Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben
Bei Lebensmitteln steigen die Preise weiter - wenn auch nicht mehr ganz so stark. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Bundesamt für StatistikTeuerungsrate im Mai auf 6,1 Prozent gesunken

13. Juni 2023, 10:38 Uhr

Die Preise steigen weiter, vor allem für Nahrungsmittel. Doch die Inflation hat sich erneut verlangsamt. Die Teuerungsrate ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit März 2022 gesunken. Ein normales Niveau wird sie aber voraussichtlich erst im kommenden Jahr erreichen.

Die Inflation hat sich in Deutschland weiter verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, betrug die Teuerungsrate im Mai 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der niedrigste Stand seit März 2022.

Sowohl die Preise für Nahrungsmittel als auch für Energie stiegen den Berechnungen der Statistiker zufolge im Jahresvergleich weitaus weniger stark als noch im April des laufenden Jahres. Von April auf Mai fielen die Preise sogar leicht um 0,1 Prozent. Das Bundesamt bestätigte damit seine vorläufigen Angaben von vor zwei Wochen.

Lebensmittel bleiben Preistreiber

Hauptpreistreiber blieben trotz Abschwächung Lebensmittel mit einem Plus von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich teurer wurden vor allem Molkereiprodukte (plus 28,2 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 19,3 Prozent) und Gemüse (plus 17,3 Prozent).

Alles anzeigen

Bei Energieprodukten liegt die jährliche Verteuerung nur noch bei 2,6 Prozent. Hier fällt der gewaltige Preissprung unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges inzwischen aus der Berechnung heraus. Hinzu kommen Entlastungsmaßnahmen der Regierung. Deutlich teurer wurden zuletzt noch Erdgas, Strom und Fernwärme, billiger waren hingegen leichtes Heizöl und Kraftstoffe.

Inflationsrate bleibt auf hohem Niveau

Bundesamt-Präsidentin Ruth Brand betonte, die Inflationsrate bleibe weiter auf einem hohen Niveau. Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Sebastian Dullien, rechnet damit, dass die Teuerung im Gesamtjahr 2023 noch bei mehr als fünf Prozent liegen werde. Er forderte, die Europäische Zentralbank müsse "mit ihren Zinsschritten nun zunächst eine Pause einlegen und die weitere Entwicklung abwarten". Die Inflation bewege sich "absehbar" in Richtung des EZB-Ziels von zwei Prozent, für das kommende Jahr rechne er mit 2,5 Prozent.

DPA, Reuters, AFP (dko)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 13. Juni 2023 | 08:30 Uhr

Mehr aus Wirtschaft

Mehr aus Deutschland