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Der überflutete Marktplatz von Grimma im Juni 2013 Bildrechte: imago/Jörn Haufe

ÜbersichtFAQ zum Hochwasser 2013

17. Mai 2023, 09:20 Uhr

Welche Gebiete in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren besonders vom Hochwasser 2013 betroffen? Wo gab es die meisten Schäden? Antworten gibt's im FAQ.


Wo war das Hochwasser 2013?

Durch tagelange Regenfälle kam es in Mitteleuropa zu Hochwasser. Die Folge waren Überschwemmungen in sieben Ländern. In Deutschland musste in 55 Landkreisen Katastrophenalarm ausgerufen werden, vor allem in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.


Wann war das Hochwasser 2013?

Das Hochwasserereignis begann Ende Mai und zog sich bis Mitte Juni 2013.


Welche Orte in Sachsen waren besonders von der Flut betroffen?

Mit Warnstufe 4 an Mulde, Pleiße und Weißer Elster war zunächst besonders Westsachsen vom Hochwasser betroffen. Teile der Gemeinden von Döbeln, Grimma und Eilenburg wurden evakuiert, mehrere Talsperren liefen Anfang Juni über. Fast alle Orte, die abwärts der Mulde liegen, waren vom Hochwasser betroffen.

Auch die Pegelstände der Elbe erreichten Anfang Juni die Hochwasserwarnstufe 4. Die Orte Königstein, Schmilka, Postelwitz und Dresden-Gohlis wurden evakuiert. Der Pegel überschritt in Schöna und Torgau die Neun-Meter-Marke, in Dresden die Acht-Meter-Marke. Überflutet wurden die Städte Königsstein, Pirna, Teile von Radebeul und die Altstadt von Meißen.


Wo waren die betroffenen Gebiete in Sachsen-Anhalt?

In Sachsen-Anhalt führten Anfang Juni Saale, Unstrut, Weiße Elster, Mulde, Elbe und Havel Hochwasser. Viele Gebiete rund um die Saale wurden überflutet (Halle, Zeitz, Merseburg, Weißenfels, Naumburg, Bernburg). Der Saalepegel übertraf mit mehr als acht Metern in Halle-Trotha die bisherige Höchstmarke. Tausende Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Entlang der Elbe wurde Katastrophenalarm ausgelöst, in Magdeburg wurde ein neuer Höchststand erreicht. Zugverbindungen von Magdeburg und Stendal nach Berlin wurden unterbrochen, weil die Strecken über die Elbe nicht mehr passierbar waren. In Klein Rosenburg brach vor den Toren Magdeburgs ein erster Deich, tausende Menschen östlich der Elbe wurden vorsorglich evakuiert.

In der Nacht zum 10. Juni 2013 brach schließlich der Elbdeich bei Fischbeck im Landkreis Stendal. Viele Orte in der Nähe wurden überflutet. Tagelang flossen die Wassermassen ungehindert in den Elb-Havel-Winkel. Um das Leck von 90 Metern zu schließen, wurden insgesamt drei Lastkähne vor der Deichbruchstelle versenkt.


Welche Gebiete in Thüringen traf die Flut 2013?

In Thüringen war zunächst die Mitte des Landes betroffen. Durch steigende Pegelstände der Gera kam es im Raum Erfurt zu Überschwemmungen, befürchtete Deichbrüche blieben aber aus. Das Hochwassergeschehen verlagerte sich weiter nach Osten, und die vollgelaufene Ilm sorgte für Überschwemmungen im Weimar.

Vom Hochwasser an Weißer Elster und Pleiße waren besonders die Städte Greiz, Berga/Elster und Gera betroffen. Aber auch im Altenburger Land mussten viele Dörfer evakuiert werden. Durch das Hochwasser der Werra war in Bad Salzungen ein bebauter Hang abrutschgefährdet. In Meiningen kam es zu starken Überflutungen.


Welche finanziellen Schäden hinterließ das Hochwasser 2013?

Einem Bericht der Bundesregierung zufolge verursachte das Hochwasser Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro. Demnach meldete Sachsen-Anhalt mit 2,7 Milliarden Euro die höchsten Schäden, gefolgt von Sachsen (1,9 Milliarden Euro) und Bayern (1,3 Milliarden Euro). Thüringen bezifferte die Schäden auf rund 450 Millionen Euro.

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