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Für mehr Güterverkehr sollen die Schienenstrecken zwischen Uelzen, Stendal, Magdeburg und Halle ausgebaut werden. (Symboldbild) Bildrechte: MDR/L. Müller

Mehr GüterverkehrBahn baut Strecke zwischen Uelzen und Halle aus

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 19. August 2022, 07:08 Uhr

Der Güterverkehr der Bahn aus Norddeutschland nach Sachsen-Anhalt soll ausgeweitet werden. Dafür wird die rund 250 Kilometer lange Strecke von Uelzen über Stendal und Magdeburg bis nach Halle ab 2025 zweigleisig ausgebaut.

Künftig können mehr Güter von den norddeutschen Seehäfen mit dem Zug in Richtung Sachsen-Anhalt transportiert werden als bisher. Dazu werde die rund 250 Kilometer lange Strecke von Uelzen über Stendal und Magdeburg bis nach Halle ab 2025 zweigleisig ausgebaut, teilte die Bahn am Donnerstag mit.

Geschätzte Kosten: eine Milliarde Euro

Die Kosten dafür lägen schätzungsweise bei mehr als einer Milliarde Euro. Güterzüge sollten über die Verbindung in Richtung Halle und von dort in EU-Länder wie Österreich, Tschechien und die Slowakei fahren - und das Verkehrsvolumen auf der Schiene nehme weiter zu.

Nach Angaben der Bahn werden rund 70 Kilometer der Gesamtstrecke zweigleisig ausgebaut. Dafür werde das Projekt in die Abschnitte Uelzen–Stendal sowie Stendal–Magdeburg–Halle unterteilt. Diese Abschnitte sollten in getrennten, aber eng aufeinander abgestimmten Projekten ausgebaut werden.

Vier Jahre Bauzeit für Abschnitt Uelzen-Stendal geplant

Der Streckenabschnitt von Uelzen nach Stendal solle voraussichtlich 2029 in Betrieb genommen werden, der Knoten Stendal vermutlich zu Beginn des kommenden Jahrzehnts, sagte ein Sprecher. Für den Abschnitt weiter nach Magdeburg und Halle gebe es derzeit noch keinen Termin. Künftig sollten 230 bis 270 Züge pro Tag auf der Strecke unterwegs sein – 180 davon sollten Güterzüge sein.

Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecke sollten von umfassenden Lärmschutzmaßnahmen profitieren, kündigte die Deutsche Bahn an. So sollten auf der Strecke zwischen Uelzen und Stendal auf einer Länge von 39 Kilometern neue Schallschutzwände errichtet werden. Bahnhöfe, Haltepunkte und Kreuzungen würden angepasst.

Die Strecke Uelzen-Stendal war als Teil des Amerikalinien-Korridors zu den Seehäfen ursprünglich zweigleisig. Nach dem zweiten Weltkrieg und bedingt durch die deutsche Teilung wurde das zweite Gleis etappenweise abgebaut.

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dpa, MDR (Oliver Leiste)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. August 2022 | 16:00 Uhr