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Rotpustelpilz-Befall: Wer solche orangeroten Punkte auf der Rinde von Bäumen entdeckt, sollte das betroffene Holz entsorgen - aber bitte nicht auf dem Kompost. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Schwächeparasit

Rotpustelkrankheit: Pilz-Befall erkennen und rechtzeitig behandeln

Stand: 25. März 2021, 13:52 Uhr

Zeigen sich kleine, orange-rote Pusteln auf den Ästen und Stämmen von Bäumen, steckt meist eine Pilzkrankheit dahinter: Der Rotpustelpilz zersetzt Totholz, befällt aber auch Gehölze, die noch leben. Wenn er im Garten auftritt, ist schnelles und gründliches Handeln gefragt.

Mit dem Rotpustelpilz ist nicht zu spaßen, wie Gartenfachberaterin Brigitte Goss sagt. Der Pilz dringt tief ins Holz lebendiger Bäume ein und zerstört es, so dass die befallene Äste absterben. Betroffen sind nicht nur Obstbäume, sondern auch andere Pflanzen, deren Triebe verholzen: Rosen oder Buchen zum Beispiel. Die Pilzkrankheit befällt gerne verletzte oder durch Frost geschädigte Triebe. Auch an Schnittstellen, die nicht verschlossen wurden, kann der Rotpustelpilz ins Holz gelangen.

Befallene Äste verbrennen oder aus Garten entfernen

Was hilft gegen den Schwächeparasiten? Wer den Pilz im Garten hat, sollte seine Pflanzen an trockenen Tagen schneiden, rät die Gartenfachberaterin. Die Werkzeuge müssen sehr gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Das befallene Holz darf auf keinen Fall auf den Kompost, warnt Brigitte Goss. "Am besten wird es verbrannt oder umgehend aus dem Garten entfernt", empfiehlt sie.

Die Fruchtkörper des Rotpustelpilzes sind etwa stecknadelkopfgroß und orangefarben bis lachsrosa gefärbt. Nicht verschlossene Schnittstellen an Bäumen - wie hier im Bild - dienen als Eintrittspforten für die Pilzkrankheit. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Vorbeugung als Schutz vor der Rotpustelkrankheit

Damit die Krankheit nicht ausbricht oder in ihrer Verbreitung gehemmt wird, kann mit folgenden Tipps vorgebeugt werden:

Gärtnerin Brigitte Goss zeigt, wie tief das zerstörerische Pilzgeflecht ins Holz eingedrungen ist. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Quellen: MDR Garten; Gartenfachberaterin Brigitte Goss; Website des Industrieverbands Agrar e.V. zur Rotpustelkrankheit/uka

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 28. März 2021 | 08:30 Uhr

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