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Langläufer auf einer Kunstschnee-Loipe in der grünen Landschaft. Im Thüringer Wald wird versucht, trotz Regen Loipen zu spuren. (Symbolfoto) Bildrechte: imago/Eibner Europa

WintersportLoipen leiden durch Regen im Thüringer Wald - Januar mild und regnerisch

von MDR THÜRINGEN

Stand: 03. Februar 2023, 14:06 Uhr

Das Regenwetter vor dem Wochenende setzt dem Loipennetz im Thüringer Wald stark zu. Nach Angaben des Regionalverbundes Thüringer Wald können die Loipen für Skilanglauf nicht überall frisch präpariert werden, weil der Schnee zu stark aufgeweicht ist. Teilweise würden sich die Spurgeräte deshalb festfahren.

Regenfälle beeinträchtigen das Loipennetz im Thüringer Wald. Laut Regionalverbund ist die Wetterlage mit Neuschnee am Donnerstag und Regen am Freitag eine Herausforderung. "Eine Neupräparierung gestaltet sich derzeit schwierig. Wir versuchen alles", hieß es.

Allerdings habe der Regionalverbund erst einmal fast alle Loipen und Skiwanderwege aus seiner Datenbank herausgenommen. Aktuell sind neun Liftanlagen geöffnet, unter anderem in Oberhof, Masserberg und Steinach.

Gesperrte und gespurte Loipen

In Frauenwald, Stützerbach, Oberhof, Suhl, Schmiedefeld, Vesser, Neustadt am Rennsteig und Spechtsbrunn soll am Freitag versucht werden, die Strecken neu "aufzufahren". Aktuell regne es aber zu sehr, sagte die Sprecherin. In Suhl sei am Morgen ein Spurgerät im weichen Schnee stecken geblieben.

Teilweise geschmolzene Schneedecke unter einem Skilift in Oberhof. Unter dem Lift stehen Schneekanonen. Bildrechte: MDR/Andreas Kehrer

In Floh-Seligenthal (Kreis Schmalkalden-Meiningen) und Tambach-Dietharz (Kreis Gotha) ist der Wald bis Montag wegen umgestürzter Bäume gesperrt, dort sei keine Präparierung möglich. Bei Masserberg im Kreis Hildburghausen mussten am Donnerstag im Auftrag von Thüringenforst zahlreiche umgestürzte Bäume von den Skistrecken geräumt werden.

Bedingungen für Biathlon-WM gut: Gelagerter Schnee bisher nicht nötig

Oberhof erwartet in der kommenden Woche zur Biathlon-WM 308 Athleten aus 37 Nationen. Nach aktuellem Stand sind die Bedingungen dafür gut, wie es vom Organisationskomitee hieß. Die Loipen seien mit einer Schneedecke zwischen 80 und 100 Zentimetern belegt, die 35.000 Kubikmeter Schnee aus den Depots wurden zur Präparierung für die ersten offiziellen Trainings am Montag noch nicht benötigt. 

Ein Wärmeeinbruch ist während der Wettkämpfe ab kommendem Mittwoch bislang zwar nicht vorhergesagt, aber das Organisationskomitee wäre mit diesem Depot nach eigenen Angaben mehr als ausreichend vorbereitet.

Milder Jahresstart im Thüringer Wald

Schaut man sich das Januar-Wetter im Thüringer Wald an, zeigt sich ein regnerischer und recht milder Monat. Laut Rüdiger Manig von der Wetterstation in Neuhaus am Rennweg (Landkreis Sonneberg) war es der zwölftwärmste Januar seit mindestens 1940. Die Durchschnittstemperatur lag seinen Angaben zufolge bei minus 0,6 Grad Celsius. Gleichzeitig habe es im Januar vergleichsweise viel geregnet. Insgesamt fielen laut Manig 180 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das seien 68 Prozent mehr gewesen als der bisherige Mittelwert.

Schnee gab es erst in der zweiten Monatshälfte, wobei dann mit 30 Zentimetern der bisherige Höchstwert in diesem Winter erreicht wurde. Der kälteste Tag war laut Manig der 29. Januar - die durchschnittliche Tagestemperatur lag da bei -7,7 Grad.

MDR (ifl), SID

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Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. Februar 2023 | 12:00 Uhr

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