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Nelken-Vielfalt auf einem Tisch: Nelken gibt es in vielen Farben und Formen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Für Garten oder Balkon

Nelken: Pflegeleicht, robust und dekorativ

botanischer Name der Gattung: Dianthus

Stand: 15. Juli 2021, 12:59 Uhr

Nelken sind pflegeleicht und robust, tragen hübsche Blüten in vielen Farben und Formen und fühlen sich im Garten und auf dem Balkon wohl. Wir haben für Sie sieben Fakten rund um die elegante Schönheit zusammengestellt.

Fakt 1: Nelken mögen es hell und eher trocken.

Nelken bevorzugen sowohl als Topfpflanze, aber auch als ausgepflanzte Staude helle Standorte. Der Boden darf relativ trocken sein, aber nicht austrocknen. Das Wasser sollte abfließen können, deshalb empfiehlt sich ein durchlässiger Boden. Staunässe ist zu vermeiden.

Fakt 2: Schnittnelken brauchen auch im Beet viel Wasser.

Schnittnelken brauchen nicht erst in der Vase viel Wasser. Bereits bevor sie abgeschnitten werden, sollten sie – im Gegensatz zu Topf- und Staudennelken – gut gewässert werden.

Fakt 3: Nelken müssen zum Winter hin immer weniger gewässert werden.

Zum Winter hin müssen Nelken immer weniger gewässert werden. Denn ist die Feuchtigkeit im Winter zu hoch, wird es kritisch. Der Wurzelballen kann sonst leiden und faulen. Frostharte Nelken benötigen im Winter keine Abdeckung.

Fakt 4: Nelken brauchen wenig Dünger.

Brauchen Nelken wirklich mal Dünger, ist es ihnen anzusehen. Sie sehen dann nicht so gesund aus. Greifen Sie auf herkömmlichen Blumendünger für Beet- und Balkonpflanzen zurück. Verwöhnen Sie die Nelke damit wöchentlich, bis es ihr wieder besser geht. Der Kaligehalt darf im Dünger etwas höher liegen, der Stickstoffgehalt etwas niedriger. Der pH-Wert sollte zwischen 6,8 und 7,5 liegen. Wer mag, kann aber auch mit Vorratsdünger arbeiten.

Wildarten, wie die Wildnelke arpadianus, benötigen gar keinen Dünger. Ihnen genügt das, was ihnen die Erde am jeweiligen Standort bietet.

Pflanzen von A bis Z | Ziergarten Nelken – ein Blütentraum in vielen Farben

Diese mehrjährige Staudennelke heißt 'Pink Kisses'. Sie blüht von März bis September in einem schönen Rosarot – und duftet dabei gut. 'Pink Kisses' ist vor allem für Nelken-"Anfänger" zu empfehlen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Im trendigen Nude blüht die Nelke 'Ocra'. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Im knalligen Rot kommt diese Nelke daher. So betörend wie ihre Farbe ist auch ihr Name: 'Antonio' heißt diese Schönheit. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Die Nelke an sich ist schon genügsam. Wildnelken sind es noch viel mehr. Die Wildnelke 'arpandianus' wächst im Hochgebirge und ist in Anatolien zu finden. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Ein Kissen aus lila Blüten erstreckt sich dort, wo die Nelke 'Purple Pillow'. Auch sie gehört zu den Duftnelken… Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
…wie auch ihre Schwester, die Nelke 'Dark Red Pillow' (Bildvordergrund). Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Ihr Name klingt nach Urlaubsfreude: Die Nelke 'Sangre' blüht rot. Hier wurde sie zusammen mit einer Pelargonie in einen Topf  gesetzt. Insgesamt gilt bei der Wahl einer Begleitpflanze, dass sie es wie die Nelke eher trocken mag und flach wächst. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Auch mit dieser Nelke wird es sommerlich. 'Sorbet' blüht in einem Apricot-Ton. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Nelken gibt es in so vielen Farben: Hier blühen die Nelke 'Diantica' (oben im Bild) in lila sowie lila-weiß und die Nelke 'Oscar' (unten im Bild) in verschieden Rosatönen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Wer Rosa mag, kommt an der Nelke 'Dulce' nicht vorbei. Wen wundert es bei dieser Blüte, dass der Farbe Rosa eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt wird? Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Fakt 5: Ausputzen fördert den Nachtrieb.

Ausputzen lässt Ihre Nelke nicht nur gepflegt aussehen, sondern lässt sie auch ihre Kräfte bündeln. So kann sie ihre Energie für weitere Blüten nutzen. Verblühtes lässt sich mit der Hand häufig schwer entfernen. Greifen Sie also ruhig zur Gartenschere und entfernen Sie alles, was verwelkt ist.

Artenschutz im Garten Futterpflanzen für Nachtfalter und andere Schmetterlinge

Viele Falter sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Der Brennnesselzünsler zum Beispiel geht erst auf Nahrungssuche, wenn die Sonne untergegangen ist. Dieser Falter hat sich auf den Blüten einer Katzenminze niedergelassen. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Katzenminze (Nepeta) lockt auch am Tag zahlreiche Insekten an. Sowohl Bienen und Hummeln als auch Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge schätzen die pflegeleichte Staude. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) blüht erst im Jahr nach der Aussaat: Wer sie im Sommer aussät, kann sich in der darauffolgenden Saison an ihren gelben Blüten erfreuen. Bienen, Hummeln und Nachtfalter mögen die Zierpflanze. Sie kommt auf Bahndämmen und Brachen vor, ziert aber auch wild-romantische Sommerwiesen und Bauerngärten. Der Boden sollte durchlässig und nicht zu nährstoffreich sein. Übrigens: Die Knospen sind essbar. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Das Seifenkraut (Saponaria officinalis) liebt sonnige Standorte und neigt dazu, den Garten für sich zu erobern. Die heimische Wildstaude bildet Ausläufer und verbreitet sich über Samen. Auf naturnahen Wiesen kann diese Wuchsfreude ein Vorteil sein. Nachtfalter freuen sich in jedem Fall über die weißen bis hellrosa gefärbten Blüten dieses Nelkengewächses. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Die Blüten der Weißen Lichtnelke (Silene album) öffnen sich erst gegen Abend richtig weit, um ihren Duft zu verströmen. Die Blütezeit beginnt im Mai, bestäubt wird die heimische Wildpflanze durch nachtaktive Schmetterlinge. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Ziertabak kann auch auf dem Balkon im Kübel gepflanzt werden. Das Gewächs ist ebenfalls für Nachtfalter interessant. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Stauden-Phlox (Phlox paniculata) zieht tag- und nachtaktive Falter an. Die lang blühende, farbenfrohe Beetstaude mag einen sonnigen Standort auf nährstoffreichem, tiefgründigem Boden. Ihre Blütezeit beginnt im Juni. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die Gelbe Balkannelke (Dianthus knappii), wegen ihrer Blütenfarbe auch Schwefel-Nelke genannt, eignet sich für Steingärten. Sie wird von Tag- und Nachtfaltern angesteuert. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Die Zweizähne (Bidens) haben meist gelbe Blüten, die Sorte ′Sternmarie′ jedoch blüht weiß. Sie gedeiht auch als Kübelpflanze auf Balkon und Terrasse und gilt als Futterpflanze für verschiedene Insekten. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Fakt 6: Nelken können über Steck- und Risslinge vermehrt werden.

Wer von seiner Nelken einfach nicht genug bekommt, kann sie als Steckling vermehren. Beim Steckling wird ein oberer Trieb abgeschnitten und direkt in die Erde gesetzt.

Fakt 7: Nelken sollten dort gepflanzt werden, wo vorher keine Nelke stand.

Wer Nelken vor Pilzerkrankungen schützen möchte, pflanzt sie am besten dort, wo bislang keine Nelke stand. Stark verbreitet ist bei Nelken die Wurzelfäule. Aber sie können auch andere Pilze, wie Fusarium oxysporum, bekommen. Um zu verhindern, dass Nelken überhaupt erst an einem Pilz erkranken, werden sie an Standorte gesetzt, an denen bisher keine Nelke gepflanzt war. Insgesamt aber sind Nelken von Natur aus sehr widerstandskräftig. Sie sind sehr robust.

MDR Garten-Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig und Martin Glawe. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Quelle: Nelken-Experte Martin Glawe aus Stralsund

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 18. Juli 2021 | 08:30 Uhr

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