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Winterportulak kann auch direkt ins Beet gesät werden, er keimt bei Temperaturen unter zwölf Grad. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen etwa sechs bis acht Wochen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Pflegeleichtes WintergemüseWinterportulakbot. Claytonia perfoliata oder Montia perfoliata, auch: Gewöhnliches Tellerkraut, Kubaspinat oder Postelein

Stand: 01. Oktober 2020, 14:42 Uhr

Im März ist es noch kühl genug für ein besonders Wintergemüse: das Tellerkraut, im Garten auch als Winterportulak oder Postelein bekannt. Die Pflanze ist ein Tipp für alle, die pflegeleichten Salat anbauen möchten. Winterportulak ist obendrein reich an Vitamin C.

Auf einen Blick
HerkunftNordamerika
PflanzenfamilieQuellkrautgewächse (Montiaceae)
WuchsHorste aus herzförmigen Blättern
Blüteunscheinbare, kleine, weiße Blüten im Frühling und Sommer
Standortsonnig bis halbschattig
Bodenfrischer, humoser Boden
AnbauAussaat bei unter zwölf Grad, da das Saatgut nur bei Kälte keimt
Winterhartja, hält mittelschwere Winter aus
PflegehinweiseSchwachzehrer; Boden feucht halten, eventuell reifen Kompost geben
Lebensdauereinjährig, samt sich an geeigneten Standorten selbst aus
BesonderheitenDie Blätter können ab einer Höhe von etwa zehn Zentimetern mehrfach geerntet werden, bis im Frühsommer die kleinen Blüten erscheinen.

Die Blätter des Winterportulaks zeichnen sich durch ihren frisch-säuerlichen, aber dennoch milden Geschmack aus. Von September bis Ende März kann die einjährige Pflanze immer wieder neu ausgesät werden. Um zu keimen, braucht das Saatgut Temperaturen unter zwölf Grad. Gartenexpertin Carola Sedlacek rät, eine dünne Schicht Sand über die Saat zu sieben, statt sie mit Erde zu bedecken. So haben es die Keimlinge später leichter, sich zu entfalten.

Als Schwachzehrer benötigt der Winterportulak keinen Dünger, lediglich etwas reifer Kompost kann der Erde beigemengt werden. Der Boden sollte jedoch feucht gehalten werden. Die erste Ernte ist nach sechs bis acht Wochen möglich. Ab Anfang April erscheinen die kleinen Blüten, dann sollten die Blätter nicht mehr verzehrt werden. Winterportulak breitet sich an einem geeigneten Standort von selbst aus, wenn er in Ruhe gelassen wird.

Das Blattgemüse schmeckt gut in Kombination mit Wintersalaten wie Chicorée, Radicchio, Frisée und Endivie. Die fleischigen Blätter können auch wie Spinat zubereitet oder für Brotaufstriche verwendet werden.

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 11. April 2020 | 12:15 Uhr