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Plattenbauten in der DDR

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Wohnungen für MillionenWBS 70 - die wandelbare Einheitsplatte der DDR

Bevor die Partei- und Staatsführung der DDR ihr Wohnungsbauprogramm 1972 starten konnte, musste der Plattenbau preiswerter werden. Es entstand die enorm standardisierte Wohnbauserie WBS 70. Ihr Siegeszug begann 1973.

Einblick in eine Musterwohnung vom Plattenbautyp WBS 70

WBS 70 war die Einheitsplatte der DDR, erstmals bezogen im Frühjahr 1973. Von diesem Typ wurden insgesamt 644.900 Wohneinheiten errichtet. Erkennen kann man den Typ bis heute an den deutlich sichtbaren Fassadenplatten. Bildrechte: dpa
In Berlin-Hellersdorf gibt es noch eine original erhaltene 3-Raum-Wohnung vom Typ WBS 70. Die sogenannte Verkehrsfläche (der Platz für die nötigen Wege) in der Wohnung wurde, so weit wie möglich, minimiert. Ebenfalls typisch die Türen ohne Rahmen. Bildrechte: IMAGO
In allen Wohnung der Wohnbauserie 70 liegen die Bäder innen. Aufgrund ihrer geringen Größe wurden sie als Sanitärzellen bezeichnet. Bildrechte: IMAGO
In der Wohnbauserie 70 ist die Küche vom Wohnbereich abgetrennt. Auch hier nur Platz für die nötigste Ausstattung inkl. eines kleinen Essplatzes. Bildrechte: IMAGO
Im Schlafzimmer der Hellersdorfer WBS-70-Musterwohnung. Bildrechte: IMAGO
Blick ins Wohnzimmer der Musterwohnung mit originaler Ausstattung. Bildrechte: IMAGO
Das kleinste Zimmer: das Kinderzimmer, hier als Jugendzimmer eingerichtet. Bildrechte: IMAGO
Die Einheitsplatte WBS 70 einmal als gläserne 3-Raum-Wohnung - 1987 auf der Zentralen Bauaustellung der DDR.
(Über dieses Thema berichtete MDR AKtuell auch im TV: 11.08.2017 | 21:45 Uhr.)
Bildrechte: IMAGO

Vom Leben in der Platte

Was man aus der Platte machen kann

Modernisierung durch Rückbau und Umbau

Villa Kunterbunt statt tristes Grau: Anfang der 1990er-Jahre überlegten Schüler des Luther-Melanchton-Gymnasium in Wittenberg im Kunstunterricht, wie man ihre Schule - ein Plattenbau vom Typ "Erfurt II" aus dem Jahr 1975 - verschönern könnte. Sie erarbeiten eigene Enwtwürfe und wenden sich schließlich direkt an den Architekten Friedensreich Hundertwasser in Wien. Der Künstler nahm sich des Projekts an und machte aus dem tristen Plattenbau einen bunten Blickfang. Bildrechte: dpa
Weniger ist mehr: In Berlin-Marzahn wurden 16-Geschosser quasi geköpft. Jetzt wohnen Mieter in Zwei- und Dreigeschossern. Bildrechte: dpa
Freundliche Farben und aufgelockerte Fassaden: Im Zwickauer Stadtteil Eckersbach wurde die Wohnqualität durch die Renovierung der alten Plattenbauten verbessert. Bildrechte: dpa
Manchmal reicht schon eine kleine "kosmetische" Behandlung, um den Plattenbauten einen neuen Look zu verpassen wie hier im Neubaugebiet Schwerin-Lankow.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Thüringenjournal | 21.04.2017 | 19:00 Uhr.)
Bildrechte: dpa