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Der Riesen-Bärenklau wurde einst als Zierpflanze eingeführt, gilt jedoch mittlerweile als gefürchteter Neophyt an Flussufern, Wald- und Straßenrändern. Die Pflanze verdrängt einheimische Arten und löst bei Berührung mit ungeschützter Haut Verbrennungen aus. Bildrechte: IMAGO

Buch des Monats September"Gärtnern ohne invasive Pflanzen" von Norbert Griebl

von Jens Haentzschel

Stand: 30. September 2018, 08:30 Uhr

Robinie, Riesen-Bärenklau und Japanischer Staudenknöterich sind nur drei von vielen Exoten, die sich stark ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen. Eingeführt wurden sie unter anderem für Parks und Gärten, doch mittlerweile sind sie eine Bedrohung für die Artenvielfalt. Jens Haentzschel stellt den Buchtipp des Monats September vor, in dem es um heimische Alternativen für invasive Arten geht.

Das Buch in einem Satz:

Vorbeugung statt Bekämpfung im Garten ist hier die Devise.

Darum geht’s:

Viele Pflanzen in unserer Landschaft und unseren Gärten kommen aus der Ferne und haben nach all dem Glanz viel Schrecken verbreitet, weil sie sich stark ausbreiten und damit heimische Pflanzen verdrängen. Der Götterbaum ist so ein Beispiel: Er ist schön anzusehen, nimmt sich aber viel Platz und gilt als Klimaprofiteur, der sich immer weiter ausbreitet. Auch der Japanische Staudenknöterich bietet durch sein dichtes Blätterdach anderen Arten kaum Überlebenschancen. In diesem Buch werden 70 so genannte Neophyten passende heimische Alternativen entgegengesetzt: Statt Japanischer Aralie bietet sich Schwarzer Holunder an, statt Douglasie eine Rot-Föhre. Das Buch will also den ökologischen Fußabdruck und den Artenschutz in unseren Gärten stärken und bietet allerlei informative Angaben zu Pflanzen, die uns hier und da sichtlich im Garten belasten.

Bildrechte: Haupt Verlag

Gärtnern ohne invasive PflanzenProblempflanzen und ihre heimischen Alternativen

Von Norbert Griebl

256 Seiten, 227 Farbfotos
gebunden, Format: 19,5 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-258-08069-7
Preis: 29,90 Euro
Haupt Verlag

Das macht das Buch besonders:

Im Gegensatz liegt hier der hohe Informationswert: Das Buch stellt 70 heimische Pflanzen als Alternativen für eingewanderten Arten porträthaft vor, die sich von Natur aus in unseren Gärten wohl fühlen und andere Pflanzen nicht so stark be- oder verdrängen wie die Neophyten.

Der Autor:

Norbert Griebl, Gärtnermeister und Kräuterpädagoge, beschäftigt sich seit seiner Kindheit intensiv mit Wildpflanzen. Sein Spezialgebiet sind heimische Orchideen und andere Wildstauden. Botanische Exkursionen führten ihn bereits auf mehrere Kontinente. Er lebt in Stainz in Österreich.

Das Buch gefällt gärtnernden Menschen, denen…

..die biologische Vielfalt am Herzen liegt und die hier Handlungsansätze dafür bekommen, heimischen Pflanzen mehr Aufmerksamkeit im Garten einzuräumen. Ein wichtiges Buch, das Übersicht und Tiefe bietet.

Buchtipps aus dem MDR Garten

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 30. September 2018 | 08:30 Uhr