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MobilitätKretschmer: Deutschlandticket muss finanziell abgesichert werden

20. September 2023, 06:00 Uhr

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Das Deutschlandticket muss aus Sicht von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer langfristig finanziell abgesichert werden. "Wir spüren, dass dieses 49-Euro-Ticket sehr gut angenommen wird und vor allen Dingen von Menschen in Metropolen", sagte der CDU-Politiker nach einer Kabinettssitzung im Silberbergwerk der Reichen Zeche in Freiberg.

Das Deutschlandticket ist beliebt, auch in Sachsen. Ministerpräsident Kretschmer will eine sichere Finanzierung über das Jahr 2023 hinaus. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Kretschmer: Jetzt höhere Taktdichte im ländlichen Raum notwendig

Nun brauche es den nächsten Schritt: eine höhere Taktdichte und mehr Bus- und Schienenfahrzeuge in den ländlichen Regionen. In der Realität seien die kommunalen Verbände im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs jedoch unterfinanziert. Kretschmer sagte, diese Unterfinanzierung werde auch in den kommenden Jahren weiter wachsen. Hierüber wolle er demnächst in Berlin mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sprechen. "Wir werden ihm deutlich machen, dass das so nicht laufen wird", so Kretschmer.

Finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets ab 2024 offen

Das Deutschlandticket für 49 Euro gibt es seit dem 1. Mai dieses Jahres. Die damit verbundenen Verluste der Branche tragen Bund und Länder je zur Hälfte. Vom Bund kommen von 2023 bis 2025 jeweils 1,5 Milliarden Euro. Die Länder bringen ebenso viel auf. Auch mögliche Mehrkosten über die drei Milliarden Euro hinaus sollen im ersten Jahr zur Hälfte geteilt werden. Wie es 2024 weitergeht, darüber streiten Bund und Länder. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lehnt eine höhere Kostenbeteiligung des Bundes ab.

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MDR (dkö)/dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 19. September 2023 | 19:00 Uhr