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Makeiev-Besuch in DresdenUkrainischer Botschafter: Kein Verständnis für Kritik an Waffenlieferungen

10. Februar 2023, 11:46 Uhr

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat sich ablehnend zur Kritik an Waffenlieferungen geäußert. Makeiev sagte MDR AKTUELL, wer Waffen ablehne, lasse die Menschen in der Ukraine sterben. Bei seinem Antrittsbesuch traf Makeiev auch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zu Gesprächen.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat um Verständnis für die Wünsche seines Landes nach Waffen geworben. Makeiev sagte am Donnerstag bei MDR AKTUELL, er könne nicht verstehen, wenn das in Ostdeutschland kritisch gesehen werde. "Wenn wir um Waffen bitten, dann geht es um Verteidigung. Ohne Waffen können wir nicht kämpfen."

Wer Waffen ablehne, lasse die Menschen in der Ukraine sterben. Er würde empfehlen, mit denen zu sprechen, "die selber den Krieg erlebt haben, die Verwandte und Freunde verloren haben oder jeden Tag dreimal in den Schutzbunker gehen müssen."

Makeiev: Putin hat Scholz belogen

Der Botschafter sieht derzeit auch keine Basis für Verhandlungen mit Russland. "Wenn ich gefragt werde, warum wir keine Verhandlungen führen, sage ich, wir haben es versucht. Der Bundeskanzler hat es wenige Tage vor dem Krieg versucht. Er wurde belogen und belogen und belogen", so Makeiev.

Ohne Waffen können wir nicht kämpfen.

Oleksii Makeiev | Ukrainischer Botschafter in Deutschland

Man könne dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht mehr trauen. Putin selbst habe es in der Hand, den Krieg zu beenden. "Er muss nur den Befehl geben und seine Truppen aus der Ukraine zurückziehen."

Makeiev befand sich am Donnerstag zu einem Antrittsbesuch in Dresden. Er habe ein "sehr gutes Gespräch" mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer geführt. "Wir haben uns ehrlich ausgetauscht und auch Probleme angesprochen", sagte Makeiev.

MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 09. Februar 2023 | 18:00 Uhr