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Romantisch gelegen ist der Max-Klinger-Weinberg in Großjena bei Naumburg am Saale-Unstrut-Tal. Bildrechte: Christine Rühlmann

Audiowalk, Steinzeithimmel, Urban Art

Kultur unter freiem Himmel: Ausflugsziele für Sachsen-Anhalt

Stand: 13. Juli 2021, 15:03 Uhr

Wir laden ein, Kultur an der frischen Luft zu genießen: an Max Klingers Wirkungsstätte bei Großjena, auf dem Kunstweg Arche Nebra, im Rosarium Sangerhausen, im Gradierwerk Bad Kösen oder im Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Tipps gibt es außerdem für eine Harz-Wanderung auf Heines Spuren oder für einen Spaziergang durch Quedlinburg, den Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode oder die Freiraumgalerie in Halle. Unsere Tipps für Ausflüge in Sachsen-Anhalt werden fortlaufend aktualisiert.

Nebra: Archäologie, Kunst und Naturerlebnis verbinden

Vom Besucherzentrum aus führt der drei Kilometer lange Kunstweg zum Fundort der Himmelsscheibe. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Besucher des Fundplatzes der über 3.600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra können seit 21. Juni im direkten Umfeld mehrere Kunstwerke betrachten. Auf dem etwa drei Kilometer langen Weg vom Besucherzentrum "Arche Nebra" zum Mittelberg sind drei Werke platziert, die sich mit archäologischen Themen auseinandersetzen. Sie wurden im Rahmen eines Kunstwettbewerbs ausgewählt. Unter dem Motto "Zwischen Welt und Kosmos" soll der Kunstweg Archäologie, Kunst uns Naturerlebnis verbinden.

Weitere InformationenAusgangspunkt ist das Besucherzentrum "Arche Nebra"

An der Steinklöbe 16
06642 Nebra

Barrierefreiheit
Der Kunstweg ist für gehbehinderte Personen nur eingeschränkt nutzbar. Er enthält eine Höhendifferenz von rund 130 Metern.

Naumburg: Welterbe, Weinberg und "Wilde Zicke"

Die Stadt Naumburg ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert: Der Naumburger Dom ist UNESCO-Welterbestätte und nicht nur architektonisch ein beeindruckendes Werk. Berühmt sind die Stifterfiguren des Naumburger Meisters in dem Gotteshaus, darunter Ekkehard und Uta. Der Leipziger Maler Neo Rauch gestaltete drei Glasfenster für die Elisabeth-Kapelle.

Nach dem Dombesuch hat eine Fahrt mit der nostalgischen "Wilden Zicke", der DDR-Straßenbahn, die durch Naumburg bummelt, besonderen Charme! Unweit der Stadt liegt Großjena, wo der Leipziger Künstler Max Klinger lebte und wirkte. Ein Besuch seines Radierhäuschens mitten im Weinberg verspricht eine idyllische Zeit. Der Saale-Wein-Weg der Gegend führt rund 25 Kilometer am Flußlauf entlang. Wer nicht wandern will, kann die Tour auch per Fahrrad machen. Wer von Großjena aus durch den Blütengrund kommt, kann auch das Steinerne Festbuch bestaunen, ein großes Relief mit Szenen aus dem Alten Testament zur Arbeit im Weinberg, dem Weingenuss und dessen Folgen.

2018 wurde Naumburgs Dom ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Bildrechte: Privat

Weitere InformationenNaumburger Dom
Domplatz 16/17
06618 Naumburg

Öffnungszeiten:
März bis Oktober
Montag bis Samstag 9 bis 18 Uhr
Sonntag/kirchliche Feiertage 11 bis 18 Uhr

Max-Klinger-Weinberg
Max-Klinger-Straße 19
06618 Großjena

Corona-Hinweis beachten!

Seit dem 1. Juni 2021 ist der Naumburger Dom wieder für Besucher geöffnet. Es ist kein negativer Test oder Impf-/Genesungsnachweis nötig. Weil die Zahl gleichzeitiger Besucher im Dom begrenzt ist, wird allerdings der Kauf eines Zeitfenster-Tickets über die Dom-Website empfohlen, besonders für Gruppen.


Wandern in und um Bad Kösen

Auf der romanischen Rudelsburg verfasste Franz Kugler 1826 das Lied "An der Saale hellem Strande". Bildrechte: ddp

Der seit 1859 als Solbad Bad Kösen bezeichnete Kurort bietet vielseitige Erholung: Das Gradierwerk Bad Kösen bietet von Mai bis Oktober Freiluftinhalation an, bei der die gesunde salzhaltige Luft genossen werden kann. Verschieden lange Wanderungen sind auf dem Geopfad oder dem Saale-Wein-Wanderweg möglich: es locken Ausblicke auf die Rudelsburg, Burg Saaleck oder ein Besuch auf dem Landesweingut "Kloster Pforta".

Weitere InformationenGradierwerk Bad Kösen
Rudolf-Breitscheid-Straße
06628 Naumburg (Saale)

Freiluftinhalation auf dem Gradierwerk (1. Etage)
- April und Oktober Samstag, Sonntag, Feiertage 13 bis 17 Uhr
- Mai bis September Montag bis Freitag 15 bis 17 Uhr und Samstag, Sonntag, Feiertage 13 bis 17 Uhr

Gradierwerk Besichtigung Oberdeck
Sonntag, Feiertage 13 bis 17 Uhr


Erholen im historischen Bad Schmiedeberg

Die kleine Kurstadt in Sachsen-Anhalt ist weniger bekannt, besticht aber durch eine idyllische Lage im Naturpark Dübener Heide. Bad Schmiedeberg ist ein Ort der Ruhe mit großer Naturvielfalt und ein kleiner Geheimtipp für Architektur-Fans. Besondere Entdeckungen sind das Renaissance-Rathaus von 1570, das alte Stadttor aus dem Jahr 1490 und das nahezu komplett im Original erhaltene Kurhaus von 1907. Das Jugendstil-Gebäude hat ein beeindruckendes Foyer und einen Festsaal. Angrenzend liegt der Kurpark, der zu einem Spaziergang einlädt.

Ein Besuch des Bad Schmiedeberger Kurhauses und des Kurparks lohnt sich. Bildrechte: Matthias Knoch

Weitere InformationenKurhaus Bad Schmiedeberg
Kurpromenade
06905 Bad Schmiedeberg

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr
Samstag: 8 bis 12 Uhr


Wanderausflüge in die Dübener Heide

Natur pur im Naturpark "Dübener Heide"! Ob Wandertouren allein, romantisch zu zweit, mit Freunden oder mit der Familie – in der Dübener Heide kann man wunderbar zu Fuß unterwegs sein. Viele verschiedene Wanderwege stehen hier zu Auswahl, sind gut ausgeschildert und führen vorbei an einsamen Lichtungen und idyllischen Waldseen. Familien können als "HeideWächter" auf Schatzsuche rund um das "NaturparkHaus" gehen. Am Ende dieser digitalen Schnitzeljagd wartet eine Schatzkiste, die gefunden werden will.

Die Dübener Heide ist der größte Mischwald Mitteldeutschlands und erstreckt sich zwischen Elbe und Mulde. Bildrechte: IMAGO / Shotshop

 


Das Freilichtmuseum Ferropolis

Ferropolis – die Stadt aus Eisen: Das sind fünf stählerne Bagger-Giganten auf einer Halbinsel im ehemaligen Braunkohle-Tagebau Golpa-Nord. Nach einer Idee vom Bauhaus Dessau wurde das Gelände im Rahmen der Expo 2000 zu einem Ankerpunkt auf der Europäischen Route der Industriekultur. Die Bagger bieten nicht nur eine einmalige Kulisse für zahlreiche Konzerte und Festivals, sondern sind auch ein Freilichtmuseum. Denn die einstigen Bergbau-Geräte können besichtigt und teilweise sogar bestiegen werden. Die Geschichten der Bergbauarbeiterinnen und -arbeiter sollten nicht verloren gehen. Studierende der Burg Giebichenstein führten Interviews, um sie in eine App einzuspeisen. Am besten anhören kann man sie sich vor Ort.

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Ferropolis - Die Stadt aus Eisen

Weitere InformationenFerropolis – Stadt aus Eisen
Ferropolisstraße 1
06773 Gräfenhainichen

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr

Eintritt: 6 Euro/ermäßigt 3 Euro


UNESCO-Weltkulturerbe Quedlinburg

Malerische Fachwerkhäuser in Quedlinburg Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser, mittelalterliche Plätze: All das zieht Besucherinnen und Besucher nach Quedlinburg. Seit 1994 gehören die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Sandsteinbau der Stiftskirche können bis heute die Königsgräber von Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde besucht werden. Außerdem befindet sich dort die Schatzkammer mit dem Domschatz, der ebenfalls von Heinrich I. begründet wurde.

Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode

Einer der schönsten Miniaturenparks Deutschlands zeigt mehr als 60 Harzer Sehenswürdigkeiten in einer faszinierenden Miniatur-Landschaft mit Zwerggehölzen, Felsen und Wasserläufen. Zwischen den Modellen schlängeln sich schnaubend die Harzer Schmalspurbahnen zum Brocken empor. Der anschließende Besuch des Bürgerparks mit seinen Themengärten, Spielplätzen und Picknickecken, dem Tiergehege und den wunderschönen Blickachsen auf die Harzer Landschaft, runden den Aufenthalt ab.

Der "Kleine Brocken" im Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Weitere InformationenPark und Garten GmbH Wernigerode
Dornbergsweg 27
38855 Wernigerode
Sachsen-Anhalt

Kassenöffnungszeiten:
Täglich 9 bis 18 Uhr
Der Bürgerpark kann bis Einbruch der Dunkelheit über die Drehtore verlassen werden. Wetterbedingte Teilschließungen sind möglich.

Eintritt:
Miniaturenpark 2021 (inklusive Bürgerpark)
Tageskarte Erwachsene: 7 Euro
Tageskarte ermäßigt: 5 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder):
17 Euro

Es können Rollstühle oder Bollerwagen ausgeliehen werden.


Grenzdenkmal Hötensleben

Hötensleben war bis 1989 von einer massiven Grenzsperranlange umgeben. Denn die Gemeinde im Landkreis Börde lag unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Die Anlage ist in Teilen erhalten und bietet heute ein beeindruckendes Zeugnis des DDR-Grenzregimes. Besucherinnen und Besucher können den 350 Meter langen und erhaltenen "Schutzstreifen" aus Mauer, Metallgitterzäunen, Signaldrähten, Minenfeldern und Wachtürmen anschauen. Tafeln informieren beispielsweise über die Funktionsweise von Selbstschussanlagen und die Unmenschlichkeit der Grenzeinrichtung.

Das Grenzdenkmal gehört zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, die etwa 15 Autominuten von Hötensleben entfernt liegt.

Weitere InformationenGrenzdenkmal Hötensleben
Mühlenweg 29
39393 Hötensleben

Das Gelände ist frei zugänglich. Führungen werden über das ganze Jahr angeboten. Auch sie sind kostenfrei, müssen aber unter grenzdenkmal@aol.com angemeldet werden.


Die Berg- und Rosenstadt Sangerhausen

Der Marktplatz der mehr als 1.000 Jahre alten Stadt Sangerhausen Bildrechte: MDR/Mandy Schalast-Peitz

Die Stadt Sangerhausen im Kreis Mansfeld-Südharz ist vor allem bekannt für den Bergbau und sein Rosarium, in dem es mehr als 8.600 Rosensorten zu bestaunen gibt. Alle sind mit Namensschildern versehen, von "Rose du Roi" bis "James Bond" – eine Art Gen-Datenbank für Rosen. Die Gartenanlage im Rosarium ist mit Skulpturen und Teichen herrlich gestaltet.

Darüber hinaus lädt die mehr als 1.000 Jahre alte Stadt zum Schlendern ein: Fachwerkhäuser, eine mittelalterliche Stadtmauer und der Jakobikirche mit ihrem schiefen Turm zieren das Stadtbild. Das älteste Bauwerk der Stadt, die St.-Ulrich-Kirche, gehört zur Straße der Romanik.

Weitere InformationenEuropa-Rosarium
Am Rosengarten 2A
06526 Sangerhausen

Öffnungszeiten:
Juni bis August: täglich 9:30 bis 19 Uhr
September bis Mai: täglich 9:30 bis 17 Uhr

Eintritt:
Juni bis August: 12,50 Euro/Kinder 5 Euro
Mai, September, Oktober: 6 Euro/Kinder 2 Euro

Burg- und Schlossmuseum Allstedt

Heute sieht es rund im die Anlage beschaulich aus. Dabei hielt der radikalste der Reformatoren, Thomas Müntzer, 1524 in der Hofstube einst seine berühmt-berüchtigte Fürstenpredigt: Die Obrigkeit sollte sich seinen Vorstellungen vom urchristlichen Leben anschließen, andernfalls werde das Volk sie entmachten. Noch vor Luther hielt er die Messe in deutscher Sprache und lockte tausende Bauern und Bergknappen nach Allstedt. Seit 2015 gibt es einen Thomas-Müntzer-Weg in Allstedt, der auf der Burg beginnt.

Deren Geschichte beginnt schon weit früher, als eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches. Ende des 9. Jahrhunderts wurde sie erstmals erwähnt. Nahezu alle deutschen Könige und Kaiser waren von 935 bis 1200 hier zu Gast. So ist die Burg eine Station auf der Straße der Romanik. Friedrich der Weise ließ die Anlage im 15. Jahrhundert zum Renaissance-Schloss umgestalten. Im 17. Jahrhundert wurde es barock. Noch einmal 100 Jahre später hinterließ Goethe seine Spuren, 1779  verfasste er drei Akte seines Dramas "Iphigenie auf Tauris" in Allstedt. Und Filmkulisse war die Burg auch schon, für "Katharina Luther" wurde hier gedreht.

Burg und Schloss Allstedt Bildrechte: imago images/imagebroker

Weitere InformationenBurg und Schloss Allstedt
Schloss 8
06542 Allstedt

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr

November bis März
Dienstag bis Freitag: 10 – 16:30 Uhr
Samstag, Sonntag: 13 – 17 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 6 Euro
Kinder, Schüler, Studenten 3,50 Euro
Ermäßigt 3,50 Euro


UNESCO-Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Die Insel Stein im Wörlitzer Schlosspark Bildrechte: dpa

Mehr als 250 Jahre ist das Dessau-Wörlitzer Gartenreich alt. Ab 1764 ließ Fürst Leopold III. den Landschaftspark von Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff anlegen. Die Idee war dabei von der Aufklärung beeinflusst: Der Fürst wollte, dass Mensch, Natur und Kunst miteinander in Harmonie verbunden werden. Bauten, Teiche und Brücken können sich sehen lassen: Seit dem Jahr 2000 zählt das Gartenreich Dessau Wörlitz zum UNESCO-Welterbe.

Die Sehnsucht nach Italien und der römischen Antike prägte das Gartenreich und lässt es wie ein begehbares Lexikon von der Antike bis zur Neuzeit erscheinen. Hier kann man spazieren, die Zeit vergessen und staunen.


Das märchenhafte Schloss Wernigerode

Schloss Wernigerode diente bereits verschiedenen Märchenfilmen als Kulisse. Dabei erhielt das Schloss sein märchenhaftes Aussehen erst ausgehenden 19. Jahrhundert. Im zauberhaften Innenhof kann der faszinierenden Architektur-Mix bestaunt werden, der bis auf das Mittelalter zurückgeht. Der Weg zum Schloss lädt zum Wandern ein, kann aber auch mit der Bahn abgekürzt werden. Oben angekommen kann der Ausblick genossen werden.

mit Video

Wie Schloss Wernigerode nach der Wende zum Touristenmagnet wurde

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Archivperle: Schloss Wernigerode in den 80er-Jahren

Weitere InformationenSchloss Wernigerode
Am Schloß 1
38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 oder 18 Uhr (jahreszeitenabhängig)


Lyonel-Feininger-Audiowalk in Halle

Infotafel zu Lyonel Feininger an der Marktkirche in Halle Bildrechte: MDR/Hanna Romanowsky

Mit den Stimmen interessierter Fans von Lyonel Feininger im Ohr, können Sie in Halle den großen Künstler der Moderne kennenlernen. Ein Hörspiel, das gemeinsam vom Kunstmuseum Moritzburg und Studierenden der Hochschule Merseburg entwickelt wurde, führt durch die Stationen des Rundgangs – draußen und viel lebendiger als bei einer Museumsführung.

Auf der Suche nach spannenden Motiven für seine eindrucksvollen Malereien war Feininger zwischen 1929 und 1931 in Halle unterwegs und schuf elf beeindruckende Meisterwerke. Auf Informationsstelen an den Stopps des Audiowalks sind Feiningers Gemälde abgebildet. Wer sich genau hier positionierst, kann Feiningers Perspektive nachempfinden, die er in seinen Bildern eingefangen hat und die reale Umgebung direkt mit Feiningers künstlerischer Interpretation abgleichen.


Archäologie & Astronomie

Die Konstruktion aus Holzzäunen diente als Gradmesser für die Sonnenbewegung. Bildrechte: MDR/Heike Opitz

Mehrere Orte in Sachsen-Anhalt geben beeindruckende Einblicke in die Steinzeit. Dazu gehört das Sonnenobservatorium in Goseck. Die jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlage ist einer der frühesten archäologischen Belege für Himmelsbeobachtungen. Vor 7.000 Jahren wurden der kreisförmige Graben und die zwei konzentrischen Palisadenringe mit Toren zur Sonnenbeobachtung erbaut. Ähnlich eindrückliche steinzeitliche Anlagen sind u.a. das Ringheiligtum Pömmelte südlich von Magdeburg und das Grab der Dilmengöttin von Langeneichstädt.

Weitere Informationen zum Sonnenobservatorium in GoseckDas Sonnenobservatorium ist ganzjährig frei zugänglich.

Das zugehörige Informationszentrum ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro


Klangspaziergänge zu Heinrich Schütz in Weißenfels

Besucher beim Klangspaziergang "Swalk Heinrich Schütz“ vor dem Heinrich Schütz Haus in Weißenfels Bildrechte: dpa

Heinrich Schütz gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des Frühbarock. Mit einer Soundwalk-App kann man seinen Spuren an den Stellen seines Wirkens nachgehen, beispielsweise in Zeitz, aber auch Bad Köstritz (Thüringen) und Dresden (Sachsen). Die meisten Stationen gibt es aber in Weißenfels, wo sich das Heinrich-Schütz-Haus, Wohnhaus und Alterssitz des Komponisten befinden. Kommt man an eine Hörstation, wie etwa das Wohnhaus, startet automatisch eine Audiodatei: Mal berichtet ein Erzähler aus dem Leben von Schütz und mal hört man seine Musik. Die App "Swalk Heinrich Schütz" gibt es für Android- und iOS-Smartphones.


Freilichtmuseum Diesdorf

Das Backhaus und der Speicher im Freilichtmuseum Diesdorf. Bildrechte: MDR KULTUR

In Diesdorf in der Altmark wurde schon vor über 100 Jahren das volkskundliche Museum Diesdorf angelegt, um den Alltag der Bauern zu zeigen. Damit gehört es zu den ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. In historischen Bauernhäusern, Ställen, Scheunen und Gärten wird das Landleben zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert erlebbar.

Wer noch mehr Geschichte erkunden mag, kann im Ort romanische Architektur bestaunen, wie die Klosterkirche St. Maria und Crucis. Außerdem gibt es einen Wanderweg rund um den Ort, an dem man Überreste von Gräbern aus der Steinzeit entdecken kann.

Infos zum Freilichtmuseum DiesdorfAdresse:
Molmker Straße 23,
29413 Diesdorf

Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 17 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder haben freien Eintritt


Urbane Kunst in der Freiraumgalerie

Die außergewöhnliche Graffiti-Kunst an den Häuserwänden in Halles Stadtviertel Freiimfelde bringt Farbe zwischen den grauen Stadt-Beton. In der Nähe des Hauptbahnhofs kann man hier an der frischen Luft viele großformatige Kunstwerke bewundern. Und auch im Stadtviertel Halle-Neustadt bekommen immer mehr Plattenbauten durch Graffiti einen modernen, hippen Touch. So große Leinwände hat man selten gesehen!

Kunst an einer Hauswand in Halle Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Harzer Heinrich-Heine-Weg von Ilsenburg zum Brocken

Blick ins Ilsetal mit den Ilsefällen Bildrechte: dpa

1824 soll der Dichter und Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856) diesen Weg hinauf zum Brocken gewandert sein. Seine Erlebnisse verarbeitete er in der bekannten Reisebeschreibung "Harzreise". Der 26 Kilometer lange Rundwanderweg führt durch urwüchsige Buchenwälder des Ilsetals, vorbei an den Ilsefällen und am Heinrich-Heine-Denkmal bis hoch zum Brockenplateau.

Daten zum WanderwegRoute: von Ilsenburg bis zum Brockengipfel und zurück
Länge: ca. 26 km
Dauer: Je drei bis vier Stunden für Auf- und Abstieg einplanen


Moorlandschaft Drömling entdecken

Das Moor Drömling ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Bildrechte: MDR/Andreas Müller

2021 soll der große Moment kommen, die Anerkennung des Naturparks als Biosphärenreservat durch die UNESCO. Im 18. Jahrhundert wurde die Senke auf Anweisung von Friedrich dem Großen entwässert, weil es wegen des geringen Gefälles zu den Flüssen Aller und Ohre immer wieder zu Überschwemmungen kam. Die Menschen der Umgebung hoben mehrere Gräben aus, die das Wasser auch in Weser und Elbe ableiteten. Dadurch entstand vor allem für Otter ein großes Jagdrevier. Mehrere Radwege führen durch den Drömling und laden dazu ein, diese in Deutschland einzigartige Landschaft kennen zu lernen.

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 29. September 2019 | 08:59 Uhr