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Verschiedene Gerätschaften für eine mögliche Mondlandund, darunter der der Nova-C lander von Intuitive Machines (Mi.). Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Wissen-NewsNächster Versuch: Weitere US-Firma versucht erste private Mondlandung

12. Februar 2024, 13:46 Uhr

Immer mehr Länder und Unternehmen drängen zum Mond. Aber eine Landung auf dem Erdtrabanten ist keine einfache Sache, wie allein dieses Jahr schon zwei Versuche gezeigt haben. Jetzt folgt der nächste.

Der Mond ist dieser Tage ein begehrtes Ziel - aber eine erste kommerzielle Landung auf dem Erdtrabanten hat immer noch kein Unternehmen geschafft. Am Mittwoch (14.02.2024, ab 6.57 Uhr MEZ) soll der nächste Versuch starten: Dann will das US-Unternehmen Intuitive Machines mit Sitz im texanischen Houston den Lander "Nova-C" zum Mond schicken. Der Start am Weltraumbahnhof Cape Canaveral mithilfe einer "Falcon 9"-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Technologie-Milliardär Elon Musk könnte sich allerdings auch noch verzögern. Intuitive Machines hofft auf eine Mondlandung am 22. Februar. Es wäre die erste – wenn auch unbemannte – US-Mondlandung seit den Apollo-Missionen vor über 50 Jahren und die erste kommerzielle Landung auf dem Erdtrabanten in der Raumfahrtgeschichte. 

Der "Nova-C"-Lander mit dem Spitznamen "Odysseus" ist etwa so groß wie eine altmodische rote britische Telefonzelle, hat Aluminium-Beine, wiegt rund 700 Kilogramm und kann etwa 130 Kilogramm Ladung mitnehmen. Einen großen Teil davon hat die Nasa mit Forschungsgeräten und anderem belegt, den Rest haben sich vor allem kommerzielle Unternehmen für ihre Vorhaben gesichert. Der Künstler Jeff Koons möchte 125 in einem großen Würfel befindliche Miniaturskulpturen aus rostfreiem Stahl mitsenden. Sie seien mit Menschen verbunden, die in der Geschichte bedeutende Leistungen vollbracht haben. "Odysseus" soll in der südlichen Region des Mondes in einem Krater namens "Malapert A" landen. Nach einem möglichen erfolgreichen Aufsetzen wäre der Lander nach Angaben seiner Hersteller ungefähr sieben Tage lang funktionsfähig.

Mondlandungen gelten allerdings als technisch höchst anspruchsvoll - und gehen häufig schief. Allein in diesem Jahr liefen schon zwei geplante Mondlandungen anders als erhofft: Das US-Unternehmen Astrobotic mit Sitz in Pittsburgh hatte im Januar die "Peregrine"-Kapsel losgeschickt. Schon kurz nach dem Start gab es Probleme aufgrund einer Störung des Antriebssystems. Den Ingenieuren gelang zwar zeitweise eine Stabilisierung der Kapsel, das Ziel einer Mondlandung musste aber aufgegeben werden. Wenige Tage später verglühte "Peregrine" in der Erdatmosphäre.  Kurz darauf setzte der Lander "SLIM" (Smart Lander for Investigating Moon) der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa zwar sanft auf dem Mond auf, hatte allerdings zunächst Probleme mit der Energieversorgung. Erst nach tagelangem Stromausfall konnte "SLIM" dann doch noch in Betrieb gehen.

dpa

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