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Die Sorte 'Red Heart' bezaubert mit ihrer weißen Blüte, in deren Mitte ein roter Fleck einen hübschen Kontrast setzt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

ZiergartenRoseneibisch - Hibiscus syriacusGartenhibiskus, Strauchhibiskus, Straucheibisch

von Brigitte Goss, MDR Garten

Stand: 02. August 2022, 10:36 Uhr

Ab Ende Juli bis in den September blüht der Roseneibisch in weiß, rosa, rot oder blau. Die Ziersträucher sind neben Rosen die schönsten Farbtupfer der sommerblühenden Gehölze. Einfache Blüten bieten sogar Pollen als Insektennahrung.

Roseneibisch hat einen hohen Zierwert im Garten. Er blüht in einer Zeit, in der wenige Sträucher blühen. Aufgrund seiner "handlichen" Größe passt er auch in kleine Gärten. In Baumschulen und Gartencentern werden unterschiedliche Wuchsformen angeboten. Ob als klassischer Strauch, als Hochstamm oder als Kleinbaum - Roseneibisch kann äußerst vielseitig eingesetzt werden.

Standort und Pflege des Roseneibischs

Der Gartenhibiskus wächst gut in einem durchlässigen, humosen und nährstoffreichen Gartenboden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Allerdings sollte der Strauch unbedingt an einen für ihn passenden Standort. Bei nicht ausreichender Nährstoffversorgung und Trockenheit reagiert dieses Blütengehölz mit einem schwachen Austrieb, geringer Blütenbildung oder Knospenabwurf. Staunässe und verdichtete Böden verträgt dieser schöne Zierstrauch ebenfalls nicht. Ohne regelmäßigen Rückschnitt neigen ältere Hibiskus-Pflanzen zur Vergreisung. 

Hibiscus syriacus 'Blue Bird'. Die lila-blühenden Sorten gelten als besonders winterhart. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Schnitt des Gartenhibiskus

Gartenhibiskus blüht am diesjährigen Holz. Das bedeutet, dass er immer wieder angeregt werden sollte, junge Triebe zu bilden. Das geschieht am besten durch einen Schnitt im ausgehenden Winter. Die ersten Jahre sollte der Gartenhibiskus allerdings nicht geschnitten werden. Um die Blütenbildung anzuregen, entfernt man im Spätwinter die alten Blüten und Samenstände und kürzt diese letztjährigen Triebe zurück. Als Faustregel kann hier gelten, einen etwa finger- bis handlangen Zapfen stehen zu lassen. Schwaches und zu altes Holz sollte ganz entfernt werden.

Hibiscus syriacus 'Blue Chiffon' Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Vermehrung des Roseneibisch

Im August können Sommerstecklinge von Triebspitzen gewonnen werden. Der Roseneibisch kann auch aus Samen gezogen werden. Hier ist jedoch nicht sicher, wie die daraus sich entwickelnden Pflanzen blühen. Die Aussaat erfolgt am besten zwischen März und April.

Geschichte und Geschichten

Der Roseneibisch kam vermutlich durch einen Augsburger Arzt im 16. Jahrhundert schon als kultivierte Art nach Europa. In vielen Barockgärten wurden die Pflanzen als schmückende Ziersträucher gepflanzt. Somit gilt Hibiscus syriacus, der früher als Althaea Frutex bezeichnet wurde, als einer der ältesten Ziersträucher in Europa.  

Hibiscus syriacus 'White Chiffon' Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Auf einen Blick: Roseneibisch
HeimatSüdostasien
FamilieMalvaceae
WuchsStrauchförmig etwa 1,80 cm bis 2,50 cm hoch, sowie Hochstämmchen
Blüte5 bis 10 cm Durchmesser, einfach und gefüllt
Blütenfarbeweiß, hellrosa, rotviolett, karminrosa, purpurviolett, blauviolett,
Standortsonnig
Bodendurchlässig, humos, nährstoffreich, ohne Staunässe
Winterhartja, aber in den ersten Jahren braucht er Schutz
Lebensdaueretwa 30 Jahre, zum Teil auch mehr

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Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 31. Juli 2022 | 09:05 Uhr