

Nach Ablauf der Kündigungsfrist seien dann aber Streiks im Saale-Krankenhaus Calbe möglich. Das wäre voraussichtlich ab Frühjahr der Fall. Auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT erklärte Krankenhaus-Geschäftsführer Florian Dietrich, man führe Gespräche mit Verdi, mehr könne er dazu nicht sagen.

Karsten Lehmann, Pressesprecher des Saale-Krankenhauses Calbe, zeigte sich überrascht von den Plänen der Verdi, den aktuell gültigen Tarifvertrag zu kündigen: "Bisher gab es lediglich Sondierungsgespräche – aber keine offiziell deklarierten Tarifverhandlungen. Schon in der zweiten Sondierungsrunde haben wir signalisiert, was wir anbieten – unter anderem Reduzierung der Arbeitszeit, Erhöhung der Urlaubstage und die Steigerung der Jahressonderzahlung."

Weil von der Gewerkschaft keine Reaktion gekommen sei, habe man die dritte Sondierungsrunde abgesagt. Lehmann versicherte, die Arbeitgeberseite sei weiterhin gesprächsbereit.

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MDR (Engin Haupt, Alisa Sonntag)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 01. Dezember 2023 | 20:00 Uhr

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